Evaluation des Landesprogramms "Weltoffenes Sachsen - für Demokratie und Toleranz"

Kurzbeschreibung
Mit der Wahl zum 4. Sächsischen Landtag am 19. September 2004 haben die Christlich-Demokratischen Union Deutschlands und die Sozialdemokratischen Partei Deutschlands im Koalitionsvertrag ein Programm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit im Freistaat Sachsen vereinbart. Das übergeordnete Ziel dieses Programms besteht darin, die demokratische Kultur in Sachsen zu fördern und zu stärken. In diesem Zusammenhang werden 5 Einzelziele verfolgt:

- Die Wahrnehmung von Extremismus, Rassismus und Antisemitismus als andauernde Themen mitten in der Gesellschaft,
- die Stärkung demokratischer Werte in einer aktiven Bürgergesellschaft,
- die Mobilisierung der sächsischen Bürger gegen totalitäres Denken und für Toleranz und Solidarität,
- die Qualifizierung und Beratung von Fachkräften im Umgang mit Gewalt und Extremismus sowie
- der Opferschutz.

Das vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld und proVal verfolgte Evaluationskonzept sah auf der Programmebene eine Analyse und Beschreibung von Förderentscheidungen sowie eine Untersuchung zur Umsetzung der Programmziele durch die geförderten Maßnahmen vor.

Auf der Projektebene wurde bei 12 Projekten eine Überprüfung der Konzeption und der Umsetzung und bei 6 Projekten eine Wirkungsanalyse durchgeführt. Bei der Festlegung der zu evaluierenden Projekte sind die verschiedenen Projekttypen des Landesprogramms wie Vernetzung, Demokratievermittlung, Multiplikatorenschulung oder Toleranzförderung berücksichtigt worden.

Die Ergebnisse der Evaluation haben dazu beigetragen, die zu einem bestimmten Typus gehörigen Projekte optimal zu konzipieren und durchzuführen. Das Gesamtprogramm wurde durch die wissenschaftliche Begleitung kontinuierlich verbessert und in seiner Konzeption optimiert. Die Evaluation orientiert sich an den Standards der Deutschen Gesellschaft für Evaluation (DeGEval 2004).
Laufzeit
01.12.2007-31.12.2008
Drittmittelprojekt
ja
Externe Kooperationspartner
proVal - Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse, Beratung und Evaluation
Projektleitung
Herr Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer
ProjektmitarbeiterInnen
Herr Dr. Rainer Strobl
Herr Dr. Kai Unzicker
Herr Olaf Lobermeier
Beteiligte Einrichtungen
Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung