Evaluation des Landesprogramms Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz

Kurzbeschreibung

Nach der Wahl zum 4. Sächsischen Landtag haben die Christlich-Demokratische Union Deutschlands und die Sozialdemokratische Partei Deutschlands im Koalitionsvertrag vereinbart, ein Programm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit im Freistaat Sachsen zu initiieren. Das Engagement für Demokratie und Toleranz wird auch in der 5. Legislaturperiode durch die Koalition aus CDU und FDP fortgeführt. In diesem Zusammenhang können Projekte und Maßnahmen gefördert werden, die a) Extremismus, insbesondere Rassismus und Antisemitismus, in unserer Gesellschaft abbauen helfen, b) demokratische Werte stärken, demokratische Handlungskompetenzen fördern sowie bürgerschaftliches Engagement motivieren, c) Toleranz und Akzeptanz unterschiedlicher religiöser, kultureller, ethnischer Zugehörigkeiten oder sexueller Orientierungen fördern und stärken, d) zum interkulturellen und interreligiösen Austausch beitragen, e) Opfer von Gewalt qualifiziert beraten und unterstützen, f) Multiplikatoren und Fachkräfte ausbilden, fortbilden und deren Arbeit inhaltlich und methodisch betreuen, g) zu einem lokal oder regional vernetzten Gemeinwesen unter Beteiligung maßgeblicher staatlicher und nichtstaatlicher Institutionen sowie relevanter Akteure beitragen, h) durch beratende und wissenschaftliche Begleitung von Maßnahmen eine nachhaltige Entwicklung innovativer Handlungskonzepte initiieren.

Die Evaluation des Landesprogramms "Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz" wird vom proVal-Institut und dem Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld gemeinsam durchgeführt. Die Evaluation umfasst neben der Weiterentwicklung der Förderkriterien durch die Analyse der Programmziele und der Förderpraxis und der Analyse der Wirksamkeit von 15 Projekten auch die Unterstützung ausgewählter Projekte durch einen kontinuierlichen, bedarfsgerechten Coaching-Prozess. In das Coaching ist die Aktion Zivilcourage als Praxispartner mit langjährigen Erfahrungen bei der Projektumsetzung eingebunden.

Laufzeit
8/2012 bis 6/2014
Drittmittelprojekt
ja
Externe Kooperationspartner
proVal - Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse, Beratung und Evaluation
Projektleitung
Herr Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer
Herr PD Dr. Rainer Strobl
Herr Dr. Olaf Lobermeier
ProjektmitarbeiterInnen
Dr. Jana Klemm
Dr. Alexander Mewes
Auftraggeber
Sächsisches Staatsministerium des Innern / Landespräventionsrat