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Aufenthaltserlaubnis

Bitte beachten sie:

Seit dem 1. September 2011 gibt es nur noch den elektronischen Aufenthaltstitel (eAT). Dies bedeutet aus administrativer Sicht in erster Linie erhebliche Verzögerungen bei der Erteilung der Aufenthaltserlaubnis und höhere Gebühren: die Bearbeitungszeit vom Zeitpunkt der Beantragung an beträgt nun bis zu 7 Wochen und die Aufenthaltserlaubnis kostet 110,00 € pro Person, eine Verlängerung 55,00 €. Für ArbeitnehmerInnen gibt es die Möglichkeit sich eine sog. Fiktionsbescheinigung ausstellen zu lassen, die beim Arbeitgeber für die Übergangszeit eingereicht werden kann. Diese kostet 20,00 €. Weitere Informationen zum elektronischen Aufenthaltstitel finden Sie in einer Kurzform hier und in der Broschüre "Alles Wissenswerte zum elektronischen Aufenthaltstitel" des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, welche Sie auch bei der Ausländerbehörde ausgehändigt bekommen. Unter folgendem Link kann man diese Broschüre in vielen weiteren Sprachen als PDF herunterladen.

Für ausländische WissenschaftlerInnen, die mit Visum einreisen müssen, gilt, dass ein Aufenthalt über die Geltungsdauer des Visums hinaus genehmigt werden muss. Dazu bedarf es eines Aufenthaltstitels, bzw. einer Aufenthaltserlaubnis. Dies gilt auch für diejenigen, die für einen bis zu dreimonatigen Aufenthalt ohne Visum einreisen durften.

Wer für einen längeren Aufenthalt einreisen will, muss sich innerhalb der ersten Woche nach der Einreise beim Einwohnermeldeamt des neuen Wohnortes anmelden. Anschließend wird das Visum, das nur der Einreise dient, durch die Aufenthaltserlaubnis ersetzt.

Ein Ausländer, der in Deutschland einer Erwerbstätigkeit nachgehen möchte, benötigt im Allgemeinen einen Aufenthaltstitel, der einen Erwerb gestattet. Unionsbürger, Angehörige des EWR und der Schweiz genießen Arbeitnehmerfreizügigkeit. Sie brauchen keine Zustimmung, um einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Angehörige der neuen Mitgliedstaaten (außer Malta und Zypern) genießen bis zu 7 Jahre nach dem Beitritt zur Europäischen Union noch keine volle Arbeitnehmerfreizügigkeit. Sie benötigen eine Arbeitsgenehmigung-EU (Freizügigkeitsbescheinigung), mit der ihnen die beabsichtigte Tätigkeit in Deutschland gestattet wird. Am 30.04.2011 lief die 7-Jahresfrist für Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn ab. Angehörige dieser Staaten genießen deshalb seit dem 01.05.2011 volle Arbeitnehmerfreizügigkeit in Deutschland. Bürger von Bulgarien und Rumänien benötigen aber noch bis zum 31.12.2013 eine Arbeitsgenehmigung-EU. Für Akademiker aus den neuen Mitgliedsstaaten gelten seit dem 01.01.2009 Sonderregeln (Erläuterung s. weiter unten).


Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Forschung

Ausländischen WissenschaftlerInnen kann eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Forschung erteilt werden, wenn sie eine wirksame Aufnahmevereinbarung zur Durchführung eines Forschungsvorhabens mit einer anerkannten Forschungseinrichtung abgeschlossen haben. An der Universität Bielefeld ist hierfür das Welcome Centre zuständig. Weitere Informationen finden Sie hier.



Neuer Aufenthaltstitel §19 AufentG "Blaue Karte EU"

In Umsetzung der Hochqualifizierten-Richtlinie, die darauf abzielt, einen gemeinsamen Aufenthaltstitel für Hochqualifizierte auf EU-Ebene einzuführen, diesen attraktiv auszugestalten und so die Migration von Hochqualifizierten zu erleichtern und zu fördern, wurde mit der "Blauen Karte EU" (ein neuer Aufenthaltstitel) für Ausländer mit akademischem oder diesem gleichwertigen Qualifikationsniveau und einem bestimmten Mindestgehalt in das Aufenthaltsgesetz aufgenommen. Mit der Blauen Karte EU können Drittstaatsangehörige, die einen Hochschulabschluss oder eine vergleichbare Qualifikation besitzen, eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck einer ihrer Qualifikation angemessenen Beschäftigung erhalten.
Weitere Informationen finden Sie hier.



Promotionsstudium

Ausländische Promotionsstudenten erhalten normalerweise keine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Forschung. Sie müssen eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck des Studiums beantragen. Ausnahme: Promovierenden kann dann eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Forschung erteilt werden, wenn sie ihre Dissertation im Rahmen einer Forschungstätigkeit anfertigen, für die mit einer Forschungseinrichtung eine Aufnahmevereinbarung abgeschlossen wurde.


Arbeitnehmerentsendung

Ausländer, die als Arbeitnehmer von einer Forschungseinrichtung in einem anderen EU-Mitgliedstaat an eine deutsche Forschungseinrichtung entsandt werden, erhalten keine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Forschung. Sie müssen grundsätzlich eine Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer Beschäftigung beantragen.


Besondere Regelung für Hochqualifizierte

Hochqualifizierte dürfen zuwandern, wenn sie einen Arbeitsplatz haben. Sie können sofort eine Niederlassungserlaubnis (unbefristet) erhalten. Diese berechtigt automatisch zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit. Sie müssen nur noch einen Antrag bei der Ausländerbehörde stellen. Unter "Hochqualifizierten" versteht man Wissenschaftler mit besonderen Fachkenntnissen, Lehrpersonen und wissenschaftliche Mitarbeiter in herausgehobener Funktion.


Regelung für Ehepartner von Hochqualifizierten

Ehepartner erhalten in der Regel den gleichen Aufenthaltstitel.


Regelung für ausländische Hochschulabsolventen

Für ausländische Hochschulabsolventen gilt, dass die Aufenthaltserlaubnis bis zu einem Jahr nach erfolgreichem Abschluss des Studiums zur Suche nach einem Arbeitsplatz verlängert werden kann.


Regelung für Akademiker aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten (außer Malta und Zypern) und aus Drittstaaten

Für Akademiker (Universitäts- oder Fachhochschulabschluss) aus den neuen EU-Mitgliedstaaten steht seit dem 01.01.2009 der deutsche Arbeitsmarkt offen, indem auf die sog. Vorrangprüfung, also die Prüfung, ob ein Deutscher oder ein anderer bevorrechtigter ausländischer Arbeitnehmer vorrangig beschäftigt werden kann, verzichtet wird. Auch für Akademiker aus Drittstaaten wird ab diesem Zeitpunkt der Arbeitsmarkt geöffnet. Bei diesen findet allerdings weiterhin eine Vorrangprüfung statt.


Regelung für Stipendiaten

Falls Sie Ihren Forschungsaufenthalt in Deutschland im Rahmen eines Stipendiums verbringen wollen, kommt für Sie, soweit Ihr Lebensunterhalt durch das Stipendium gesichert ist, je nach den Umständen eine Aufenthaltserlaubnis entweder zum Zweck der Forschung oder zum Zweck des Studiums in Betracht.

Zur Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis benötigen Sie

  • das ausgefüllte Antragsformular, das Sie bei der Ausländerbehörde oder im Welcome Centre erhalten
  • Ihren gültigen Reisepass
  • ein aktuelles, biometrisches Passfoto
  • einen Finanzierungsnachweis (Stipendienzusage, Arbeitsvertrag oder Ähnliches)
  • die Meldebescheinigung des Einwohnermeldeamtes
  • einen Krankenversicherungsnachweis

Für die Aufenthaltstitel Ihrer mitreisenden Ehepartnerin oder Ihres mitreisenden Ehepartners und Ihrer minderjährigen ledigen Kinder oder im Falle des Familiennachzugs benötigen Sie zusätzlich:

  • für die Ehepartnerin oder den Ehepartner: das Original oder eine Ausfertigung der Heiratsurkunde (ggf. mit Legalisationsvermerk) mit der beglaubigten deutschen Übersetzung, sofern es sich nicht um eine internationale Urkunde handelt
  • für die Kinder: das Original oder eine Ausfertigung der Geburtsurkunde (ggf. mit Legalisationsvermerk) mit der beglaubigten deutschen Übersetzung, sofern es sich nicht um eine internationale Urkunde handelt.

Falls der Antrag bzw. die Anträge nicht gemeinsam gestellt werden, müssen Sie zusätzlich noch eine Kopie Ihres Reisepasses sowie eine Kopie Ihrer gültigen Aufenthaltserlaubnis und einen Krankenversicherungsnachweis einreichen.

Beide Ämter, das Einwohnermeldeamt sowie das Ausländeramt finden Sie im Bürgeramt:

Bürgeramt im Neuen Rathaus
Niederwall 23
33602 Bielefeld

Abteilung Bürgerberatung / Anmeldung
Telefon: 0521-51-0
E-Mail: buegerberatung@bielefeld.de

Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag,
Freitag 7.30 - 16 Uhr
Mittwoch 7.30 - 13 Uhr
Donnerstag 7.30 - 18 Uhr
Samstag 9.30 - 12.30 Uhr

Abteilung Ausländerangelegenheiten / Beantragung Aufentaltstitel
Telefon: 0521-51-0
Fax: 0521 - 51 6195

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 8 - 12 Uhr
Donnerstag auch 14.30 - 18 Uhr

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