Konfliktverstehen und -management im Ehrenamt der Flüchtlingshilfe

Kurzbeschreibung

Dieses Forschungsprojekt identifiziert und analysiert wiederkehrende Konflikte in und um Asylunterkünfte, von denen ehrenamtliche Mitarbeiter*innen direkt oder indirekt betroffen sind. Erkenntnisse über den Ablauf und die Regulierung solcher Konflikte sind bisher kaum systematisch untersucht worden. Darüber hinaus finden Theorien zum Prozess der Konfliktentstehung, -eskalation, -reduktion wie auch Prävention und Interventionsmöglichkeiten selten Eingang in den Alltag der Ehrenamtlichen. Eine Expertise über die Konflikte soll so aufbereitet werden, dass der Transferprozess vom Wissen zur Praxis enger und zuverlässiger gestaltet werden kann, da Konflikte eine wesentliche Barriere für das ehrenamtliche und zivilgesellschaftliche Engagement darstellen.
Zielsetzung ist deshalb die Bereitstellung einer Handreichung für Ehrenamtliche, die Wissen und Handlungsanleitungen für ein verbessertes Konfliktmanagement sowie Möglichkeiten zur Konfliktprävention und -intervention zur Verfügung stellt.
Das Forschungsprojekt bedient sich Methoden der qualitativen Sozialforschung. Dabei werden ehrenamtlich Tätige an unterschiedlichen Standorten in ganz Deutschland mittels problemzentrierter Interviews befragt. Hierbei stehen das individuelle Konflikterleben sowie die Konfliktbearbeitung im Fokus. Für einen umfassenden Erkenntnisgewinn werden zudem Expert*inneninterviews mit Unterkunftsmanager*innen sowie Sozialarbeiter*innen der Unterkünfte geführt. Im Zentrum des Erkenntnisinteresses stehen die Fragen: Welche Konfliktarten treten (wiederkehrend) auf? Welche unterschiedlichen Akteure sind darin involviert? Welche Formen der Behandlung von Konflikten finden bereits statt?

Laufzeit
08/2016-09/2017

Projektleitung
Prof. Dr. Andreas Zick

Projektmitarbeiter*innen
Thomas Praßer
Andrea Rumpel
Sophia Fresen
Beatrix Kroschewski

Förderung
Bundeskanzleramt