Center for Interdisziplinary Research
 
 

Elektronische Demokratie

Bürgerbeteiligung per Internet zwischen Wissenschaft und Praxis

Termin: 23. - 24. Oktober
Leitung: Bernd Holznagel (Münster)

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM), Münster
Mit frundlicher Unterstützung von: Bodies Electric LLC; NRW Forschungsverbund Datensicherheit; Programme in Comperative Media Law and Policy, University of Oxford (PCMLP); International Journal of Communications Law and Policy (IJCLP)

Die Tagung fand unter der wissenschaftlichen Leitung des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM) der Universität Münster statt. Die Veranstaltung, an der einhundert Interessierte aus Politik, Medien und Wissenschaft teilnahmen, wurde durch das Programme in Comparative Media Law and Policy der University of Oxford, das International Journal of Communications Law and Policy, Bodies Electric LLC und durch den NRW Forschungsverbund Datensicherheit, gefördert durch das Ministerium für Schule, Weiterbildung und Forschung NRW, unterstützt.
Ziel der Veranstaltung war insbesondere eine pragmatische Auseinandersetzung mit der Frage, wie sich Kommunikations- und Beteiligungsstrukturen im Internet für die Mitwirkung der Bürger am demokratischen Prozess und für die Verwaltungsmodernisierung nutzen lassen.
Da diese Thematik sowohl juristische als auch informationstechnische und politikwissenschaftliche Aspekte betrifft, wurde die Veranstaltung interdisziplinär ausgerichtet und in- und ausländische Referenten der betroffenen Fachgebiete eingeladen. Nach dem Grußwort durch den Rektor der Universität Bielefeld, Gert Rickheit, und der Eröffnungsrede durch die Ministerin für Schule, Weiterbildung und Forschung, Gabriele Behler, wurden zunächst die Chancen und Risiken des Internet in einer demokratischen Gesellschaft von Horst Blume (Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung), Olaf Winkel (Universität Bochum), Hans J. Kleinsteuber (Universität Hamburg) und Andrew Blau aus New York beleuchtet. In den beiden folgenden panels wurden Aspekte der Themen Wahlen im Netz von Joachim Wieland (Universität Bielefeld), Rüdiger Grimm (Universität Ilmenau), Dieter Otten (Universität Osnabrück), Julia Glidden (Election.com) und Politischer Diskurs im Netz von Jörg Tauss (Mitglied des deutschen Bundestages), Beth Simone Noveck (Bodies Electric LLC), Christoph Bieber (Universität Gießen / politik digital), Steven L. Clift (Minnessota E-Democracy) und Damian Tambini (Institute for Public Policy Research) dargestellt und kontrovers diskutiert.
Das Thema Virtuelle Verwaltung wurde am nächsten Tag von Ignace Snellen (Erasmus Universität Rotterdam), Martin Hagen (Universität Bremen), Bettina Sokol (Landesbeauftragte für den Datenschutz) und Juri Weiss (Bundesamt für Kommunikation, Biel) erörtert. Das Abschlussreferat der Tagung bildete der visionär geprägte Beitrag Strong Democracy in Cyberspace von Benjamin Barber (Walt Whitman Center, Rutgers University).
Die Diskussionsleitung der einzelnen Podien wurde von Ingrid Scheithauer (Frankfurter Rundschau), Miriam Meckel (Universität Münster), Stephan Bröchler (Fernuniversität Hagen) und Bernd Holznagel (Universität Münster) übernommen.
Das Interesse der Öffentlichkeit an dieser aktuellen Thematik wurde nicht zuletzt durch die ausführliche Berichterstattung vor allem auch in der überregionalen Presse deutlich. Die Referate der Tagung sollen in einem Tagungsband zusammengefasst und herausgegeben werden.

Zielsetzung, Programm und Teilnehmende



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