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Psychologische Korrelate zu "Spiritualität"

Die Untersuchung von psychologischen Korrelaten für "Spiritualität" ist einer der besonderen Schwerpunkte der Bielefelder kulturvergleichenden Studie über Spiritualität. Wie die Liste der in den Fragebogen aufgenommenen Skalen vermuten lässt, ermöglichen unsere Daten die Exploration zahlreicher Korrelationen. Zwei der besonders interessanten Ergebnisse seien hier vorgestellt - und wegen besserer Lesbarkeit und der gebotenen Kürze einer Webseite visualisiert in Streugraphiken.

Die erste Graphik zeigt die Verteilung der Werte der Individuen in den sechs Fokusgruppen auf den drei Dimensionen der Mysticism-Scale (Hood, 1975). Und weil die religiös/spirituelle Selbstbezeichnung das entscheidende Kriterium der Fokusgruppenbildung war, zeigt die Graphik die Beziehung zwischen selbst-zugeschriebener "Spiritualität" und Mystizismus. Die "weder religiös noch spirituellen Atheisten/Non-Theisten" sind in der "Ecke" versammelt, in der alle drei Mystizismus-Subskalen sehr niedrig sind, während die "mehr spirituellen" Versuchspersonen sich in der oberen Hälfte des Raums versammeln und näher beim Betrachter liegen - dem Raum in den alle Mystizismus-Subskalen höher sind.

Grafik

Eine andere interessante Korrelation ergibt sich für die Religious Schema Scale und ihre drei Subskalen, truth of texts & teachings (ttt), fairness, tolerance & rational choice (ftr), und xenosophia/inter-religious dialog (xenos). Dies ist in der folgenden Graphik visualisiert.

Grafik

Die eindeutige Mehrheit der "weder religiös noch spirituellen Atheisten/Non-theisten" versammelt sich im Raum mit sehr niedrigen ttt-Werten und niedrigen oder neutralen Werten auf xenos. Hingegen versammeln sich die meisten "mehr religiös als spirituellen" und "gleichermaßen religiös und spirituellen" Versuchspersonen im Raum mit neutralen oder hohen Werten für ttt und eher niedrigen oder moderaten Werten für xenos. Und schließlich versammeln sich die "mehr spirituell als religiösen" Versuchspersonen - gleichviel, ob sie sich als Atheisten/Non-Theisten bezeichnen oder nicht - im Raum mit hohen und sehr hohen Werten für xenos und niedrigen Werten für ttt. (die Subskala ftr differenziert offensichtlich kaum im Blick auf die Fokusgruppen).

Soweit zwei interessante Details aus der Analyse der psychologischen Korrelate zu "Spiritualität" in unseren Daten. Die Publikation mit weiteren Skalen und Analysemethoden folgen?



Publications / Articles

Keller, Barbara, Klein, Constantin, Anne, Swhajor, Christopher F., Silver, Ralph W., Hood, and Streib, Heinz. "The Semantics of 'Spirituality' and Related Self-identifications: A Comparative Study in Germany and the USA". Archive for the Psychology of Religion [Abstract; Pre-Print].

Streib, H. (2008). More Spiritual than Religious: Changes in the Religious Field Require New Approaches [pdf]

Streib, Heinz & Hood, Ralph W. (2011). “"Spirituality" as Privatized Experience-Oriented Religion: Empirical and Conceptual Perspectives”. Implicit Religion 14.4: 433 - 453. Pdf

Presentations

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