Gewalt bezogene Normen, Einstellungen und Überzeugungen junger Männer in hoch riskanten urbanen Stadtteilen

Kurzbeschreibung

Ziel des Forschungsprojektes ist es, den Mangel an empirischer Vergleichsforschung und theoretischen Erklärungsansätzen zu Gewalt bezogenen Normen junger Männer in urbanen Räumen, die durch ein hohes Gewaltniveau gekennzeichnet sind, in verschiedenen Regionen der Welt zu überwinden. Zu diesem Zweck schlagen wir vor, Gewalt bezogene Normen, Einstellungen und Überzeugungen von gewaltbereiten und mainstream Jugendlichen in hoch riskanten urbanen Stadtteilen in Deutschland, Pakistan und Südafrika zu vergleichen. Um diese Ziele zu erreichen, bedarf es empirischer Daten, die anhand von Fokusgruppeninterviews (vor und nach der Hauptuntersuchung), qualitativen Interviews mit Jugendlichen sowie mit Experten in den drei Ländern gewonnen werden sollen. Darüber hinaus führen wir im Anschluss Workshops mit lokalen Feldexperten durch, die nicht nur dazu beitragen sollen, unsere Erkenntnisse zu verbreiten, sondern auch die Feldarbeit dadurch zu komplettieren, dass man diese diskutiert und unsere Interpretationen verfeinert. Befragt werden männliche Heranwachsende zweier Altersgruppen (12-16 und 17-21 Jahre), die unterschiedlich stark in gewalttätiges Verhalten involviert sind, um einen besseren Eindruck vom Spektrum Gewalt bezogener Normen, Einstellungen und Überzeugungen zu gewinnen.

Laufzeit
06/2015 bis 05/2018

Projektleitung
Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer

Projektmitarbeiter*innen
Dr. Ahmed Al Ajlan
Dr. Simon Howell (Kapstadt)
Dr. Sebastian Kurtenbach
Dr. Muhammad Zaman (Islamabad/Bielefeld)
Dr. Steffen Zdun

Förderung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)