Zuwanderung, Figuration, Konflikt: Eine vergleichende sozialraumbezogene Analyse in Bradford und Duisburg

Kurzbeschreibung
Das Forschungsvorhaben soll sich als vergleichende sozialraumbezogene Studie mit dem Wandel der Gruppenbeziehungen zwischen Zuwanderern und Alteingesessenen in Duisburg-Marxloh und Bradford-Manningham befassen, die beide Schauplatz von Intergruppenkonflikten zwischen Einwanderern und Alteingesessenen waren. Methodisch setzt es mit den Mitteln der qualitativen Feldforschung an. Das wissenschaftliche Erkenntnisinteresse ist ein Doppeltes: Zum einen sollen die Studien in den beiden mittelgroßen ehemaligen Industriestädten die Herausbildung und den Wandel der Gruppenfigurationen im Verhältnis von Zuwanderern und Alteingesessenen seit Mitte der 50er Jahre rekonstruieren. Zum anderen soll der Vergleich der Figurationsprozesse zur Beantwortung der Fragen beitragen, warum es in Bradford wiederholt zu gewaltförmigen Gruppenkonflikten bzw. zu riots kam, und warum die grundsätzlich auch in Duisburg zu beobachtenden Gruppenkonflikte (z. B. der Gebetsrufkonflikt) trotz einiger, den lokalen Kontext betreffender Parallelen in z. B. ökonomischer, demographischer und sozialstruktureller Hinsicht bislang nicht gewaltsam eskaliert sind. Das praktisch-politische Erkenntnisinteresse der vergleichenden Analyse zielt auf die Beantwortung der Fragen, wer wo und wie ansetzen sollte, um gewaltförmigen Gruppenkonflikten in den zugrunde liegenden Konstellationen vorzubeugen.
Laufzeit
01.01.2009-31.12.2011
Drittmittelprojekt
ja
Projektleitung
Herr Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer
Herr Dr. Jörg Hüttermann
Beteiligte Einrichtungen
Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung
Gefördert durch
Deutsche Forschungsgemeinschaft