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Verortung im International Office
Das PROFIN – Projekt „Interkulturelle Kommunikation in Lern- und Arbeitsteams“ der Universität Bielefeld strebt, im Einklang mit der neuen Internationalisierungsstrategie der Universität, die Stärkung der interkulturellen Dimension im Studium an.
Durch die Analyse von Filmmaterial wird der Frage nachgegangen:
Wie arbeiten Studierende in Arbeitsgruppen zusammen bei einer international
bzw. interkulturellen Zusammensetzung der Gruppen?
Gleichzeitig wird die Integration in dem international geprägten Raum
Hochschule in verschiedenen Bereichen gestärkt:
Im Rahmen von Workshops und Projektseminaren werden zum einen Studierende
angeregt, die Kommunikation über nationale, kulturelle, fachspezifische
oder anders gezogene Grenzen hinaus zu tragen. In Kooperation mit der zentralen
studentischen Selbstverwaltung soll zum anderen die Interessenvertretung
internationaler Studierender auf der Fachebene erweitert werden. Zur
Unterstützung der Kommunikation zwischen Wohnheim - BewohnerInnen
untereinander, wie auch zwischen BewohnerInnen und Wohnheimverwaltung bzw.
Hausmeistern und sonstiger Studentenwerks-Administration, diente im Weiteren
die Entwicklung eines illustrierten dreisprachigen Wohnheimwörterbuchs.
Im Ausblick auf die Situation nach dem Studium werden unterstützende
Angebote zur gemeinsamen Berufsprofilbildung gemacht, in denen die Frage
gestellt wird:
Wie lassen sich internationale Erfahrungen gezielt weiterentwickeln, um
sie für die persönliche Berufswahl einzusetzen?
Die Stärkung der interkulturellen Dimension verspricht nicht nur, die Integration der Studierenden zu verbessern, sie fördert bewusst die Befähigung der Studierenden zur Arbeit im internationalen und interkulturellen Umfeld. Im Bielefelder PROFIN - Modellprojekt sind Studierende Akteure auf allen drei Projektebenen, sei es beim akademischen Arbeiten in interkulturellen Teams, bei der international ausgerichteten Projektkultur im universitären Raum, oder bei der gemeinsamen Berufsprofilbildung.
Das Projekt setzt auf den genannten drei Ebenen an, die man sich wie konzentrische Kreise vorstellen kann: Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit der Studierenden in heterogenen Gruppen in Kernsituationen des akademischen Arbeitens (1). Darum lagert sich als zweite Ebene die international ausgerichtete Projektkultur im universitären Raum (2). Diese beiden Ebenen stützen einander und beziehen sich auf den Verlauf des Studiums. Die dritte Ebene, bei der es um die Berufsprofilbildung von Studierenden geht, zielt auf die berufliche und damit letztlich die gesellschaftliche Integration internationaler Studierender sowie Absolventinnen und Absolventen (3).
Das Kernprojekt (1) wird mit drei Fakultäten durchgeführt. Dieser Projektteil wird von drei Spezialisten für interkulturelle Kommunikation und die Implementierung von Handlungskompetenzen wissenschaftlich begleitet. Vorrangig geht es in diesem Projekt um die Analyse der Gruppen-Zusammenarbeit und Vorschläge für ihre Weiterentwicklung. Der Projektteil Integration in den sozialen Raum Hochschule (2) wird in Kooperation mit mehreren Partnerinnen und Partnern in drei Teilen durchgeführt, die das kulturelle Leben an der Hochschule, die studentische Selbstverwaltung und die Situation in den universitären Wohnheimen umfassen. Der Projektteil gemeinsame Berufsbildung (3) ist eine Weiterentwicklung eines Teils des PROFIS - Projektes der FH Köln ("ProFit").