Lehre

Angebote für BSc- und MSc-Arbeiten

Wir bieten ab dem WS17 laufend BSc/MSc-Arbeiten an. Die Themen lehnen sich an die Forschung unserer Arbeitseinheit an:

  • (räumliche) Verarbeitung von Berührung
  • Bewegungen zu Berührungsreizen
  • Entwicklung von Berührungsverarbeitung und Bewegung im Kindesalter
  • Schmerzverarbeitung
  • Motorische Planung


Informationstermin: 19. Juli; 16:15; U2-217
bitte melden Sie sich kurz für den Infotermin an: sekretariat-ae14@uni-bielefeld.de

 

--- (räumliche) Verarbeitung von Berührung ---


Zielgruppe: BSc/MSc (1 Arbeit)
Thema: Wie wir Berührungen repräsentieren: Körperteile und Körperstellung
Kurzbeschreibung: Wenn wir unsere Arme bewegen, verschiebt sich am Arm die Haut über den Knochen. Wie berechnet das Gehirn den Ort einer Berührung, wenn sich der Arm bewegt? Ermittelt es die Position des Reizes auf der Haut - die sich mit der Bewegung auf dem Arm verschiebt -, oder ermittelt es die Position des Reizes in Bezug auf eine allgemeine Repräsentation darüber, wie der Körperteil aussieht, und wo der Reiz im Vergleich dazu ursprünglich gelegen hat? Dieser Frage geht diese Arbeit mit verschiedenen Methoden (je nach Level: BSc/MSc) nach.
Beginn: ab WS17
Kontakt: sekretariat-ae14@uni-bielefeld.de

Zielgruppe: BSc/MSc (1 Arbeit)
Thema: Wie wir Berührungen repräsentieren: Stimuluseigenschaften
Kurzbeschreibung: Unser Gehirn scheint einzelne Stimuluseigenschaften separat zu verarbeiten – es gibt bspw. eigene Areale für die Verarbeitung von Farbe, Ort, und Bewegung. Wie aber stellt das Gehirn dann zwischen all diesen einzelnen Eigenschaften wieder eine Verbindung her, um den Reiz als ein einheitliches Ganzes zu repräsentieren? In dieser Arbeit untersuchen wir als ein Beispiel dieses “Dilemmas", wie Ort und Intensität von Berührungsreizen vom Gehirn miteinander verknüpft werden.
Beginn: ab WS17
Kontakt: sekretariat-ae14@uni-bielefeld.de

Zielgruppe: BSc/MSc (1 Arbeit)
Thema: Wie wir Berührungen repräsentieren: illusionäre Orte
Kurzbeschreibung: Menschen sind erstaunlich ungenau, wenn sie Berührungen auf dem eigenen Körper lokalisieren sollen. Ein bekanntes Beispiel ist die “rabbit illusion”, bei der Reize, die eigentlich nur an zwei Endpunkten eine Strecke präsentiert wurden, als kontinuierlich entlang dieser Strecke empfunden werden. Nicht klar ist, unter welchen Umständen derartige Lokalisationsfehler auftreten können, bspw. ob die illusionäre Strecke über mehrere Körperteile verlaufen kann. In dieser Arbeit werden wir dies genauer untersuchen. Dieses Projekt wird von einer französisch/englischsprachigen Mitarbeiterin co-betreut, daher sind gute Englischkenntnisse (oder Französischkenntnisse) erforderlich.
Beginn: ab WS17
Kontakt: sekretariat-ae14@uni-bielefeld.de

Zielgruppe: BSc/MSc (1 Arbeit)
Thema: Wie wir Berührungen repräsentieren: vom Ort zum Körperteil?
Kurzbeschreibung: Man würde denken, dass man Berührungsreize sehr einfach einem Körperteil zuordnen kann: schließlich gehen wir davon aus, dass im primären sensorischen Cortex taktile Informationen im Homunkulus nach Körperteilen sauber aufgetrennt repräsentiert sind. Experimentelle Ergebnisse legen aber nahe, dass man zur Bestimmung des berührten Körperteils Berührungsreize erst im Raum verortet, und das Gehirn dann sozusagen rückwärts entscheidet, an welchem Körperteil der Reiz erschienen sein muss - je nachdem, welcher Körperteil sich gerade am Ort des Reizes befunden hat. In dieser Arbeit testen wir diese Hypthese genauer.
Beginn: ab WS17
Kontakt: sekretariat-ae14@uni-bielefeld.de

Zielgruppe: BSc/MSc (1 Arbeit)
Thema: Wie wir Berührungen repräsentieren: Körper im Raum
Kurzbeschreibung: Viele experimentelle Befunde legen nahe, dass Berührungen automatisch im Raum - also in “3D” - wahrgenommen werden. Die Ergebnisse der experimentellen Aufgaben, die zu diesem Schluss geführt haben, können aber teilweise auch anders interpretiert werden. In diesem Experiment untersuchen wir, ob diese experimentellen Paradigmen tatsächlich das hergeben, was ihnne zugesprochen wird.
Beginn: ab WS17
Kontakt: sekretariat-ae14@uni-bielefeld.de

Zielgruppe: BSc (1 Arbeit)
Thema: Multisensorische Wahrnehmung und Körperrepräsentation
Kurzbeschreibung: Unser Gehirn nimmt den eigenen Körper über die verschiedenen Sinne – Sehen, Propriozeption, Berührung – wahr und nutzt diese Informationen für die Planung von Handlungen. In dieser Arbeit geben wir falsche Informationen über den Körper und testen, wie sich dies auf Körperwahrnehmung und Bewegungen auswirkt.
Beginn: ab WS17
Kontakt: sekretariat-ae14@uni-bielefeld.de

Zielgruppe: BSc/MSc (mehrere Arbeiten möglich)
Thema: Multisensorische Integration und Körperwahrnehmung
Kurzbeschreibung: Multisensorische Inetgration beschreibt den Prozess, Reize, die über unterschiedliche sensorische Systeme (z.B. Sehen und Hören) vermittelt werden, miteinander zu kombinieren und sie der gleichen Ursache zuzuschreiben. Häufig geht multisensorische Integration mit einer gegenseitigen „Anziehung“ der Reize zueinander einher, woraus sich ergibt, dass sie als räumlich-zeitlich verbunden wahrnenommen werden. Für unsere Hautsinne (z.B. das taktile oder das Schmerzsystem) gilt eine besondere Eigenschaft, da unser Nervensystem erwartet, dass Empfindungen auf dem Körper stattfinden. In diesem Themenbereich können einige Arbeiten zum Zusammenhang von Körperposition und der Integration von gesehenen und gefühlten Reizen angefertigt werden.
Beginn: ab WS17
Kontakt: sekretariat-ae14@uni-bielefeld.de

 

--- Bewegungen zu Berührungsreizen ---


Zielgruppe: BSc/MSc (mehrere Arbeiten möglich)
Thema: Wie Berührungen in Bewegungen umgesetzt werden
Kurzbeschreibung: Berührungen wahrzunehmen und auf sie zu reagieren erscheint uns simpel und selbstverständlich. Die Verknüpfung sensorischer Informationen auf der Haut mit den Antworten des Bewegungsapparats erfordert aber komplexe räumliche Umrechnungen, die zusätzlich von unseren Absichten und Zielen abhängen. In diesem Projekt untersuchen wir, wie Sensorik, Kognition und Motorik zusammenarbeiten, und welchen Einschränkungen und Verarbeitungsprinzipien diese Zusammenarbeit unterliegt.
Beginn: ab WS17
Kontakt: sekretariat-ae14@uni-bielefeld.de

Zielgruppe: BSc/MSc (mehrere Arbeiten möglich)
Thema: Selbstberührung und taktile Suche
Kurzbeschreibung: Die Lokalisation von Stellen auf der Haut, an denen eine Berührung empfunden wurde, ist eine wichtige Aufgabe des sensorischen und motorischen Systems. Obwohl Sakkaden im visuellen System und ihre Feinjustierung gut untersucht sind, ist bezogen auf das taktile System wenig darüber bekannt, wie Menschen Fehler in der Lokalisation korrigieren. In diesem Projekt soll daher untersucht werden, welche Suchstrategien verwendet werden, um eine vorher berührte Stelle auf der Haut zu finden und wodurch diese Strategien moduliert werden.
Beginn: ab WS17
Kontakt: sekretariat-ae14@uni-bielefeld.de

 

--- Entwicklung von Berührungsverarbeitung und Bewegung im Kindesalter ---


Zielgruppe: BSc/MSc (mehrere Arbeiten möglich)
Thema: Motor development in children from 4 to 10 years old
Kurzbeschreibung: Vision plays an important supportive role for movements, allowing in some conditions to be extremely skilled when performing bimanual actions. At what age children’s motor behavior is dominated by vision? At what time point in development can vision enable movement that would otherwise be impossible to perform? This project will involve the Kinarm, a robotic device allowing precise recording of movements. The co-responsible of the project is a French/English speaker, so you must have good speaking ability in one of these languages. !! The experiments will start very soon, in September or October after a short introduction to the theory. Data collection should be finished by December !! The thesis can be written in English or German.
Beginn: ab WS17 (September 2017)
Kontakt: sekretariat-ae14@uni-bielefeld.de

Zielgruppe: BSc/MSc (mehrere Arbeiten möglich)
Thema: Tactile processing in teenagers from 10 to 18 years old
Kurzbeschreibung: How does the brain know where our arm has been touched? When crossing hands, the right hand suddenly is on the left side of the body. How does a child brain solve this conflict? Is this remapping influenced by development and growth of teenagers? The co-responsible of the project is a French/English speaker, so you must have good speaking ability in one of these languages. !! The experiments will start very soon, in September or October after a short introduction to the theory. Data collection should be finished by December !! The thesis can be written in English or German.
Beginn: ab WS17 (September 2017)
Kontakt: sekretariat-ae14@uni-bielefeld.de

 

--- Schmerzverarbeitung ---


Zielgruppe: BSc/MSc (mehrere Arbeiten möglich)
Thema: Schmerzpsychophysik: kurz und schmerzlos?
Kurzbeschreibung: Schmerz ist wie kaum ein anderes sensorsiches System unmittelbar an eine affektive Bewertung gekoppelt, da Schmerz fast immer als unagenehm empfunden wird. Dies stellt auch besondere Anforderungen an die experimentelle Schmerzmessung. Schmerzmessung kann per Definition nicht „schmerzlos“ sein, kurz aber schon. In diesem Projekt können Arbeiten zur Entwicklung von Prozeduren zur adaptiven, dynamischen und multidimensionalen Schmerzmessung angefertigt werden.
Beginn: ab WS17
Kontakt: sekretariat-ae14@uni-bielefeld.de

Zielgruppe: BSc/MSc (mehrere Arbeiten möglich)
Thema: Wie Schmerzen die Bewegung beeinflussen
Kurzbeschreibung: Die Vermeidung von Bewegung als Ergebnis eines Konditionierungsprozesses bei dem Bewegung mit akutem Schmerz assoziiert wurde, ist ein Mechanismus, der eine Rolle bei chronischen Schmerzen spielt. Wie Schmerzreize allerdings genau die Bewegungsplanung und -durchführungund beeinflussen ist bisher nur ungenau verstanden. In diesem Projekt können daher einige Arbeiten zum Assoziationslernen von Schmerz, Bewegung, Vermeidung und Kompensationsstrategien angefertigt werden.
Beginn: ab WS17
Kontakt: sekretariat-ae14@uni-bielefeld.de

 

--- Motorische Planung ---


Zielgruppe: BSc/MSc (mehrere Arbeiten möglich)
Thema: Links-rechts, klein-groß? Kompatibilitätseffekte zwischen Objektgröße und Reaktionsauswahl
Kurzbeschreibung: Der Begriff der „Kompatibilität“ beschreibt die „Passung“ zwischen Reiz- und Reaktionsmerkmalen und den Einfluss dieser Passung auf die Verarbeitung von Reiz und Reaktion. Ein Beispiel ist der sogenannte SNARC-Effekt. Dieser Effekt besteht darin, dass (relativ) kleine Zahlen schneller mit der linken Hand beantwortet werden als mit der rechten Hand, während (relativ) große Zahlen schneller mit der rechten Hand beantwortet werden als mit der linken Hand. Eine Modellvorstellung geht davon aus, dass die Dimensionen Raum, Zeit und Anzahl durch einen gemeinsamen Kode in einem generalisierten Größensystem repräsentiert sind. Demnach ist der SNARC-Effekt nur eine Facette eines allgemeineren kognitiven Systems zur Repräsentation von handlungsrelevanten Größen. In diesem Projekt wollen wir Kompatibilitätseffekte zwischen der physikalischen Größe von Reizen und der Position von Effektoren bzw. Reaktionen untersuchen.
Beginn: ab WS17
Kontakt: sekretariat-ae14@uni-bielefeld.de

Zielgruppe: BSc/MSc (mehrere Arbeiten möglich)
Thema: Motorische Planung unter Unsicherheit
Kurzbeschreibung: Im Alltag sind wir oft gezwungen zu handeln bevor wir vollständige Gewissheit über unsere Bewegungsziele haben. So muss sich beispielsweise ein Fußballtorwart schon für eine Ecke entscheiden bevor er mit Sicherheit weiß wohin der Ball geschossen wird. Experimentelle Laborstudien haben gezeigt, dass in Situationen unter Zielunsicherheit oft Bewegungen ausgeführt werden, die zwischen zwei potentiellen Zielpositionen gerichtet sind. Eine Interpretation dieser „gemittelten“ Bewegungen ist, dass unser Gehirn parallel Bewegungspläne für jedes potentielle Ziel generiert. In diesem Projekt wollen wir diese Hypothese mit Hilfe unterschiedlicher Methoden (u.a. KinArm) testen.
Beginn: ab WS17
Kontakt: sekretariat-ae14@uni-bielefeld.de

Zielgruppe: BSc/MSc (mehrere Arbeiten möglich)
Thema: Motorische Planung – Effektorspezifität?
Kurzbeschreibung: Die Ausführung spezifischer motorischer Handlungen ist typischerweise an bestimmte Effektoren gebunden: So schreiben wir meistens mit unseren Händen während Füße/Beine hauptsächlich der Fortbewegung dienen. Allerdings können wir in bestimmten Situationen unsere Effektorauswahl auch sehr schnell und flexibel anpassen, wenn wir beispielsweise eine Türklinke mit dem Knie betätigen, weil wir einen großen Gegenstand tragen. Experimentelle Ergebnisse legen nahe, dass unser Gehirn Bewegungen nicht per se effektor-spezifisch plant, sondern abstrakte motorische Pläne erstellt. In diesem Projekt wollen wir mittels verschiedener experimenteller Paradigmen der Frage nachgehen, was für Informationen in solch abstrakten Pläne enthalten ist und welche Informationen zwischen (z.B. Vergleich linke Hand - rechte Hand und innerhalb (Vergleich linke Hand – linker Fuß) der Hemisphären ausgetauscht werden können.
Beginn: ab WS17
Kontakt: sekretariat-ae14@uni-bielefeld.de

Zielgruppe: BSc/MSc (mehrere Arbeiten möglich)
Thema: Wie (visuelle) Wahrnehmung unsere Handlung beeinflusst
Kurzbeschreibung: Einige Theorien gehen davon aus, dass die visuelle Wahrnehmung eines Objektes potentielle Handlungsmöglichkeiten mit diesem Objekt (= affordances) aktiviert. Empirische Evidenz für eine solche vom Affordance-Konzept propagierte Wahrnehmung-Handlungs-Kopplung liefern u.a. neurophysiologische Studien. So konnten bspw. in verschiedenen Arealen Neuronen identifiziert werden, die sowohl spezifisch bei der der Ausführung bestimmter zielgerichteter Hand-Objekt-Interaktionen als auch bei der alleinigen visuellen Präsentation dieses Objektes (ohne anschließende motorische Ausführung) feuerten. In diesem Projekt wollen wir mittels eines visuomotorischen Priming Paradigmas die zugrunde liegende Prozesse genauer betrachten.
Beginn: ab WS17
Kontakt: sekretariat-ae14@uni-bielefeld.de

 

 

Dr. Xaver Fuchs

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Dr. Boukje Habets

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Prof. Dr. Tobias Heed

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Dr. Christian Seegelke

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