
Angesichts des rasanten Anstiegs von Datensammlungen und auch der Rechnerleistung gehört die Analyse von Paneldatensätzen in vielen wissenschaftlichen Bereichen mittlerweile zum Standardrepertoire. Dabei treten bei der statistischen Analyse von Paneldaten komplexe methodische Probleme auf, die zu vielen parallelen und komplementären Entwicklungen in den Unterdisziplinen und Anwendungsbereichen der mathematischen Statistik führen. Der Workshop hat die zentrale Rolle von Paneldaten und deren Analysen sowohl in der statistisch-methodischen als auch der anwendungsorientierten Forschung aufgezeigt, wobei Fragestellungen unter Berücksichtigung der fachspezifischen (methodischen und sprachlichen) Besonderheiten in den wissenschaftlichen Disziplinen Soziologie, Psychologie, Wirtschaftswissenschaften, Medizin und Biologie erläutert wurden. Intensive Diskussionen vor, während und nach den zehn einstündigen Vorträgen, eine spannende Roundtable-Diskussion aller Teilnehmer und das überwältigende Feedback nach dem Workshop haben gezeigt, dass der Workshop vielen seiner hohen Ansprüche gerecht wurde. Organisatoren und Teilnehmer haben sich auf eine Weiterführung des interdisziplinären Diskurses mit dem Ziel der gemeinsamen Anstrengung zu einer Integration der ökonometrischen, psychometrischen und soziometrischen Analysetraditionen verständigt.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Badi H. Baltagi (Syracuse, NY), Ursula Berger (Bielefeld), Eldad Davidov (Zürich), Christian Heinze (Bielefeld), Cheng Hsiao (Los Angeles, CA), Volker Lang (Tübingen), Herbert Matschinger (Leipzig), John J. McArdle (Los Angeles, CA), Joachim Möller (Nürnberg), Johan H. L. Oud (Nimwegen), Peter Schmidt (Gießen), Daniel Seddig (Bielefeld), Hermann Singer (Hagen), Martin Spieß (Hamburg), Peter Valet (Leonberg), Sven Voigtländer (Bielefeld), Gert G. Wagner (Berlin)