Religion als Faktor der Radikalisierung

Kurzbeschreibung

Das Projekt "Religion als Faktor der Radikalisierung" schließt an die Forschung über junge Menschen im gewaltbereiten Islamismus an, wirft aber nun einen genaueren Blick auf den Einfluss religiöser Bindungen und Orientierungen und den Prozess der Radikalisierung.

In dem Verbundprojekt führen das Institut für Islamische Theologie an der Universität Osnabrück und das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld gemeinsame empirische Analysen zu den Feldern Radikalisierung und Prävention durch. Der Fokus liegt dabei auf dem Religions­verständnis junger Menschen und dem möglichen Einfluss religiöser Weltvorstellung auf Radikalisierungsprozesse. Dabei wird der Faktor der Religion in Radikalisierungs­prozessen junger Menschen aus einer islamwissenschaftlichen, theologischen, erziehungswissenschaftlichen, soziologischen und sozialpsychologischen Perspektive betrachtet.

Das Forschungsvorhaben stützt sich auf eine Vielzahl von empirischen Erhebungen. Zum einen sollen die WhatsApp-Chatprotokolle einer radikal salafistischen Jugendgruppe mit weiteren Dialogen und Diskurssequenzen aus anderen sozialen Medien kontrastiert werden. Zum anderen sollen Experteninterviews mit Berater*innen geführt werden, die in Präventionsmaßnahmen direkten Kontakt zu radikalisierten Personen haben. Darüber hinaus sollen Fokusgruppeninterviews mit jungen Menschen geführt werden, um das Religionsverständnis junger Menschen mit demjenigen einer radikal salafistischen Jugendgruppe zu vergleichen.

Ziel des Forschungsvorhabens ist eine Handreichung mit Handlungsempfehlungen für pädagogische Fachkräfte, die in Maßnahmen der Radikalisierungsprävention eingebunden sind.

Laufzeit
01/2018-12/2019

Projektleitung
Prof. Dr. Andreas Zick

Projektmitarbeiter*innen
Viktoria Roth M.A.
Fabian Srowig B.A.

Förderung
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)