Zentrum für interdisziplinäre Forschung
 
 

1968 - Vom Ereignis zum Gegenstand der Geschichtswissenschaft

Termin: 5. - 7. November 1997
Leitung: INgrid Gilcher-Holtey (Bielefeld)

In fast allen westlichen Industrieländern kommt es in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre zu einer Welle von Protesten, die 1968 besonders in Frankreich, den USA, Italien und der Bundesrepublik fast gleichzeitig kulminieren. Anerkannt als ein historisches Phänomen, fehlt bis heute eine wissenschaftlich fundierte Analyse dieser Bewegungen. Ziel der Tagung ist es, "1968" zu einem Gegenstand der Geschichtswissenschaft zu machen. Allgemeine methodische Grundlage bilden die Theoreme, Hypothesen und analytischen Kategorien der sozialen Bewegungsforschung. Dieser Ansatz ermöglicht es, Phänomene sozialen Handelns und sozialer Interaktionen zu erfassen, die nicht durch klare Organisationsformen oder Mitgliedschaften gekennzeichnet sind. Er liefert ferner das Instrumentarium für die analytische Erfassung und vergleichende Betrachtung der Mobilisierungsdynamik und Formenvielfalt der Bewegungen, der Aktions- und Reaktionskontingenzen, der unterschiedlichen Mobilisierungserfolge sowie des Zerfalls der einzelnen Bewegungen.

Eingeladene Teilnehmende
Donatella della Porta (Berlin), Geneviève Dreyfus-Armand (Nanterre), Karl H. Bohrer (Bielefeld), Richard Flachs (Santa Barbara, CA), Robert Frank (Paris), Todd Gitlin (New York, NY), Jan Kurz (Bielefeld), Wolfgang Orlich (Freiburg), Gero von Randow (Hamburg), Pavel A. Richter (Bielefeld), Dieter Rucht (Berlin), Wolfgang Schieder (Köln), Michael Schmidtke (Bielefeld), Kristina Schulz (Bielefeld), Jabob Tanner (Zürich), Marcia Tolomelli (Bielefeld), Ingeborg Villinger (Freiburg), Hans-Ulrich Wehler (Bielefeld), Michel Wieviorka (Paris), Michelle Zancarini-Fournel (Paris)



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