Institut für Wissenschafts- und Technikforschung (IWT)
 
Kompetenzzentrum Bibliometrie
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Forschungsevaluation und Bibliometrie 

Das IWT verfügt über weitreichende Erfahrungen in der Entwicklung und Anwendung von Wissenschaftsindikatoren auf der Basis quantitativer, insbesondere bibliometrischer Verfahren. Diese Methoden werden u.a. für die Bewertung von Forschungsleistungen genutzt - nicht nur zur Produktion mehr oder weniger fragwürdiger Ranglisten, sondern auch direkt zur Steuerung von Ressourcen. Neben den Konzernen Thomson Reuters und Reed Elsevier als Herstellern von Zitationsdatenbanken haben eine ganze Reihe kommerzieller, halbkommerzieller und akademischer Akteure Bibliometrie inzwischen als lukratives Geschäftsfeld entdeckt.

Das Entstehen einer Szene von "Rating-Agenturen" für die Wissenschaft wirft grundsätzliche Fragen auch in Bezug auf das Verhältnis von Selbst- und Fremdsteuerung des Systems auf. Über die langfristigen Rückwirkungen bibliometriegesteuerter Mittelallokationen auf das Wissenschaftssystem gibt es bisher keine gesicherten Erkenntnisse. Das Engagement des IWT umfasst deshalb neben Beiträgen zur theoretischen und methodischen Weiterentwicklung bibliometrischer Indikatoren vor allem auch die kritische Reflexion ihres Einsatzes. Darüber hinaus ist Bibliometrie als Instrument der Wissenschaftsforschung selbst einsetzbar, z.B. zur Untersuchung der Frage nach der Obsoleszenz wissenschaftlichen Wissens oder zur Beobachtung des Entstehens neuer wissenschaftlicher Spezialgebiete. Von der Rückbindung der empirischen Forschungsarbeiten zur Bibliometrie an die anderen, analytisch orientierten Ansätze innerhalb des IWT profitieren beide Seiten.

Kontakt: Dr. Matthias Winterhager

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