Religiöse Kinderbilder
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Publikationen

Streib, H. (2000). Gottesbilder fallen nicht vom Himmel.Kindliche Malprozesse als Gestaltung von Religion [pdf]

Streib, H. (1999). Kanalisierung des Heiligen oder Ermöglichung religiöser Subjektivität? - Kinderbilder als Gestaltung medial vermittelter Religion[pdf]

Religiöse Kinderzeichnungen im Prozess des Entstehens (Kinderzeichnungen I)

Das Pilotprojekt „Religiöse Kinderbilder im Prozess des Entstehen“ wurde in den Jahren 1997 bis 2000 durchgeführt, in dem der Malprozess von Kindern, die ein Gottesbild malen, mithilfe von Videoaufzeichnungen dokumentiert und analysiert wurde, um folgenden Fragestellungen nachzugehen: Wie arbeiten Kinder mit eigenen und fremden religiösen Vorstellungen? Welche Vorlagen verarbeiten sie? Mit welcher Absicht und Deutung arbeiten sie diese ein und um? Welche Einflüsse haben religiöse Sozialisations- und Milieubedingungen und insbesondere die Medieneinflüsse auf die Gottes-Bilder der Kinder?

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In dieser Pilotphase des Projekts, die sowohl vom Comenius-Institut, Münster, als auch durch den Forschungs- und Innovationsfonds (FiF) der Universität Bielefeld unterstützt wurde, haben wir die Malprozesse von insgesamt 13 Vorschulkindern (fünf- bis sechsjährigen Mädchen und Jungen) mithilfe von Videoaufzeichnung dokumentiert. Aufnahmeorte waren konfessionelle und nicht-konfessionelle Kindergärten. Für die Interpretation haben wir eine Malprozessanalyse entwickelt, die Impulse aus der Sequenzanalyse aufnimmt, wie wir sie aus der Interpretation narrativer Interviews kennen.

Detail für Detail wird in der Reihenfolge, in der sie hinzugemalt werden, interpretiert und jeweils Hypothesen darüber gebildet, was der Einfall über die religiösen Vorstellungen und Gestaltung des Kindes aussagt. Beachtung fanden dabei Form- und Farbrepertoire der Elemente, ebenso wie die Art und Weise der Gestaltung, die Materialwahl, deren technischen Anwendung. Von Bedeutung waren auch die Assoziationen und Assoziationsketten, die zu neuen Details in der Gestaltung führen. Da die Kinder dies oft auch im begleitenden Gespräch äußerten, wurde im Interpretationsprozess auch das Transkript der Tonaufnahme hergezogen.

Über die Detailanalyse hinaus wurde die Metaphorik der ästhetischen Gestaltung des entstehenden religiösen Kinderbildes analysiert. Dabei ging es um z.B. folgende Fragestellungen: Was erinnert das Kind bei der Gestaltung? Welche symbolischen Images werden assoziiert?

Analysen sind publiziert in Streib 1999 [pdf]; 2000 [pdf].

[weiter zum Projekt Kinderbilder II]



 
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