Center for Interdisziplinary Research
 
 

Sozialwissenschaftliches Wissen und gesellschaftliche Diskurse – das Beispiel Klimawandel

Termin: 27. Januar
Leitung: Peter Weingart, Anita Engels und Petra Pansegrau (alle Bielefeld)

Ökologische Forschungsthemen wie der anthropogene Klimawandel sind häufig naturwissenschaftlich geprägt. Ziel des Workshops war es, anhand der Ergebnisse des DFG-Projekts ›Kommunikationen zum Klimawandel zwischen Wissenschaft, Politik und Massenmedien‹ einen sozialwissenschaftlichen Forschungsansatz sichtbar zu machen und einer multidisziplinären Kritik auszusetzen. Die Diskursanalyse als zentraler methodischer Zugang des Projekts stellte dabei die Bedeutung kommunikativer Risiken heraus, die durch die gesellschaftliche Wahrnehmung und Bearbeitung von ökologischen Risiken entstehen. Im Falle der gesellschaftlichen Resonanzen auf das Problem des anthropogenen Klimawandels in Deutschland zeigt sich, daß erhebliche Glaubwürdigkeits- und Legitimationsverluste für Wissenschaft und Politik eintreten können, gerade weil hier die Wissenschaft frühzeitig vor einer drohenden Katastrophe gewarnt hat und die Politik sich ebenfalls frühzeitig auf eine Klimaschutzpolitik festgelegt hat. Eine spezifische Funktion der Medien war in diesem Fall die des Dauerimpulsgebers sowohl für die Politik als auch für die Wissenschaft. Die TeilnehmerInnen kamen aus der Klimaforschung, den Ministerien für Wissenschaft und Forschung und dem Umweltbundesamt sowie den Medien, so daß die Präsentation der Projektergebnisse aus den Perspektiven derjenigen Funktionsbereiche kommentiert wurden, die auch Gegenstand der Untersuchung waren. Die Diskussionen waren insofern eine Selbstanwendung der Projektergebnisse.

Teilnehmende
Gotthard Bechmann (Karlsruhe), Silke Beck (Bielefeld), Lutz Bloos (Düsseldorf), Jutta Borchers (Bielefeld), Achim Daschkeit (Kiel), Albert Gerdes (Bremen), Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe (Potsdam), Gerhard Hartmuth (Magdeburg), Klaus Hasselmann (Hamburg), Wolf Jenkner (Düsseldorf), Carsten Krück (Bielefeld), Georg Krücken (Bielefeld), Lenelis Kruse (Hagen), Fritz Reusswig (Potsdam), Martin Rieland (Bonn), Tina Ruschenburg (Bielefeld), Manfred Stock (Potsdam), Matthias Urbach (Berlin), Michael Wehrspaun (Berlin)



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