
Die Beschäftigung mit dem Gegenstand der kooperativen Umweltpolitik ist schon seit längerem eine zentrale Aufgabe der sozialwissenschaftlichen (soziologischen, ökonomischen und juristischen) Umweltforschung. Dabei geht es aus soziologischer Sicht um die Analyse kooperativer Elemente der Umweltpolitik im Sinne einer Identifikation der Normgeber-Normadressat-Beziehungen. Aus ökonomischer Sicht werden in erster Linie die Effektivitäts- und Effizienzaspekte derartiger Lösungen analysiert, während aus juristischer Sicht ihre Rechtmäßigkeit mit den Vorschriften der Verfassung oder anderer Gesetze im Vordergrund steht.
Gegenwärtig zeigt sich in vielen Bereichen der Umweltpolitik, dass der hoheitliche Ansatz – ihm liegt ein Verständnis des Umweltstaates als Steuerstaat oder Lenkungsstaat zugrunde – mehr und mehr an seine Grenzen stößt. Ohne die Einbeziehung der Adressaten der Umweltpolitik ist es nicht mehr möglich, umweltbezogene Ziele festzulegen und Instrumente erfolgreich durchzusetzen. Diese Tendenzen zeigen sich in zahlreichen umweltpolitischen Feldern, wobei vor allem die Abfallwirtschaft, die Klimaschutzpolitik, die Chemikalienregulierung und die Produktpolitik im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehen.
Die mit dieser Gewichtsverlagerung einhergehenden Fragen betreffen unterschiedliche Felder: