Kollektive Identitätsbildungsprozesse von Muslimen in öffentlichen Konflikten

Kurzbeschreibung
Der Untersuchungsansatz zeichnet sich dadurch aus, dass kollektive Identitäten nicht alleine aus Selbstdeutungen abgeleitet werden, sondern auf das praktische Handeln der Muslime (unter Berücksichtigung von Kontextbedingungen der Aufnahmegesellschaft, hier: Deutschland) bezogen werden. Mit anderen Worten ausgedrückt, liegt bei der Bearbeitung der Fragestellung der Hauptakzent auf der Materialität von Identitäten, die vornehmlich mit Blick auf das öffentliche Handeln muslimischer Gruppen exploriert wird.
Das öffentliche Handeln wird dabei entlang den Repräsentationen islamischer Religiosität im öffentlichen Raum wie z.B. Moschee- bzw. Minarettbau und Gebetsruf analysiert. Dem Ziel, für religiöse Symbole öffentliche Anerkennung zu erlangen, gehen dabei die verschiedenen Strömungen (Orthodoxie, Mystik, politischer Islam) mittels öffentlicher Diskurse (Medium der Forderung nach Anerkennung) nach, die sie zudem islamisch übersetzen. Da diese Forderungen den öffentlichen Raum (Forum der Forderung nach Anerkennung) betreffen, erweist sich die Forderung nach Anerkennung als äußerst konfliktträchtig, was wiederum in die Konstruktion muslimischer Identitäten als Erfahrung eingehen und ein Teil des Selbstverständnisses werden müsste.
Laufzeit
01.11.2000-31.10.2003
Drittmittelprojekt
ja
Projektleitung
Herr Dr. Levent Tezcan
ProjektmitarbeiterInnen
Frau Filiz Kutluer
Kalkan, Özkan
Beteiligte Einrichtungen
Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung
Gefördert durch
Volkswagen Stiftung