Uni ohne Vorurteile
 
 
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Uni ohne Vorurteile

  • Kampagne für einen respektvollen Umgang, Akzeptanz und
  • Zivilcourage

    Vorurteile hat jede*r. Sie können positiv, aber auch negativ sein. Sie können im Stillen gehegt oder offen ausgesprochen werden. Fest steht: Negative Vorurteile werten ab, grenzen aus, diskriminieren. Sie nehmen Chancen. Auch an Universitäten.
    Das Rektorat der Universität Bielefeld, der Asta und das Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) haben deshalb im Sommersemester 2013 gemeinsam die Kampagne "Uni ohne Vorurteile" ins Leben gerufen. Ziel ist es, sich deutlich gegen die Abwertung, Ausgrenzung und Diskriminierung von Gruppen zu wenden und die Universität als einen Ort der Gleichwertigkeit und Toleranz zu fördern.

Im Laufe des Engagements hat sich eine feste Arbeitsgruppe etabliert, welche die Kampagne inhaltlich ausrichtet. In dieser AG kommen nicht nur der AStA und das IKG zusammen, sondern ebenso Lehrende und Forschende aller Statusgruppen sowie Mitarbeiter*innen aus der Technik und Verwaltung. Darüber hinaus kooperiert die AG Uni ohne Vorurteile sehr eng mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus.

    Unser Ziel ist es zuvorderst, ein starkes Zeichen gegen menschenfeindliches Denken und Handeln an der Uni Bielefeld zu setzen. Wir sensibilisieren in allen Statusgruppen für Diskriminierung und wollen mit unserem Engagement zur Zivilcourage ermutigen.

  • Stellungnahme der AG UoV zu Ankara und 'Studierendenpolitik', 21. Oktober 2015

    Wir, die AG UoV, halten die Universität Bielefeld für einen Ort, an dem demokratische Meinungsbildung- und Äußerung möglich sein sollte; erst recht, wenn dies eine Solidarisierung mit Friedensbewegungen beinhaltet.

    Am 10. Oktober 2015 endete eine Friedensdemonstration in Ankara blutig. Der Anschlag kostete fast 100 Menschenleben. Einige Studierendengruppen bekundeten Solidarität und hingen Transparente an der AStA-Galerie im Hauptgebäude der Universität auf. Von diesen blieben innerhalb eines Tages nur noch Fetzen übrig...

    An dieser Stelle geht es nicht darum, sich für oder gegen eine Seite zu stellen, sondern einzig um die legitime Inanspruchnahme demokratischer Grundfeste, aber auch das Aushalten und Ertragen dieser.

    Wir, die Mitglieder der AG UoV, verurteilen den Anschlag in Ankara und zeigen uns solidarisch mit der Friedens- und Demokratiebewegung in der Türkei.

    Quelle Bilder: YXK-Verband der Studierenden aus Kurdistan

  • Eindrücke - Von Studierenden für Studierende
  • Wo siehst du Benachteiligung und (Un)Gleichwertigkeit an der Uni?

    Ann-Kathrin Thießen, Studentin der Sozialwissenschaft:
    "Das Bild zeigt ein Foto, welches in der Haupthalle der Universität auf einer großen Leinwand abgebildet ist. Es zeigt Menschen, die in einer großen Gruppe in der Haupthalle zusammenstehen. Manche von ihnen schwenken eine Deutschlandflagge, was vermuten lässt, dass sie einen Sieg der deutschen Fußballmannschaft bei einem internationalen Spiel feiern." mehr

    © Thießen, 2014

    Meinungen zur Kampagne "Uni ohne Vorurteile"

    23-jährige Studentin der Geschichte und Germanistik: "Ich finde dieses Projekt sehr positiv und fände es schade, wenn das Projekt zeitlich begrenzt ist. Es sollte ein dauerhafter Prozess sein und keine "Mode-Aktion"."

    Hast du Erfahrungen mit Diskriminierung an der Universität?

    26-jährige Studentin der Pädagogik(SS 2014)
    "In einem Soziologie-Seminar hat der Dozent in der 1. Sitzung zu den Themen des gesamten Seminars berichtet. Es ging dabei unter anderem auch um Gesellschaft und Handeln. Während er diese Themen erläuterte, hat er zu mir schauend gemeint 'dich werden wir auch noch integrieren.' Ich habe mich dann in der Sitzung nicht geäußert, jedoch empfand ich diese Situation komisch und wusste persönlich nicht, wie ich diesen Kommentar einordnen sollte."
    mehr

    23-jährige Studentin der Rechtswissenschaft (WS 2014/ 2015):
    "Kommilitonen und ein Professor haben sich über die Herkunft bzw. die Situation im Herkunftsland lustig gemacht"
    mehr

    Benachteiligung und (Un)Gleichwertigkeit an der Uni

    Student_in der Erziehungswissenschaft:
    "Das Foto ist in einem Seminarraum in der Universität Bielefeld aufgenommen worden. Es zeigt eine Sitzreihe mit Stühlen. Eigentlich ist anzunehmen, dass das Foto keine Problemsituation darstellt. Doch aus der Sicht der Rollstuhlfahrer ist dies sicherlich anders. Denn sie müssen mindestens einen Stuhl verrücken und diesen dann auch noch so hinstellen, dass er, weder für sie selbst, noch für andere Seminarteilnehmer, nicht im Weg steht. "

    © Preuß/ Zick


  • Aus aktuellem Anlass
  • Vor kurzem hat sich an der Universität Bielefeld eine politische Hochschulliste mit dem Namen "Uni ohne Menschenfeindlichkeit" gegründet. Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass trotz des ähnlichen Namens zur AG "Uni ohne Vorurteile" keine organisatorischen Überschneidungen mit dieser Hochschulliste bestehen. Wir agieren völlig unabhängig von Hochschullisten oder Parteien und möchten dies mit Nachdruck betonen.
    Wir verstehen uns als Arbeitsgruppe, die sich intensiv sowohl theoretisch als auch praktisch mit Aspekten der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit auseinandersetzt und wie diesen entgegengetreten werden könnte.

Kontakt

Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung

Universität Bielefeld
Universitätsstraße 25
33615 Bielefeld

E-mail: uov.ikg[at]uni-bielefeld.de


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"Filmemacherin Mo Asumang erzählt von ihren Erfahrungen als Afrodeutsche"

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"Professorin erklärt das Phänomen Pegida"

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"So geht Zivilcourage - Karsten Wilke im Gespräch mit der NW"

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"Man bewegt sich am Abgrund". Podiumsdiskussion zum NSU-Prozess

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Uni Bielefeld startet Projekt gegen Rechtsextremismus

Interview mit Andreas Zick in Süddeutsche.de
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Keine Rechtsextremen in den Hörsälen