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Wir nutzen den Feuersalamander (Salamandra salamandra) in Deutschland und Europa als ein natürliches Untersuchungssystem um Prozesse adaptiver Differenzierung, die zu Artbildung führen können, zu untersuchen. Insbesondere haben wir ökologisch und genetisch eine Feuersalamander-Population im Kottenforst bei Bonn detailliert charakterisiert, in der Feuersalamander, die sich in stehenden Gewässern fortpflanzen und Feuersalamander, die sich in Bächen fortpflanzen, in jeweils distinkte genetische Kluster unter sympatrischen Bedingungen auf gespalten haben. Schwerpunkt der aktuellen Forschung auf diesem Gebiet ist nun die Klärung der zugrunde liegenden Mechanismen dieser Differenzierung. Als ein möglicher Mechanismus wird das so genannte „Assortative Mating“ zwischen den Feuersalamander-Typen mittels gezielter Partnerwahlexperimente untersucht. Weiterhin werden in Kooperationen die Geruchsstoffkomponenten, die eine Diskriminierung bzw. Wahl der ökologisch-genetisch differenzierten Feuersalamander ermöglichen könnten, und die Zusammensetzung von MHC-Resistenzgenen für die spezifischen Feuersalamander-Typen analysiert. Die Analyse des Ausbreitungs- und Wanderverhalten der Feuersalamander im Kottenforst mittels implantierter Transponder und Sender soll im Rahmen von Fang/Wiederfang-Studien Auskunft über die wahre Mobilität der terrestrischen Salamander in diesem Gebiet geben.

Professor Dr. Diethard Tautz, Max-Planck Institut für Evolutionsbiologie
Professor Fritz Trillmich, Verhaltensforschung der Universität Bielefeld
Professor Caroline Müller, Chemische Ökologie der Universität Bielefeld
Dr. Markus Weitere, Abteilung für Limnologie der Universität zu Köln
Dr. Susanne Hauswaldt, Zoologisches Institut der Universität Braunschweig
Deutsche Forschungsgemeinschaft: Ta99/16-1 (beendet), STE 1130/3-1 (beendet), STE 1130/3-2 (aktiv).
VolkswagenStiftung: I/83 230 (aktiv).
http://www.g-o.de/wissen-aktuell-7348-2007-11-06.html
Folgende relevante Publikationen zu diesem Thema können hier abgerufen werden:
Hendrix R,
Hauswaldt S, Veith M, Steinfartz S. 2010. Strong correlation
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revealed by Salamandra
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microsatellite loci. Molecular Ecology Resources.
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Kenntnisse über die Populationsdifferenzierung und Genfluß zwischen Populationen einer Art sollten die Basis für ein effektives mittel- bis langfristiges Schutzkonzept für eine bedrohte Art darstellen. Diesen Ansatz versuchen wir für die Populationen der Galápagos Meerechsen (Amblyrhynchus cristatus) umzusetzen. Unser Hauptziel hierbei ist es den Grad der genetischen Diversität und den genetischen Austausch zwischen den einzelnen Inselpopulationen abzuschätzen. Die genaue Kenntnis der Populationsstruktur und des Genflusses zwischen den Inselpopulationen wird ein Grundbaustein für die Identifizierung so genannter "Conservation Units" für diese Art sein und somit ein entscheidender erster Schritt für einen effektiven Schutz dieser einmaligen Tiere. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt in diesem System ist die Frage inwiefern kurzfristige, drastische Klimaschwankungen wie z. B. die El Niño Oszillation einen Einfluss auf die Populationsstruktur der Meerechsen gehabt haben.
Eine weitere Forschungslinie innerhalb der angewandten Naturschutzgenetik beinhaltet die Entwicklung standardisierter DNA-Marker für europäische Amphibienarten unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Arten. Das mittelfristige Ziel dieses Projektes ist es für jede Art ein Set kernkodierter Mikrosatelliten-Loci und einen hoch variablen mitochondrialen DNA Marker (z. B. das Cytochrom b oder die Kontrollregion (D-loop)) zu entwickeln. Diese Marker können dann für Fragestellungen im Rahmen von Naturschutzprojekten auf verschiedenen Ebenen gezielt eingesetzt werden. Durch die Verwendung derartiger standardisierter DNA Marker für dieselbe Art wird es möglich sein naturschutzrelevante Populationsparamter (z. B. Grad der Heterozygotie einer Population oder die effektive Populationsgröße) zwischen Regionen und sogar Ländern zu vergleichen. Die Informationen, die auf diese Weise gewonnen werden, sind daher eine wichtige Ressource für Personen, die unmittelbar im lokalen Naturschutz arbeiten, da so erst populationsgenetische Daten sinnvoll interpretiert werden können.
Dr. Adalgisa Caccone, Yale Universität (Meerechsen)
Scott Glabermann, Yale Universität (Meerechen)
Dipl. Biol. Monika Hachtel, Umweltstation Bonn
Dipl. Biol. Peter Schmidt, Umweltstation Bonn
Prof. Dr. Wolfgang Böhme, Museum König Bonn
Dr. Claudio Angelini, Universität Rom „La Sapienza“
Dr. Susanne Hauswaldt, Zoologisches Institut der Universität Braunschweig
Deutsche Forschungsgemeinschaft: STE 1130/2-1 (beendet), STE 1130/2-2 (beendet)
National Geographic: NGS 7589-04 (beendet)
FIF Mittel für Nachwuchsforscher der Universität Bielefeld
DAPTF seed grant 2006 für die Entwicklung molekularer Marker für Salamandrina perspicillata
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
http://www.dfg.de/gepris/nachweise/260588.html
http://www.g-o.de/wissen-aktuell-7567-2007-12-20.html
Folgende relevante Publikationen können abgerufen werden:
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Salamander und Molche der Familie der Salamandridae zeigen ein breites Spektrum von spezifischen Verhaltensmuster bei der Paarung. Viele dieser Verhaltensmuster sind art- oder gattungsspezifisch. Um die Evolution dieser spezifischen Verhaltensmuster zu verstehen, kann man die Verhaltensmuster auf einen Stammbaum kartieren, der von einem unabhängigen Marker (z. B. einem molekularen Marker) erzeugt worden ist. Indem wir diesen Ansatz benutzen, können wir für die semi-aquatischen Molche der Gattung Triturus zeigen, dass viele der als bisher homolog betrachteten Paarungsverhaltensweisen parallel entstanden sein müssen. Für die Zukunft suche ich nach Kooperationen die Erklärungsansätze für die parallele Evolution von solch komplexen Paarungsverhaltensweisen bei Salamandern bieten können.

Dr. Adalgisa Caccone, Yale Universität
Dr. J.W. Arnzten, National Natural History Museum – Naturalis, Leiden
Dr. Saverio Vicario, Universität Bari
Folgende relevante Publikationen können abgerufen werden:
Krause T E,
Steinfartz S & Caspers B A. 2011. Poor Nutritional
Conditions
During the Early Larval Stage Reduce Risk-Taking Activities of Fire
Salamander Larvae (Salamandra
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Die Stammesgeschichte oder Phylogenie einer Art oder einer Gruppe von Arten ist ein entscheidender Bestandteil um evolutive Prozesse der Morphologie und des Verhaltens zu verstehen. Im Idealfall sollte die korrekte Systematik einer Art auch deren wahre Phylogenie widerspiegeln. Daher kommt der korrekten systematischen Klassifizierung einer Art eine große Bedeutung zu, da diese Klassifizierung in verschiedenen biologischen Disziplinen wie der Ökologie, Evolution und dem Naturschutz unkritisch benutzt wird. Ich verwende vor allem molekulare Marker um phylogenetische Verhältnisse innerhalb der Familie der Salamandriden zu analysieren. Diese neu gewonnen Erkenntnisse versuche ich dann in eine aktualisierte und verbesserte Systematik umzusetzen.

Prof. Michael Veith, Universität Trier
Dr. Lucio Bonato, Universität Padua
Dr. Gunter Köhler, Senckenberg Museum
Folgende relevante Publikationen können abgerufen werden:
Hauswaldt J S,
Angelini C, Pollok A & Steinfartz S. 2011.
Hybridization of two ancient salamander lineages: molecular evidence
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of
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Veith M,
Lipscher E, Öz M, Kiefer A, Baran I, Polymeni RM, Steinfartz
S. 2008. Cracking the nut:
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Phylogenetics and Evolution
47: 916-931. (doi:
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Koehler
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atra. Italian
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Veith
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Veith
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