Adresse

->Postanschrift:
Universitätsarchiv Bielefeld
Universitätsstr. 25
D-33615 Bielefeld
Hausanschrift:
Universitätsarchiv Bielefeld
Morgenbreede 39
D-33615 Bielefeld
Tel.: (0521) 106-4009/-4024
Fax: (0521) 106-2964
E-Mail: archiv@uni-bielefeld.de
Raum: BVH H01-031/H01-032
(Behördenverwaltungshaus/H-Gebäude)

Öffnungszeiten

->Montag - Freitag, 9.00-12.00 Uhr u. nach Vereinbarung
Bitte vereinbaren Sie vorher einen Termin, da auch während der "Öffnungszeiten" Aufgaben außerhalb der Archivräume wahrgenommen werden müssen.

Aktuell 

->Hilfskraft gesucht

Ab dem 1. Januar 2019 und zunächst für sechs Monate (Verlängerung möglich) ist im Universitätsarchiv Bielefeld die Stelle einer studentischen Hilfskraft mit 12 Stunden wöchentlich zu besetzen.

In erster Linie sollen Nachlässe (u.a. des langjährigen Rektors Karl Peter Grotemeyer) sowie weitere Altaktenbestände des Universitätsarchivs geordnet, erschlossen und verzeichnet werden. Darüber hinaus soll an den Digitalisierungsprojekten des Archivs mitgearbeitet werden. Weiterhin sind die archivischen Sammlungen (u.a. Flugblätter, Fotos, Plakate, Zeitungsausschnitte) zu betreuen.

Neben dem generellen Interesse an Archivarbeit sind Kenntnisse der Office-Anwendungen notwendig. Grundkenntnisse in den Bereichen Organisationsstruktur der Universität Bielefeld sowie Kenntnisse im Bereich der "neuen Medien" sind wünschenswert.

Bewerbungen (mit einem kurzen Lebenslauf) werden bis zum Mittwoch, den 10. Oktober 2018 erbeten an: Kanzler der Universität Bielefeld, z. Hd. Martin Löning, Universitätsarchiv, H01-31, Tel. 106-4009, E-Mail: martin.loening@uni-bielefeld.de

Fabian Hartl, 17. September 2018

 

->Neue Aufbewahrungsrichtlinien für die Universität in Kraft

Das Rektorat hat in seiner Sitzung vom 19. April 2018 neue Richtlinien über Aufbewahrung, Aussonderung, Archivierung und Vernichtung von Unterlagen für die Universität Bielefeld beschlossen, die mit der Veröffentlichung in den Amtlichen Bekanntmachungen der Universität am 4. Juni 2018 in Kraft getreten sind und die nicht so ausführlichen und in Teilen überholten Richtlinien von 2003 ablösen.

Intention:
Die neuen Richtlinien dienen dem Ziel archivwürdige Unterlagen für die Nachwelt zu erhalten und Verluste von Kulturgut zu vermeiden. Sie bieten darüber hinaus einen Handlungsrahmen und Orientierung für den Umgang mit Unterlagen aus Fakultäten und Einrichtungen der Universität. Im Ergebnis stellen die Richtlinien eine erstmalige Zusammenfassung der rechtlichen Grundlagen der Aufbewahrung von Unterlagen dar, die die Aufbewahrungsfristen im Sinne einer Entlastung der unterlagenproduzierenden Stellen möglichst kurz zu halten versucht.

Adressaten:
Die Richtlinien richten sich in erster Linie an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Zentralverwaltung und in den dezentralen Verwaltungsstellen, die für eine ordnungsgemäße Ablage und Aufbewahrung von Unterlagen zuständig sind.
Angesprochen sind auch Personen und Einrichtungen, die nach dem Archivgesetz ihre Unterlagen nicht einem öffentlichen Archiv anbieten müssen, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (insb. Professorinnen und Professoren) oder Einzelpersonen, Vereine und Vereinigungen aus dem Umfeld der Universität. Auch ihnen bieten die Richtlinien Orientierung und zeigen Möglichkeiten der Handhabung der eigenen Unterlagen auf.

Unterstützungsangebot:
Die Richtlinien gelten für analoge und digitale Unterlagen gleichermaßen. Wenn Unklarheiten in der Handhabung spezieller Unterlagen Ihres Bereichs bestehen, sollten Sie nicht zögern, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Universitätsarchivs auch persönlich um Rat zu bitten. Auf den Internetseiten des Archivs finden Sie zudem weitere Informationen zur Aktenführung, Aktenaufbewahrung und Archivierung. So gibt das Dokumentationsprofil des Universitätsarchivs Auskunft darüber, welche Unterlagenarten archiviert werden sollten und an welchen kein Interesse zur dauerhaften Aufbewahrung besteht. Darüber hinaus gibt es dort eine Zusammenstellung von oft gestellten Fragen und Antworten zu diesem Thema (FAQ-Bereich).

Bitte nehmen Sie sich die Zeit, den allgemeinen Teil der Richtlinien zur Kenntnis zu nehmen und sich mit den konkreten Fristen für Ihren speziellen Bereich vertraut zu machen. Die Richtlinien sollten den Umgang mit den nicht mehr benötigten Unterlagen erleichtern und dazu beitragen, dass eine geregelte Abgabe an das Archiv wie bisher positiv funktioniert. Zögern Sie nicht, im Universitätsarchiv um Rat und Hilfe zu bitten.

Martin Löning, 5. Juni 2018

 

->Bestand des Audiovisuellen Zentrums (AVZ) erschlossen

Das Audiovisuelle Zentrum (AVZ) der Universität Bielefeld bestand von 1978 bis 2007 (Reorganisation und Umbenennung in Service-Center Medien). Kai Formanski, studentische Hilfskraft im Universitätsarchiv, bearbeitete und verzeichnete den Bestand unter Mithilfe von Universitätsarchivar Fabian Hartl.
Das AVZ führte in seiner Bestehungszeit weit über hundert Filmprojekte durch, wobei sich die Materialien von 16mm in der Anfangszeit zu videogestützen Systemen (Betacam, Umatic, S-VHS) wandelten. Einige dieser Videoproduktionen befinden sich in der Filmsammlung des Universitätsarchivs. Daneben war das AVZ für eine Ausleihe von AV-Geräten und AV-Materialien zuständig (an Mitarbeitende und Studierende) und beherbergte eine kleine Reparaturwerkstatt sowie eine Grafikabteilung.
Der Archivbestand enthält umfangreiche Unterlagen zu den verschiedenen Gremien des AVZ, zur Struktur und inneren Ordnung und zu allgemeinen Projekten. Besonderes Augenmerk ist hier auf das umfassende Material zu den Filmen über die Laborschule zu legen.

Fabian Hartl, 3. Mai 2018

 

->Universitätsarchiv auf Wikipedia vertreten

Seit neuestem ist das Universitätsarchiv mit einer eigenen Seite im Onlinelexikon Wikipedia vertreten. Dort gibt es Informationen zur Entstehung und Geschichte des Archivs sowie zu besonderen Beständen.
Weiterhin wurden auf den Wikipedia-Seiten herausragender Persönlichkeiten, deren Wirken mit der Universitätsgeschichte verknüpft ist und deren Nachlässe im Universitätsarchiv liegen, Vermerke zum Auffinden dieser Informationen gemacht.
Hier kommen sie direkt zur Wikipedia-Seite des Universitätsarchivs.

Fabian Hartl, 24. März 2018

 

->Relaunch der Website

Der Relaunch der Website des Universitätsarchivs ist vollzogen worden. Seit dem 6. Dezember 2017 ist die überarbeitete Version online. Sie bietet neue Inhalte für potenzielle Archivnutzer, Informationen über die Universitätsgeschichte und Hilfestellungen für Verwaltungsangestellte.
Besonders im Bereich Öffentlichkeitsarbeit lohnt sich ein regelmäßiger Besuch, da die Bereiche zur Bibliographie über die Universitätsgeschichte und der archivierten Ausstellungen laufend erweitert werden.
Darüber hinaus ist die neue Version der Website möglichst barrierearm gehalten und somit besser auf mobilen Endgeräten darstellbar.

Fabian Hartl, 7. Dezember 2017

 

->Plakatsammlung erschlossen

Die Plakatsammlung des Universitätsarchivs wurde im Jahr 2017 vollständig erschlossen. Der momentan 1121 unterschiedliche Stücke umfassende Bestand hat seinen Ursprung in der Sammlung des ehemaligen Pressesprechers der Universität Bielefeld, Dr. Gerhard Trott. Seit dessen Abgabe an das Universitätsarchiv im Jahr 1996 werden durch das Archiv systematisch Plakate gesammelt, sodass die Sammlung stetig weiter wächst.

Fabian Hartl, 1. Juni 2017


->Universitätsarchiv Kooperationspartner im Langzeitprojekt "Niklas Luhmann - Theorie als Passion" der NRW-Akademie

Das Ziel der von der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste geförderte Langzeitprojekts (2015-2030) der Fakultät für Soziologie in Verbindung mit dem Universitätsarchiv Bielefeld und der Universitätsbibliothek Bielefeld sowie dem Cologne Center for eHumanities (CCeH) ist die Sicherung, Erschließung, werkgenetische Erforschung und kritische Edition des wissenschaftlichen Nachlasses Niklas Luhmanns (1927-1998). Zu diesem Zweck werden die bewahrenswerte Teile des Nachlass (Manuskripte, Zettelkasten, Korrespondenz, Bibliothek etc.) zunächst bis 2017 archivarisch gesichert und in den Teilen, die wissenschaftlich erschlossen werden sollen, digitalisiert sowie für die weitere Bearbeitung bereitgestellt. Die daran anschließende kritische Edition will den Luhmannschen Nachlass als geistesgeschichtliches Dokument der wissenschaftlichen Forschung sowie der interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen.

In einem ersten Teilprojekt (bis 2017) wird der Gesamtnachlass archivwissenschaftlich nach den „Regeln zu Erschließung von Nachlässen und Autographen (RNA)“ durch das Universitätsarchiv bearbeitet. Die vor und während der Nachlasserschließung durchzuführende innere Strukturierung des Nachlasses folgt dabei weitgehend den dort empfohlenen Gliederungsgruppen. Das bei der Erschließung des Gesamtnachlasses entstehende Findbuch wird nach Abschluss des Gesamtprojekts über die üblichen Internetportale – Kalliope, Zentrale Datenbank Nachlässe (ZDN) des Bundesarchivs – sowie auf dem im Rahmen des Projekts entwickelten Luhmann-Portal zugänglich gemacht.

Martin Löning, 3. Juli 2015

 

->Neu: Dokumentationsprofil des Universitätsarchivs

Als Orientierungsrahmen für die wichtigsten Teile der zu archivierenden Unterlagentypen hat das Universitätsarchiv ein Dokumentationsprofil erstellt. Bei Fragen oder Unklarheiten wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Universitätsarchivs.

Zu finden ist das Dokumentationsprofil unter den Menüpunkten "Aufgaben" sowie "Links und Downloads".

Dokumentationsprofil des Universitätsarchivs Bielefeld

Martin Löning, 23. Februar 2015
 

->Das Universitätsarchiv ist nach erfolgtem Umzug wieder geöffnet :

Nachdem am 1. Oktober 2013 die letzten Regale im Magazinbereich aufgestellt und die letzten Bestände eingeräumt worden sind, ist das Universitätsarchivam neuen Standort im H-Gebäude(ehem. BLB/Staatshochbauamt) an der Morgenbreede 39  nun wieder für die Nutzerinnen und Nutzergeöffnet. Für die nächsten Jahre, bis zur Fertigstellung des 1. Bauabschnitts des zu modernisierenden Universitätshauptgebäudes, wird dies die Adresse des Universitätsarchivs sein.

Nahezu alle Magazinräume und die Büros der Mitarbeiter und Hilfskräfte befinden sich nun auf einer Ebene, was die Wege deutlich verkürzt. Der nun zur Verfügung stehende Magazinplatz ermöglicht auch größere Zugänge der von der Modernisierung betroffenen Fakultäten und Einrichtungen. In den nächsten Tagen wird bereits die Laborschule eine wegen des Archivumzugs verschobene, umfangreiche Abgabe von Akten und Unterlagen zur Frühphase dieses wesentlichen Bestandteils des Reformkonzepts der Universität Bielefeld vornehmen.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme per Mail oder per Telefon und laden Sie ein, die neuen (vorübergehenden) Räumlichkeiten persönlich in Augenschein zu nehmen.

Martin Löning, 6. Oktober 2013

 

->Ausstellungspublikation "Wie gründet man Universitäten?" jetzt online

Aufgrund der großen nachfrage ist die Ausstellungspublikation"Wie gründet man Universitäten? Helmut Schelskys Konzept und der gelungene Start der Universität Bielefeld" nun online verfügbar. Die Kapitel sind einzeln anwählbar.

Milla Middeke, 26.12.2012

 

->Ausstellungspublikation "Wie gründet man Universitäten?" leider vergriffen

Leider ist die als "Spätfolge" der Ausstellung des Universitäsarchivs "Wie gründet man Universitäten? Helmut Schelskys Konzept und der gelungene Start der Universität Bielefeld" Ende des vergangenen Jahres erschienene Publikation vergriffen. Ein Nachdruck wird angestrebt.

Martin Löning, 4. Juli 2012

 

->Ausstellungspublikation "Wie gründet man Universitäten?"

Die anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Universität Bielefeld im November und Dezember 2009 gezeigte Ausstellung des Universitätsarchivs "Wie gründet man Universitäten? Helmut Schelskys Konzept und der gelungene Start der Universität Bielefeld" ist Ende November 2011 als umfangreiche Ausstellungspublikation fertiggestellt worden. Die Mitarbeiter des Archivs folgten damit der Anregung vieler Ausstellungsbesucher, die die Ausstellung gerne "mit nach Hause nehmen" wollten. Die reich bebilderte, 109 Seiten starke Publikation nimmt die Inhalte der Ausstellung auf, wurde jedoch um eine Reihe schriftlicher Dokumente, die einen vertieften Zugang in die Thematik der Universitätsgründung ermöglichen, ergänzt.

Martin Löning, 8. Februar 2012

 

->Bestand der Fakultät für Rechtswissenschaft steht Nutzern zur Verfügung

Die Bearbeitung der im März 2011 an das Universitätsarchiv erfolgten Abgabe der Fakultät für Rechtswissenschaft ist nun abgeschlossen und öffentlich nutzbar. Bei dem Bestand, der 186 Archiveinheiten umfasst, handelt es sich um Akten aus den Jahren 1969 bis 2006. Bis bis auf zwei Akten über die Fachbereichskonferenz, die Fakultätskommission und das Dekanat dokumentieren sie ausschließlich die Berufungsangelegenheiten der Fakultät. Der Bestand ist unter den üblichen Bedingungen des Nordrhein-Westfälischen Archivgesetzes zu den Öffnungszeiten des Archivs einsehbar.

Milla Middeke, 16. Januar 2012

 

->Notfallverbund der Archive und Bibliotheken in Bielefeld gegründet

Der Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln im März 2009 und der Brand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar im September 2004 haben die Gefährdung und den Schutz von Kulturgut nachdrücklich in den Fokus der Gesellschaft gerückt. Schadensereignisse hatte es vorher bereits beim Elbhochwasser 2002 und auf lokaler Ebene gegeben, ohne dass diese von den Medien und der Öffentlichkeit nachhaltig registriert wurden.

Mit der Bildung von Notfallverbünden reagiert die archivisch-bibliothekarische Fachwelt auf die jüngsten Ereignisse und auf die Herausforderung des Kulturgutschutzes überhaupt. Notfallverbünde existieren inzwischen u.a. in Berlin, Münster, Hannover, Dresden, Magdeburg, Weimar und Karlsruhe.

Am 12. Oktober 2011 haben die Träger von insgesamt sechs Archiven und vier Bibliotheken in Bielefeld die Vereinbarung "Notfallverbund der Archive und Bibliotheken in Bielefeld" unterzeichnet. Diese Vereinbarung regelt und optimiert die gegenseitige Unterstützung in einem etwaigen Großschadensfall: Abstellung von qualifizierten Hilfskräften für die Bergung und Sicherung von Kulturgut, Bereitstellung von Bergungs- und Aufbewahrungsmaterialien und die befristete Überlassung von Ausweichdepotflächen. Hilfeleistungen, die hoffentlich niemals benötigt werden!

Die Federführung der Arbeitsgruppe "Notfallverbund" liegt beim Stadtarchiv Bielefeld, die Stellvertretung übernimmt die Universitätsbibliothek. Neben dem Stadtarchiv und der Universitätsbibliothek sind auch das Archiv der Stadtwerke Bielefeld, das Archiv des Evangelischen Johanneswerks e.V., das Hauptarchiv der v. Bodelschwinghschen Stiftungen, das Landeskirchliche Archiv der Evangelischen Landeskirche von Westfalen, das Universitätsarchiv, die Bibliothek der Fachhochschule Bielefeld, die Bibliothek des Landeskirchenamtes für Westfalen und die Stadtbibliothek Bielefeld in diesem Notfallverbund vertreten.

Insgesamt bewahren die teilnehmenden Einrichtungen ca. 3 Millionen Printmedien, mehr als 90.000 Audiovisuelle Medien, etwa 20.000 laufende Meter Akten, ca. 1.500 Urkunden, mehr als 110.000 Fotos, knapp 10.000 Plakate und nahezu 15.000 Karten auf – dieses z. T. einzigartige Kulturgut wird mit der Vereinbarung sicherer.

Martin Löning,  15. Oktober 2011

 

->Bestand der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften verzeichnet

Die Bearbeitung der im April 2008 an das Universitätsarchiv erfolgten Abgabe der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften ist nun abgeschlossen und öffentlich nutzbar. Bei dem Bestand, der 124 Archiveinheiten umfasst, handelt es sich um Akten aus den Jahren 1965 bis 2005, deren inhaltlicher Schwerpunkt sich auf die Gründung der Fakultät und deren Entwicklung bis zum Ende der 1980er Jahre bezieht. Der Bestand enthält durch die Mitwirkung mehrerer Wirtschaftswissenschaftler im Gründungsausschuss und Wissenschaftlichen Beirat für die Gründung der Universität Bielefeld inhaltsreiches Material insbesondere zur Gründungszeit der Universität und der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Des Weiteren kann der Bestand exemplarisch verdeutlichen, wie schwierig sich die Integration der Lehrkräfte der Pädagogischen Hochschule in die universitäre Organisationsstruktur gestaltete, welche gleichzeitig den Weg ebnete für die aktuelle, die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften auszeichnende, interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fakultäten und dem Institut für Mathematische Wirtschaftsforschung . Der Bestand ist unter den üblichen Bedingungen des Nordrhein-Westfälischen Archivgesetzes zu den Öffnungszeiten des Archivs einsehbar.

Milla Middeke, 30. August 2011

 

->Nachlass Mathilde Vaertings jetzt nutzbar

Der Nachlass zur Person Mathilde Vaertings beinhaltet neben Lebensdokumenten, Publikationen, Manuskript- und Materialsammlungen sowie Korrespondenzen auch mehrere Nebennachlässe von Personen, die in direktem Bezug zu Vaertings Leben standen wie beispielsweise ihre Schwester Marie Vaerting. Der 745 Verzeichnungseinheiten umfassende Nachlass weist bei einer Laufzeit von 1877 bis 1996 einen zeitlichen Schwerpunkt von der Weimarer Republik bis zur Frühphase der Bundesrepublik auf. Nach dem Tod von Mathilde Vaerting gelangte der Nachlass nach Bielefeld und wurde im Rahmen eines Projekts der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld von Prof. Dr. Margret Kraul und Sonngrit Fürter vorläufig geordnet und mit einer Bibliographie versehen. Im November 2008 wurde der Nachlass von Prof. em. Dr. Otthein Rammstedt dem Universitätsarchiv Bielefeld übergeben und bis Mai 2011 neu geordnet und verzeichnet.
Mathilde Vaerting (1884-1977) war nach Margarethe von Wrangell 1923 die zweite Frau in Deutschland, die ein Ordinariat erhielt. Die vom sozialdemokratisch ausgerichteten Thüringischen Volksbildungsministerium vorgenommene Hochschulreform ermöglichte 1923 die Berufung Mathilde Vaertings als erste nichthabilitierte Akademikerin auf den neu eingerichteten Lehrstuhl für Erziehungswissenschaften an der Universität Jena. Ihr Studium der Pädagogik, Soziologie und Medizin prägten das breite Spektrum an Forschungsthemen, welche jedoch im Zentrum des Interesses die Stellung der modernen Frau im Staat aus geschlechterübergreifender Perspektive behandelten. Resultierend aus den Machtkämpfen um ihre akademische Stellung, welche direkt an sozial- und machtpolitische Konflikte der Weimarer Republik geknüpft waren und zu ihrer Entlassung aus dem Universitätsdienst durch die Nationalsozialisten führten, wurde die Verteidigung der weiblichen Rechte zu einem persönlichen Anliegen Vaertings, das sie hartnäckig bis zu ihrem Lebensende verfolgte. Insgesamt schaffte Vaerting es jedoch auch nach 1945 nicht in der akademischen Fachwelt Fuß zu fassen, sondern wurde kaum wahrgenommen und vergessen. Erst nach ihrem Tod 1977 wurden ihre wissenschaftliche Leistung und ihr Kampf gegen den Antifeminismus Gegenstand der soziologischen, pädagogischen und historischen Forschung.

Milla Middeke, 29. August 2011

 

->Bestand der Fakultät für Biologie bearbeitet

Nunmehr sind auch die an das Universitätsarchiv erfolgten Abgaben der Fakultät für Biologie bearbeitet und im Universitätsarchiv für die Forschung, aber auch die interessierte Öffentlichkeit nutzbar. Die 1976 als letzte der im Aufbauprozess geplanten Fakultäten gegründete Biologie, vervollständigt somit die Überlieferung der naturwissenschaftlichen Fakultäten der Universität Bielefeld im Universitätsarchiv. Der Bestand umfasst 112 Archiveinheiten von 1969 bis 2006 und enthält neben den üblichen Gremienunterlagen insbesondere Unterlagen zur Planung und zum Auf- wie Ausbau der Fakultät in den 1970er Jahren. Exemplarisch wird an dieser Fakultät deutlich, was es im ausgehenden 20. Jahrhundert bedeutete, eine sich in einem rasanten Wandlungsprozess befindliche Disziplin zu konzipieren, zu organisieren und schließlich zu realisieren. Dabei prägte die Biologie mit ihren Außenanlagen mehr als andere Fakultäten das Bild der Universität. Das aussagekräftige Material ist unter den üblichen Bedingungen des Nordrhein-Westfälischen Archivgesetzes zu den Öffnungszeiten des Archivs einsehbar.

Martin Löning, 29. Juni 2011

 

-> Ausstellungen des Universitätsarchivs und der Universitätsbibliothek zum 40-jährigen Jubiläum der Universität Bielefeld vom 21. Oktober bis 25. November 2009 im Ausstellungsbereich der Universitätsbibliothek

 

"Wie gründet man Universitäten? - Helmut Schelskys Konzept und der gelungene Start der Universität Bielefeld“ – so lautete der Titel der Ausstellung des Universitätsarchivs. Vor 25 Jahren starb der Soziologe und Hochschulplaner Helmut Schelsky. Die Ausstellung skizzierte anhand von Dokumenten und Fotos die Person Helmut Schelsky und richtete ihren Blick auf die Konzeption der 1969 gegründeten "Reformuniversität Bielefeld" sowie das von Schelsky weitgehend selbst ausgewählte Gründungspersonal (u.a. Hartmut von Hentig, Reinhart Koselleck, Hermann Lübbe, Niklas Luhmann), das Bielefelds guten Ruf in der Wissenschaftslandschaft begründen konnte. Die Ausstellung hat dabei in erster Linie Helmut Schelsky selbst durch seine Publikationen, seine im Universitätsarchiv überlieferte Korrespondenz und seine „Dokumente zum Aufbau einer Universität in Ost-Westfalen“ zu Wort kommen lassen.

"Innovation ist unsere Tradition" lautete der Titel der Ausstellung, die anhand von Originaldokumenten, Exponaten zum Anfassen und Multimedia ein Schlaglicht auf 40 Jahre digitaler Innovation in der Universitätsbibliothek wirft. Die Universitätsbibliothek Bielefeld gehört seit ihrem Bestehen zu den Pionieren elektronischer Informationsdienste. Als die Universität Bielefeld 1969 ihren Lehrbetrieb aufnahm, lag bereits der erste vollständig mittels EDV erzeugte Bibliothekskatalog vor. Vier Jahrzehnte später baut die Universitätsbibliothek eine europäische Infrastruktur für Dokumentenserver mit auf, und in diesem Jahr präsentierte sie ihren neuen suchmaschinen-basierten Bibliothekskatalog.

 

Kontakt:

„Wie gründet man Universitäten?“
Martin Löning, Archivar der Universität Bielefeld
Tel.: 0521 / 106-4009
E-Mail: martin.loening@uni-bielefeld.de

„Innovation ist unsere Tradition“
Dr. Karin Ilg-Hartbecke, Universitätsbibliothek Bielefeld
Tel. 0521 / 106-5232
E-Mail: karin.hartbecke@uni-bielefeld.de

Martin Löning, 26. November 2009

 

"Rektor auf Lebenszeit" - Erinnerungen an Karl Peter Grotemeyer

Das Universitätsarchiv Bielefeld präsentiert eine Filmdokumentation von Martin Löning und Michael Ströter

Er prägte das Erscheinungsbild der Universität Bielefeld wie kaum ein anderer. Der Mathematiker Karl Peter Grotemeyer, leitete die Universität als Rektor über 22 Jahre, was einen einmaligen Vorgang in der deutschen Hochschulgeschichte darstellt. Seine Offenheit und Liberalität, seine Kommunikations- und Kompromissbereitschaft, die unermüdliche Energie und Tatkraft, seine Höflichkeit und Menschlichkeit machten ihn bei Mitarbeitern, Studierenden und Wissenschaftlern gleichermaßen bewundert wie beliebt. Im Film schildern Dr. Eberhard Firnhaber, Sigrid Grotemeyer, Dr. Gerlinde Günther-Boemke, Jürgen Heinrich, Prof. Hartmut von Hentig PhD, Karl Hermann Huvendick, Prof. Dr. Franz-Xaver Kaufmann, Hartmut Krauß, Werner Matzdorf, Günther Remmel, Dr. Christian Siebeneicher und Marlies Wittemeier ihre Erinnerungen an einen außergewöhnlichen Menschen.

Der Film hatte seine Premiere am 28. Juni 2009 im Lichtwerk Filmtheater.

Ca. zweieinhalbminütiger Trailer zum Film "Rektor auf Lebenszeit - Erinnerungen an Karl Peter Grotemeyer" als Flash-Datei.


Die DVD des Films ist in der Kontaktstube des Absolventennetzwerks (ehemalige Pförtnerloge im Universitätshauptgebäude) zum Preis von 15 Euro erhältlich.

 

Kontakt:
Martin Löning
Universitätsarchiv Bielefeld
Tel.: 0521/106-4009

Martin Löning, 31. Juli 2009

 

-> Ungewöhnlicher Fund im Universitätsarchiv Bielefeld:
Originalakten aus dem Nordrhein-Westfälischen Kultus- und Wissenschaftsministerium


Bei der Verzeichnung einer umfangreicheren Abgabe eines Bielefelder Soziologen machte der Universitätsarchivar des Universitätsarchivs Bielefeld einen überraschenden Fund. In einem Umzugskarton verbargen sich unter Ordnern, die Kopien aus dem Kultus- und Wissenschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen zur Universitätsgründung der Bielefelder Universität enthielten, auch neun Ordner mit Originalakten aus den genannten Ministerien.
Die Akten betreffen Gründung, Auf- und Ausbau der Universität Bielefeld und wurden am 9. Februar 2009 ordnungshalber an das zuständige Archiv, in diesem Fall das Landesarchiv NRW, Abteilung Rheinland, in Düsseldorf abgegeben.

 

 

Die Abgabe des Soziologen Dr. Klaus-Dieter Bock umfasste insbesondere einen Teilnachlass des Soziologen und Bielefelder Universitätsplaners Prof. Dr. Helmut Schelsky, aber auch Unterlagen zu seinen Forschungsprojekten und seiner Lehrtätigkeit. Da Dr. Bock Ende der 1970er Jahre den Auftrag hatte, die Geschichte der jungen Bielefelder Universität zu dokumentieren, war zu erwarten, dass sich neben den die Bielefelder Universitätsgründung betreffenden Unterlagen Schelskys auch weiteres Material zur Universitätsgründung und Universitätsgeschichte in den Kartons befindet. Das von ihm für diesen Zweck zusammengetragene Material, das in Teilen den Grundstock eines später zu errichtenden Universitätsarchivs darstellen sollte, war von unterschiedlicher Provenienz.

Neben den Schelsky-Unterlagen enthielt die Abgabe Akten und Materialien der Fakultät für Soziologie, des Universitätskanzlers oder des Zentrums für interdisziplinäre Forschung. Schließlich fand sich in einem der Kartons auch eine undatierte Notiz mit einer Aufstellung von Ordnern, die aus dem Hauptstaatsarchiv bzw. direkt aus den beiden genannten Ministerien ausgeliehen worden waren, um diese für den Zweck der Dokumentation der Universitätsgeschichte zu kopieren. Zur Überraschung des Universitätsarchivars befanden sich dann in einem weiteren Karton nicht nur die Kopien der ausgeliehenen Ministerialakten, sondern auch die Originalakten aus den Landesministerien.

Der Inhalt der Ordner ist für die Geschichte der Universität im ostwestfälischen Raum, wie die Universität Bielefeld vor der eigentlichen Gründung zunächst genannt wurde, von außerordentlich großem Wert, wird darin doch die ministerielle Seite der Universitätsgründung intensiv beleuchtet. Die neun Ordner enthalten allgemeines Material zu Hochschulneugründungen der 1960er Jahre, beleuchten die Arbeit der Gründungsgremien Gründungsausschuss und Wissenschaftlicher Beirat und widmen sich darüber hinaus ausführlich der Standortsuche für die ostwestfälische Universität sowie dem Bau, der Planung, dem Auf- und Ausbau der Universität und ihrer Einrichtungen. Die Korrespondenz zwischen den Protagonisten der Universitätsgründung im Ministerium, in den Gründungsgremien der zu gründenden Universität und in der Region ist damit für Wissenschaftler, die sich mit den Universitätsgründungen der 1960er Jahre, aber auch für an der Bielefelder Universitätsgründung interessierte Laien eine unverzichtbare und aussagekräftige Quelle.

In Gesprächen mit Vertretern des Landesarchivs NRW wurde vereinbart, dass die Ministerialakten wieder dahin gelangen, wo sie hingehören, nämlich in das für die Überlieferung der ministeriellen Ebene zuständige Archiv nach Düsseldorf, wo sie eine wahrscheinlich größere Lücke in der Überlieferung zur Universität Bielefeld schließen werden. Da das Universitätsarchiv Bielefeld aber auf den Inhalt dieser wichtigen Quellen nicht verzichten wollte, wurde darüber hinaus vereinbart, dass vor der Abgabe an das Landesarchiv das gesamte Material in Bielefeld gescannt und recherchierbar gemacht wird.

Am 9. Februar 2009 traten dann die neun Ordner aus Düsseldorf wohlverpackt ihren Heimweg an und werden ihren endgültigen Lagerungsplatz dort finden, wo bereits seit längerer Zeit einige Ordner auf sie warten.

Martin Löning, 13. Februar 2009

 

->Bestände zweier naturwissenschaftlicher Fakultäten bearbeitet

Die Abgaben der Fakultäten Chemie und Physik, die die gesamte Fakultätsüberlieferung bis in die jüngere Vergangenheit umfassen, sind bearbeitet worden und stehen somit der Forschung zur Verfügung. Nachdem bisher in erster Linie die Geistes- und Sozialwissenschaften Fakultätsüberlieferungen an das Universitätsarchiv abgegeben hatten, sind damit die ersten naturwissenschaftlichen Fakultäten mit Beständen im Universitätsarchiv vertreten. Auf der Grundlage des Nordrhein-Westfälischen Archivgesetzes können die Akten im Archiv eingesehen werden.

Martin Löning, 23. Juli 2008



->Datenschutz und Archive - 10. Treffen der  AG der Hochschularchive in Nordrhein-Westfalen

Am Mittwoch, dem 20. Februar 2008, trafen sich die Vertreter der Nordrhein-Westfälischen Hochschularchive zu ihrem jährlichen Treffen in der Universität Bielefeld. Teilgenommen haben 25 Archivare der Nordrhein-Westfälischen Universitäten, der Universität Hannover, der Kunstakademie Düsseldorf, des Archivs für Architektur und Ingenieurbaukunst NRW, der Fachhochschulen Köln und Aachen und des Landesarchivs NRW.

 

 

Die Arbeitsgemeinschaft, die 1998 als erste derartige Einrichtung von Hochschularchiven auf Länderebene gegründet worden ist, hat sich zum Ziel gesetzt, Erfahrungen und Meinungen auszutauschen sowie den Aufbau und die Zusammenarbeit zwischen den Archiven zu fördern. Die Arbeitsgemeinschaft ist Ansprechpartner gegenüber dem Landesarchiv und dem zuständigen Landesministerium und wirkt an Gesetzesvorhaben, wie der momentan anstehenden Novellierung des Landesarchivgesetzes mit. Einem der Hauptziele, der Institutionalisierung fachlich geführter Hochschularchive an den Hochschulen des Landes, ist die Arbeitsgemeinschaft in den vergangenen zehn Jahren deutlich näher gekommen. "Mit Unterstützung der AG konnten Hochschularchive in den Universitäten Düsseldorf, Duisburg-Essen, der Fernuniversität Hagen sowie an den Fachhochschulen Aachen und Köln eingerichtet werden", so Martin Löning, Archivar der Universität Bielefeld. Momentan verfügen alle Universitäten, mit Ausnahme der Universität Dortmund, über ein fachlich geführtes Hochschularchiv.

"Für die in der Regel kleinen Hochschularchive ist Erfahrungsaustausch sehr wichtig. Dafür nutzen wir unsere Treffen", erklärt Martin Löning. Das große Thema des diesjährigen Treffens war das nicht spannungsfreie Verhältnis von Datenschutz und Archiven. Außerdem standen turnusgemäß die Vorstandswahlen der Arbeitsgemeinschaft an. Als Vorsitzender und als stellvertretender Vorsitzender wurden der Bonner Universitätsarchivar Dr. Thomas Becker und der Bielefelder Universitätsarchivar Martin Löning in ihren Ämtern bestätigt.

Martin Löning, 23. Februar 2008