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Kindergeld

Wenn Sie Ihre Kinder mit nach Deutschland gebracht haben, haben Sie nur dann Anspruch auf Kindergeld, wenn Sie Angehörige eines Mitgliedsstaates der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraums (Liechtenstein, Island, Norwegen) oder aber Schweizer Staatsbürger sind. Wenn Sie aus einem anderen Land kommen sollten, sind Sie nur dann anspruchsberechtigt, wenn Sie im Besitz

  • einer Niederlassungserlaubnis oder
  • einer Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Erwerbstätigkeit oder
  • einer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 1 und 2, den §§ 31,37,38 des Aufenthaltsgesetzes oder
  • einer Aufenthaltserlaubnis zum Zweck des Familiennachzugs zu einem Deutschen oder zu einer von den Punkten 1 bis 3 erfassten Person sind.

Auskunft darüber, ob Sie Anspruch auf Kindergeld haben, erteilt Ihnen die Familienkasse Bielefeld.

Erhalten Sie kein Kindergeld, so haben Sie trotzdem Anspruch auf Gewährung des Kinderfreibetrags.

Ausgezahlt wird das Geld für das jeweilige Kind immer nur an einen Berechtigten - in der Regel an denjenigen Elternteil, in dessen Haushalt das Kind lebt. Diese Regelung ist z.B. für getrennt lebende Eltern wichtig. Derzeit (Juli 2008) erhält der oder die Berechtigte für die ersten drei Kinder monatlich 154 Euro, für das vierte und jedes weitere Kind monatlich 179 Euro.

Wenn Sie einen Arbeitsvertrag mit der Universität Bielefeld haben, also Angehörige oder Angehöriger des öffentlichen Dienstes sind, erhalten Sie das Kindergeld zusammen mit ihrem monatlichen Gehalt direkt von ihrem Arbeitgeber.

Das Kindergeld wird mindestens bis zum 18. Lebensjahr des Kindes gezahlt, darüber hinaus bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, wenn das Kind sich in der Schul-, Berufsausbildung oder dem Studium befindet und sein eigenes Einkommen 7.680 Euro jährlich nicht übersteigt. In Einzelfällen wird selbst über das 25. Lebensjahr hinaus noch Kindergeld gezahlt.



Kinderfreibetrag

Anstelle des Kindergeldes kann auch ein Kinderfreibetrag in Anspruch genommen werden. Der Steuerfreibetrag beträgt 7.008€ jährlich bei zusammen besteuerten Ehegatten. Bei getrennten Elternteilen ist der halbe Kinderfreibetrag von 3.504€ angesetzt.

Dieser Freibetrag kann unter Umständen auch auf ein Stiefelternteil oder die Großeltern übertragen werden, wenn das Kind in deren Haushalt lebt.

Im Regelfall ist der Steuerfreibetrag allerdings nur für die Eltern interessant, die ein sehr hohes Einkommen beziehen. Denn nur dann ist die steuerliche Entlastung durch den Freibetrag im Allgemeinen höher als das Kindergeld. In der Regel prüft das Finanzamt bei der Einkommenssteuererklärung, welche Variante im Einzelfall die günstigere ist.



Mutterschaftsgeld

Nach dem Mutterschutzgesetz (MuSchG) genießen alle Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, während der Schwangerschaft und nach der Geburt einen besonderen Schutz. Das gilt auch für internationale Gastwissenschaftlerinnen, die in Deutschland einer Erwerbstätigkeit nachgehen.

Die Mutterschutzfrist beginnt grundsätzlich sechs Wochen vor dem berechneten Geburtstermin und endet regulär acht Wochen, bei medizinischen Frühgeburten und Mehrlingsgeburten zwölf Wochen nach der Entbindung. Somit haben alle Arbeitnehmerinnen einen Anspruch auf eine Mutterschutzfrist von insgesamt mindestens vierzehn Wochen.

Das Mutterschaftsgeld wird von den gesetzlichen Krankenkassen während dieser Schutzfristen vor und nach der Ent-bindung sowie für den Entbindungstag gezahlt. Voraussetzung dafür ist eine Bescheinigung des behandelnden Arztes bzw. der behandelnden Ärztin, die den voraussichtlichen Geburtstermin enthält. Diese Bescheinigung darf maximal sieben Wochen vor dem erwarteten Entbindungstermin ausgestellt werden. Darüber hinaus müssen Sie zwischen dem vierten und dem zehnten Monat der Schwangerschaft mindestens zwölf Wochen in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert gewesen sein und ein bestehendes Arbeitsverhältnis oder den Bezug von Arbeitslosengeld I (ALG I), Unterhaltsgeld oder Arbeitslosengeld II (ALG II) zu Beginn der Schutzfrist nachweisen können.

Das Mutterschaftsgeld müssen Sie bei Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung beantragen. Wenn Sie zu Beginn der Mutterschutzfrist in einem Arbeitsverhältnis stehen und bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, haben Sie Anspruch auf Mutterschaftsgeld in Höhe Ihres bisherigen Nettogehalts. Gezahlt wird von Ihrer Krankenkasse und Ihrem Arbeitgeber gemeinsam. Die Leistungen der Krankenkasse richten sich nach dem durchschnittlichen Nettoeinkommen der letzten drei abgerechneten Kalendermonate. Das Nettoeinkommen wird dabei auf Tage umgerechnet. Liegt das Nettoeinkommen pro Tag über 13 Euro, zahlt die gesetzliche Krankenkasse 13 Euro, der Arbeitgeber muss für den restlichen Anteil aufkommen. Liegt das Nettogehalt unter 390 Euro, zahlt nur die Krankenkasse. Wenn Sie zum Beispiel 300 Euro netto verdienen, bekommen Sie von der gesetzlichen Krankenkasse während des Mutterschutzes ebenfalls 300 Euro monatlich.

Hausfrauen haben keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld.

Sind Sie arbeitslos, haben Sie Anspruch auf Mutterschaftsgeld in Höhe ihres Arbeitslosenbezuges, das Sie vor Beginn der Schutzfrist bezogen haben - wenn an dem Tag, an dem die Schutzfrist beginnt, noch Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht.

Private Krankenkassen zahlen in der Regel nur ein einmaliges Mutterschaftsgeld in Höhe von etwa 200 Euro. Der Zuschuss des Arbeitgebers wird wie bei Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung berechnet, so dass berufstätige Schwangere in der Regel 13 Euro pro Arbeitstag weniger bekommen als wenn sie in einer gesetzlichen Kasse versichert wären. Wenn Sie privatversichert sind, so müssen Sie einen Antrag auf Zahlung eines einmaligen Mutterschaftsgeldes richten an das:

Bundesversicherungsamt
-Mutterschaftsgeldstelle-
Friedrich-Ebert-Allee 38
53113 Bonn

Telefon: 0228 - 6191888
(täglich 9 - 12 Uhr, Donnerstag auch 13 - 15 Uhr)
Fax: 0228 - 6191877
E-Mail: mutterschaftsgeldstelle@bva.de
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Elterngeld

Am 1. Januar 2007 ist das neue Elterngeldgesetz in Kraft getreten. Das bedeutet, dass Eltern für die Kinder Elterngeld erhalten, die ab dem 1. Januar 2007 geboren werden.

Elterngeld können alle Eltern beantragen, die in den ersten vierzehn L ebensmonaten ihres Kindes vorrangig selbst die Betreuung des Neugeborenen übernehmen wollen und deshalb nicht voll erwerbstätig sein können. Das Elterngeld wird an Vater und Mutter für maximal vierzehn Monate gezahlt, wobei beide den Zeitraum untereinander frei aufteilen können. Ein Elternteil allein kann höchstens zwölf Monate lang Elterngeld erhalten, die beiden weiteren Monate sind als Option für den jeweils anderen Partner reserviert. Die Höhe des ausgezahlten Elterngeldes beträgt 67 % des wegfallenden Einkommens, maximal jedoch 1.800 Euro im Monat. Das Mindestelterngeld beträgt 300 Euro.

Elterngeld gibt es für Erwerbstätige, Beamte, Selbstständige und erwerbslose Elternteile, Studierende und Auszubildende, Adoptiveltern und in Ausnahmefällen auch für Verwandte dritten Grades, wenn die Eltern die Betreuung z.B. wegen schwerer Krankheit nicht sicherstellen können. Wer nach der Geburt des Kindes mehr als 30 Stunden pro Woche arbeitet, hat keinen Anspruch auf Elterngeld.

Internationale Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler, die Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der EU oder des EWR sind oder die schweizerische Staatsbürgerschaft haben, können ebenfalls Elterngeld beantragen. Andere internationale Gäste sind anspruchsberechtigt, wenn sie im Besitz

  • einer Niederlassungserlaubnis,
  • einer Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke der Erwerbstätigkeit,
  • einer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 1 und 2, den §§ 31, 37, 38 des Aufenthaltgesetzes oder
  • einer Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke des Familiennachzugs zu einem Deutschen oder zu einer von den Punkten 1 bis 3 erfassten Person sind.

Wenn Sie nach der Geburt Ihres Kindes einer Teilzeitbeschäftigung von maximal 30 Wochenstunden nachgehen, erhalten Sie 67 % des entfallenden Teileinkommens, wobei als Einkommen vor der Geburt höchstens 2.700 Euro berücksichtigt werden.

Den Antrag auf Elterngeld können Sie auf den Internetseiten des Amtes für Jugend und Familie oder hier ausdrucken, ausfüllen und an die Elterngeldstelle Bielefeld schicken:

Weitere Informationen zum Thema Elterngeld finden Sie auf den Webseiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

AnsprechpartnerIn:

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Montag bis Freitag:
10:30 - 11:30
Ort: C5-133

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