Praktische Philosophie
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Abteilung Philosophie
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Aktuelles

Forschungskolloquium Praktische Philosophie

Im Forschungskolloquium werden aktuelle Projekte aus dem Forschungsbereich Praktische Philosophie vorgestellt und diskutiert. Auch Masterstudierende sind herzlich eingeladen. Hier finden Sie dieTermine des Kolloquiums.

 

Veranstaltungen und Vorträge

  • 30. März 2019: 1. Bielefelder Tag der Medizinethik
    Titel: "Kommt eine Familie zum Arzt..." - Zur Rolle der Angehörigen in der Medizin
    Veranstalter: Prof. Dr. Ralf Stoecker (Universität Bielefeld), Dr. Hans-Ulrich Weller (Ärztenetz Bielefeld e.V.)
    Weitere Informationen erhalten Sie hier.
  • 19.12.2018: Identität und Philosophie
    Vortrag von Almut von Wedelstaedt am Gymnasium in Lage im Rahmen des Programms Philosoph*innen an der Schule
  • 12.01.2019: Selbst und selber. Zum Begriff und Phänomen der Identität
    Vortrag von Almut von Wedelstaedt im Rahmen des Musikfestivals Frakzionen in Bielefeld
  • 22.01.2019: Warum Ethik? Verantwortungsvolle Entscheidungsfindung im Kontext automatisierten Fahrens
    Vortrag von Johanna Wagner bei der MAN Truck & Bus AG
  • 29.01.2019: tba
    Vortrag von Almut von Wedelstaedt im Kolloquium Praktische Philosophie der Universität Göttingen

 

Weitere Mitteilungen

Eine Liste mit vergangenen Veranstaltungen finden Sie hier.

 

Unsere Forschungsschwerpunkte

Die Forschung im Rahmen der Professur für Praktische Philosophie hat zwei Schwerpunkte.

  1. Philosophische Handlungstheorie und Philosophie der Person: Es ist eines der wichtigsten und interessantesten Charakteristika des Menschen handeln zu können. Handelnd greifen wir ein in die Welt und als Handelnde müssen wir uns gegebenenfalls vor anderen verantworten. Weil wir handeln, sind wir Personen. Diese Zusammenhänge sind in Bielefeld Gegenstand verschiedener Forschungsprojekte:

    • Was sind Handlungen?
    • Was heißt Absichtlichkeit?
    • Wie hängen Handlungen und Verantwortlichkeit zusammen?
    • Was sind wir wesentlich?
  2. Philosophische Grundlagen der Angewandten Ethik: Die Angewandte Ethik hat sich in den letzten Jahren rasant zu einem der größten philosophischen Arbeitsfelder entwickelt. Angesichts der sich immer weiter auffächernden Teilbereiche der Angewandten Ethik besteht manchmal die Gefahr, dass sie ihren philosophischen Basiskonzepten zu wenig Aufmerksamkeit schenkt. Eine Reihe dieser Konzepte sind Gegenstand von Bielefelder Forschungsprojekten.

    • Leben, Tod, Hirntod und die Ethik der Transplantationsmedizin
    • Töten und Sterbenlassen
    • Menschenwürde und Menschenwürdeverletzungen als ethischer Beurteilungsmaßstab
    • Autonomie und Informed consent
    • Gesundheit und Krankheit

Da einerseits auch die handlungstheoretischen Begriffe eine prominente Rolle in der Angewandten Ethik spielen, andererseits Handlungen unseres Erachtens mit Blick auf ihre moralische Verantwortlichkeit verstanden werden sollten, gibt es zahllose Querverbindungen zwischen beiden Forschungsschwerpunkten.

 

Personen

 

Ralf Stoecker

Ralf Stoecker arbeitet in beiden Arbeitsschwerpunkten der Professur. In der Handlungstheorie hat er in den letzten Jahren ein Handlungsverständnis entwickelt, das Handlungen abweichend von der Standardtheorie aus der sozialen Praxis der Verantwortlichkeit erklärt. Dieses Verständnis und die Konsequenzen für unser Selbstverständnis als Personen ist auch weiterhin Gegenstand seiner Arbeiten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in einem Lösungsvorschlag für die so genannte Hirntoddebatte, der darauf hinaus läuft, Hirntoten einen eigenen Zustand zwischen Leben und Tod mit eigenen moralischen Anforderungen zuzuerkennen. Der dritte Forschungsschwerpunkt liegt in der Entwicklung eines Menschenwürdeverständnisses, das den Würdecharakter der Menschenwürde herausstreicht. Das Thema Menschenwürde wird mit Blick auf ganz unterschiedliche Bereiche der Angewandten Ethik thematisiert, ein besonderer Fokus liegt aber in der psychiatrischen Ethik.

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Almut von Wedelstaedt

Almut von Wedelstaedt arbeitet vor allem im ersten Arbeitsschwerpunkt. Sie hat sich insbesondere mit der Frage beschäftigt, was wir als Menschen eigentlich für Wesen sind. In diesem Zusammenhang ist ihre Dissertation zu philosophischen Theorien narrativer Identität entstanden. Sie verfolgt diese Fragen weiterhin, arbeitet zur Zeit aber vorrangig zu der Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen der Natur des Menschen gibt und dem, was Menschen moralisch tun oder sein sollen.

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Nele Röttger

Nele Röttger forscht in ihrem Promotionsprojekt zum Thema Selbstachtung und der damit verbundenen Frage, inwiefern wir ein moralisches Verhältnis zu uns selbst haben. Damit knüpft ihre Forschung einerseits an den ersten Schwerpunkt an, insofern es um das besondere Verhältnis geht, das Personen zu sich selbst haben. Andererseits spielt das Konzept Selbstachtung in verschiedenen Themen der Angewandten Ethik eine große Rolle, wie zum Beispiel in dem der Würde oder der Autonomie. In ihrem ersten Beruf ist Nele Röttger Gesundheits- und Krankenpflegerin. Dementsprechend interessiert sie sich auch deshalb für philosophische Fragen der Medizinethik. Dabei beschäftigt sie vor allem, wie die philosophischen Ansätze der Angewandten Ethik für den klinischen Alltag fruchtbar gemacht werden können.

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Johanna Wagner

Johanna Wagners primäres Forschungsinteresse liegt im ersten Themengebiet. In ihrer Promotion geht sie der Frage nach, wer die Verantwortung für das Verhalten von künstlich intelligenten Systemen trägt und ob es denkbar ist, dass künstliche Intelligenzen eines Tages selbst die notwendigen Eigenschaften und Fähigkeiten mitbringen, um gerechtfertigter Weise für ihr Verhalten zur Verantwortung gezogen werden zu können. Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit Fragen der Medizinethik, insbesondere im Arbeitsbereich der klinischen Ethikberatung.

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Niels Neier

Innerhalb des Forschungsbereichs interessiert sich Niels Neier für Aspekte beider Schwerpunkte. Im Rahmen der Handlungstheorie beschäftigt er sich mit Autonomie und Verantwortung, vor allem in Bezug auf selbstfahrende Autos. Innerhalb der angewandten Ethik liegt sein Interesse hauptsächlich in der Debatte um Sterbehilfe und assistierten Suizid. Außerhalb des Forschungsbereichs bewegt er sich im Rahmen der Rechtsphilosophie, der politischen Philosophie und der Sozialphilosophie. Hier beschäftigt er sich vor allem mit Gerechtigkeitsfragen und der Problematik des angemessenen Strafens.

 

Gudrun Bülter

Sekretariat und Verwaltung

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Promovierende

NameThema der DissertationKontakt
Christ, Sebastian Über die Todesfurcht in der analytischen Tradition: Antike Argumente in modernem Licht Mail
Ethen-Peters, Lisa Christine "Die Patientenverfügung und der autonome Patient. Autonomie im Spannungsfeld von Anwendung und Begründung" Mail
Herbst, Ina  "Dementielle Erkrankungen und das Recht auf Nichtwissen" Mail
Heyder, Clemens "Die ethischen Aspekte der Eizellspende" Mail
Hüllbrock, Linda Dynamische Verantwortung und moralische Zuständigkeit Mail
Kaup, Michael "PRIMUM NON NOCERE. Eine Analyse des Satzes 'Arzt Y schadet Patient X' und seine ethische Anwendung innerhalb der Medizinethik." Mail
Kotalík, Dorothea "Autonomie am Lebensende. Eine (medizin)ethische Herausforderung" Mail
Müller, Julia Menschenwürde und Armut Mail
Röttger, Nele "Kann Krankheit die Selbstachtung gefährden?" (Arbeitstitel) Mail
Wagner, Johanna "Künstliche Intelligenzen als verantwortliche Akteure?" Mail
Zeh, Marco "Moral und Strafe – Die Idee der Strafe unter dem Blickwinkel der Moral" Mail

 

 

 

Abgeschlossene Promotionen

NameThema der DissertationKontakt
Becker, Pia "Autonomie als Grundlage medizinischer Behandlung" Mail
Braun, Florian "Der ethische Relativismus als Herausforderung für die ethischen Theorien" Mail
Lenz, Petra "Das Ethos des Arztes in einem neuen Konzept von Krankheit" Mail
Witzel, Herman "Handlung und Verantwortung komplexer Akteure" Mail

 

Kontakt

Verantwortlich für die Pflege der Seite: Johanna Wagner