Center for Interdisziplinary Research
 
 

A System's Approach to Motor Behaviour: From Physiology to Biomimetic Models

Termin: 25. - 27. Juli 2002
Leitung: Volker Dürr und Josef Schmitz (beide Bielefeld)

Die Frage nach der Planung, Generierung und Kontrolle von Bewegungen bei Tieren und Menschen steht seit mehr als 100 Jahren im Vordergrund des Interesses von Biologen und Medizinern. Sie zielt letztlich ab auf die Frage nach der Funktionsweise unseres Gehirns. Auf dem Workshop kamen Neurobiologen, Mediziner, Biomechaniker und Ingenieure zusammen, um aus unterschiedlichen Perspektiven die gemeinsam interessierende Frage "Wie entsteht eine Bewegung?" zu beleuchten. In den letzten Jahrzehnten ist, getrieben durch die Fortschritte im Methodenrepertoire, enormes Detailwissen über Einzelaspekte in diesem Forschungsgebiet gesammelt worden. Dennoch bestehen nach wie vor viele Verständnislücken, die zum Teil auch durch die immer weiter fortschreitende Spezialisierung der einzelnen beteiligten Forschungsdisziplinen verursacht sind. Eine Intention des ZiF:Workshops war es deshalb, die verschiedenen Forschungs- und Beschreibungsebenen innerhalb einzelner (Tier-) Modellsysteme zu diskutieren und Ansätze zu finden, bestehende Verständnislücken zu schließen. Es wurden daher von den jeweiligen Wissenschaftlern anhand einiger ausgewählter Modellsysteme Forschungskonzepte vorgestellt und diskutiert. Die Themen spannten einen Bogen von der (sub-)zellulären Ebene bis zur Kognition. Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussionen war, inwieweit ein neues Hilfsmittel biologischer Forschung, Hardware-Implementationen in Form autonomer Roboter, zum Verständnisgewinn beitragen kann. Durch die Interdisziplinarität des Workshops konnte zum Teil eine neue Sichtweise auf die bisher benutzten Forschungsstrategien angeregt und Diskussion und Kollaboration über die traditionellen Fächergrenzen hinweg gefördert werden.



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