Sozialepidemiologie

Wer arm oder wenig gebildet ist, hat ein höheres Risiko zu erkranken oder früh zu versterben. Aber wie entsteht dieser Zusammenhang? Die Erklärung der sozialen Ursachen von Gesundheit und Krankheit sowie die Überprüfung darauf bezogener Interventionen bilden den Schwerpunkt sozialepidemiologischer Forschung. Im Rahmen dieses Arbeitsfeldes konzentrieren wir uns vor allem auf den Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit, d.h. auf die gesundheitlichen Folgen einer ungerechten Verteilung von Ressourcen und Belastungen in Gesellschaften. Eine weitere wichtige Frage ist die nach der Rolle kontextueller Merkmale auf kleinräumig-regionaler Ebene bei der Entstehung gesundheitlicher Ungleichheit.

Dies ist wichtig vor dem Hintergrund deutlicher Unterschiede in den kleinräumig-regionalen Lebensverhältnissen und der Tatsache, dass sich der Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit nur zum Teil durch individuelle Merkmale erklären lässt. Weiterhin befassen wir uns mit den Auswirkungen von Transnationalisierung, d.h. den grenzübergreifenden Netzwerkbeziehungen und damit verbundenen Ressourcenflüssen, auf Merkmale sozialer Ungleichheit und Gesundheit sowie der grenzübergreifenden Gesundheitsversorgung von sogenannten „Pendelmigranten“.

Veröffentlichungen zum Thema finden Sie unter: „Publikationen der AG 3

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