Zentrum für interdisziplinäre Forschung
 
 

Kolonialherrschaft und Schriftkultur. Sprach- und Kulturkontakt in kolonialen Diskurstraditionen der Amerikas

Termin: 20. - 22. Juni 2007

Leitung: Barbara Job, Sebastian Thies, Rosa Yañes Rosales (alle Bielefeld)

Die Tagung brachte erstmals Fachleute zu kolonialen Diskurstraditionen der Amerikas aus Kanada, den Vereinigten Staaten, Mexiko, Peru, Brasilien, den Niederlanden und Deutschland zusammen. Im Zentrum der äußerst intensiv geführten Diskussionen stand die Präsentation kolonialer Diskurstraditionen im Spannungsfeld unterschiedlicher Kulturformen (Mündlichkeit - Schriftlichkeit in ihren unterschiedlichen Ausprägungen), Grammatikauffassungen und Sprachkonzepten sowie kommunikativer Praxen und Identitätsbildungen. Der Vergleich der kolonialen Regionen - vom nördlichen Kanada bis ins Amazonasgebiet - und das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Forschungstraditionen - von Vertretern der Cultural Studies und Literaturwissenschaft über die anthropologische Linguistik bis zur Geschichtswissenschaft - öffnete für die Zukunft der Kolonialstudien zahlreiche Anstöße und bereicherte den Kontext der jeweiligen Fragestellungen. Die Tagung war denn auch geprägt vom intensiven interdisziplinären Gespräch, das sich nicht nur in der geplanten Publikation der Vorträge des Workshops, sondern auch in konkreteren gemeinsamen Forschungsprojekten sichtbar niederschlagen wird.



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