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Streib, Heinz, Ralph W., Jr. Hood, and Constantin Klein. “The Religious Schema Scale: Construction and Initial Validation of a Quantitative Measure for Religious Styles”. INTERNATIONAL JOURNAL FOR THE PSYCHOLOGY OF RELIGION 20.3 (2010): 151 - 172. [pdf]
2006. "Strangeness in Inter-Religious Classroom Communication: Research on the 'Gift-to-the-Child' Material", in: Bates, Dennis, Durka, Gloria & Schweitzer, Friedrich (Eds.): Religion, Reconciliation and Inclusion in a Pluralistic World. Essays in Religious Education and Practical Theology in Honour of John M. Hull [pdf]
2005. "Wie finden interreligiöse Lernprozesse statt bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen?", in: Schreiner, Peter, Elsenbast, Volker & Sieg, Ursula (Eds.): Handbuch Interreligiöses Lernen, Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus [pdf]
2005. "Inter-Religious Negotiations: A New Developmental Perspective." (Paper presented at the International Symposium of Values and Value Education in Istanbul, Nov 27, 2004; to be published in English and in Turkish in a volume of contributions to the International Symposium of Values and Education) [pdf]
2001. "Inter-Religious Negotiations: Case Studies on Students' Perception of and Dealing with Religious Diversity" (in: Heimbrock, Hans-Günter, Scheilke, Christoph Th. & Schreiner, Peter, Eds.: Towards Religious Competence. Diversity as a Challenge for Education in Europe, Münster: Comenius-Institut, 129-149) [pdf]
Kulturelle und religiöse Differenz sind eine zunehmende Herausforderung in westlichen Gesellschaften. Inter-religiöses Lernen in der Schule ist ein relativ neuer Fokus der Religionspädagogik in Deutschland. Aber empirische Forschung in diesem Bereich ist bislang noch ziemlich unterentwickelt. Eine Schlüsselfrage dabei betrifft die Begegnung mit dem Fremden und der fremden Religion: den Stil, dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene in solcher Begegnung folgen. Anstelle Fremdnheit zu ignorieren oder zu minimieren, sollte Fremdheit gewürdigt und bearbeitet werden; denn so werden kreative Potenziale freigesetzt. Die kann als 'Xenosophie' (die Weisheit in der Begegnung mit dem Fremden) bezeichnet werden. Unsere Forschung umfasst somit Konzeptualisierung, Instrumentenentwicklung und empirische Forschung, die der inter-religiösen Begegnung - nicht zuletzt mit dem Modell der Xenosophie im Blick - nachgeht. Das Konzept von 'Xenosophie' ist in Anlehung an B. Waldenfels (1990; 1997a; 1997b; 1999) und Nakamura (2000) entwickelt.
Auf der Grundlage des Modells von religiösen Stilen können verschiedene Verhandlungsstile der inter-religiösen Begegnung unterschieden werden (Dieser Link führt zur Tabelle, in der die inter-religiösen Verhandlungsstile, und zugleich die Stile des Umgangs mit Fremdheit und Vertrautheit auf die religiösen Stile bezogen sind). In Ensprechung zum dialogischen religiösen Stil ist hier auch das Schema der Xenosophie explizit aufgeführt; dies zeigt an, dass dies der wünschbare und angemessenste Stil der inter-religiösen Verhandlungen und des Umgangs mit dem Fremden ist.
Die Skala Religiöser Schemata/Religious Schema Scale (RSS) hat einen eindeutigen Schwerpunkt auf inter-religiöse Einstellungen. Eines der drei Schemata der Skala trägt den Namen xenosophia und besteht aus fünf Items:„Wir können voneinander lernen, welche letzte Wahrheit jede Religion enthält“; „Wir müssen über die konfessionellen und religiösen Unterschiede hinausschauen, um die letzte Wirklichkeit zu finden“; „Wenn ich eine Entscheidung treffe, bin ich offen für widersprechende Vorschläge aus verschiedenen Quellen und philosophischen Standpunkten“; „Religiöse Geschichten und Vorstellungen aus jeder Religion vereinen mich mit dem Universum“; „Die Wahrheit, die ich in anderen Weltanschauungen sehe, führt mich dahin, meine eigenen Ansichten zu überprüfen“. Zusammen mit den beiden anderen Schemata der RSS, truth of texts and teachings (ttt) und fairness, tolerance and rational choice (ftr) eröffnet die RSS den Blick auf inter-religiöse Einstellungen.
Die RSS wurde entwickelt im Rahmen der Bielefelder Kulturübergreifenden Dekonversions-Studie (Streib et.al., 2009). Der 2010 erschienene Aufsatz, H. Streib, R. Hood & C. Klein, "The Religous Schema Scale" stellt die Skala in voller Länge vor und präsentiert die Ergebnisse der konfirmatorischen Faktorenanalyse, der Korrelationen mit anderen Skalen sowie einer Regressionsanalyse, die Hinweise auf die diskriminate Validität der RSS gibt. Die RSS wurde bereits in einem größeren Sample in der Türkei, in der Online-Umfrage Jugend & Religion angewandt und wird in weiteren laufenden und geplanten Forschungsprojekten, wie z.B. dem Spiritualitätsproblem, der Untersuchung zur Schulstreitschlichtung und einem großen Survey zu Jugend und Religion aufgenommen. Aus der Online-Umfrage "Jugend & Religion" liegen erste Auswertungen vor, die die Leistungsfährigkeit der RSS zur Untersuchung von interreligiös-xenophobischen Einstellung und zu Varianten des Streitverhaltens demonstrieren (Streib, 2009).
In zwei empirischen Pilotprojekten haben wir die untersucht, wie sich Kinder zur von ihrer eigenen verschiedenen Religiosität ihrer MitschülerInnen verhalten:
Waldenfels, B (1990). Der Stachel des Fremden, Frankfurt/M.: Suhrkamp.
Waldenfels, B (1997a). Phänomenologie des Eigenen und des Fremden, in: Münkler, H (Ed.): Furcht und Faszination.Facetten der Fremdheit, Berlin: Akad.-Verlag, 65-83.
Waldenfels, B (1997b). Topographie des Fremden, Frankfurt/M.: Suhrkamp.
Waldenfels, B (1999). Der Anspruch des Fremden, in: Breuninger, R (Ed.): Andersheit - Fremdheit - Toleranz, Ulm: Humboldt-Studienzentrum, 31-51.
Nakamura, Y (2000). Xenosophie, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.