Center for Interdisziplinary Research
 
 

Kunst am ZiF

"Zeitspuren" / Zeitskulptur VIII

Datum: 13. Mai 2001 - 18. Mai 2002

Künstlerin: Rosita Oremek (Porta Westfalica)

[Der Kubus am 13.05.01]
Rosita Oremeks Wachskubus am Tag der Ausstellungseröffnung

1993 initiierte Peter Sommer das Projekt ZiF:Zeitskulptur. Im verbundsteingepflasterten Aufgangsbereich des ZiF markieren ein Betonsockel (B x T x H: 100 x 100 x 150 cm, bleigedeckte Bodeneinfassung 250 x 250 x 10 cm) und eine Betonrampe (100 x 960 x 10 cm) den Freiraum für Skulpturen und skulpturale Installationen, die jeweils einen vollen Jahreszeitenzyklus den Witterungseinflüssen (manchmal auch Betrachterinteraktionen) ausgesetzt bleiben.

Skulpturale Unbeweglichkeit gewinnt eine bizarre - manchmal heitere, machmal erschreckende - Dynamik in der Zeit. Natur prägt sich der Kunst ein, die wiederum als Zeitskulptur die unaufgelöste Spannung zwischen Kunst und Natur ausprägt.

Rosita Oremek beschränkt sich auf den Betonsockel und greift als Ausgangspunkt dessen unorganisch-geometrische Form mit der Installation eines aus Wachsblöcken zusammengefügten, mit Farbschichten durchzogenen Kubus auf. Wachs bleibt formbar - verformbar, Pigmente erhitzen sich unter Sonneneinstrahlung unterschiedlich schnell. Temperatureinflüsse bestimmen also den Prozess vor Ort. Die Zeit hinterlässt Spuren.

Im Laufe des Sommers wird aus dem Kubus ein wächserner Gletscher mit fließenden Formen und natürlichen Bruchkanten. Die anfänglich klar definierten Farbschichten weiss - gelb - blau - rot drängen, krümmen sich ineinander, übereinander. Geometrie geht über in Landschaft. Wachszungen umgeben den umgebenden Platz.

[Der Kubus am 05.07.01]
Der Kubus am 5. Juli 2001
[Der Kubus am 30.07.01]
Hochsommer am 30. Juli 2001
[Der Kubus am 28.08.01]
Spätsommer: 28. August 2001
[Der Kubus am 28.08.01]
Weiße Weihnacht: 23. Dezember 2001
[Der Kubus am 10.01.02]
Winter: 10. Januar 2002



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