Center for Interdisziplinary Research
 
 

Percolation Phenomena: Basic Techniques and Applications

Termin: 7. - 11. Mai 2001
Leitung: Philippe Blanchard, Michael Röckner und Helmut Satz (alle Bielefeld)

Die Perkolation untersucht, wie aus einzelnen geometrischen Objekten größere zusammenhängende Gebilde entstehen. Sie bietet in vielen Gebieten der Naturwissenschaften das mathematische Handwerkszeug zur Beschreibung unterschiedlichster komplexer Vorgänge von der Diffusion von Erdöl durch poröses Gestein über die Sternentstehung in Galaxien, die Ausbreitung von Virus-Epidemien bis hin zum Verhalten von Quarks in Kernmaterie. Die Perkolationstheorie bezeichnet eine Klasse von Modellen, bei denen das Zusammenspiel von Geometrie, Topologie und Zufall untersucht werden kann. Das erste Modell wurde 1957 durch Broadbent und Hammersley eingeführt. Auf der Tagung wurde über den Stand der aktuellen Forschung mit ihren zahlreichen Facetten berichtet. Hierbei wurden Themen aus verschiedenen Bereichen der Mathematik, statistische Physik und Biologie behandelt. Ganz besonders wurden Bezüge zu Phasenübergängen in hadronischer Materie behandelt. In stark wechselwirkender Materie von hoher Energiedichte lösen sich die Elementarteilchen in ihre Quarkbestandteile auf (Deconfinement). Dies führt auf ein Plasma farbgeladener Quarks und Gluonen. Experimentelle Untersuchungen im Europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf haben Hinweise geliefert, dass man ein Quark-Gluon-Plasma im Labor erzeugen kann.



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