Center for Interdisziplinary Research
 
 

The Direction of Time

The Role of Reversibility / Irreversibility in the Study of Nature

Termin: 14. - 19. Januar
Leitung: Prof. S. Albeverio (Bonn), Prof. Ph. Blanchard (Bielefeld), Prof. M. Drieschner (Bochum), Prof. S. Paycha (Aubiere)

Der Zeitbegriff ist in der Physik und in den Naturwissenschaften schon immer allgegenwärtig. Für Heraklit war die Welt in ständigem Werden, und schon er verstand die Zeit als einen irreversiblen Ablauf wie der Strom eines Flusses. Für die klassische Mechanik ist die Zeit ein Parameter und ihr Formalismus ist Zeitumkehrinvariant. Einstein hat das relativistische Raum-Zeit Konzept eingeführt, und die Zeit ist nicht länger absolut. Im 19. Jahrhundert wurde Zeit im Zusammenhang mit irreversiblen Prozessen diskutiert, wie wir sie jeden Tag erleben. Ein Glas, das zu Boden fällt, zerbricht. Gin in Tonic gegossen vermischt sich zu Gin-Tonic. Die Umkehrung dieser Prozesse wurde nie beobachtet. Daher muss ein prinzipielles Problem der Zeit behandelt werden, nämlich das der Zeitrichtung. Für uns ist die Vergangenheit etwas Abgeschlossenes, das nicht mehr zu ändern ist, während die Zukunft offen zu sein scheint. Existiert also eine ausgezeichnete Zeitrichtung, ein ›Zeitpfeil‹, der von der Vergangenheit in die Zukunft zeigt?
Diese Frage war das Hauptthema der Diskussionen zwischen Mathematikern, Physikern und Philosophen, die an der Tagung teilnahmen.



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