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Niklas Luhmann, Begründer der Systemtheorie und von 1969 bis 1993 Professor für Soziologie an der Bielefelder Universität, ist wie wohl kaum ein anderer prominenter Kopf mit der Geistesgeschichte der Stadt Bielefeld verbunden. Als Auftragswerk des Theaters Bielefeld hat der in Berlin lebende Autor Tom Peuckert ein Stück geschrieben, das sich der Figur Luhmanns und seiner Systemtheorie mit spielerischen Mitteln nähert. |
Kann man die Weltsicht der Systemtheorie in sinnliches Theaterspiel übersetzen - ohne die labyrinthische Komplexität und radikale intellektuelle Abstraktion der Sache zu unterschlagen? Ohne vor der enormen Fallhöhe der Theorie ‚dumm dazustehen'? Wie interessiert man ein Theaterpublikum für Dinge, die unsere Welt faszinierend hell machen - die sich aber nicht durch naives Selbstverständnis, sondern nur durch eine gewisse geistige Leidenschaft erschließen lassen?"
Nicht ein Portrait des Wissenschaftlers ist also das Ziel des Theaterabends, sondern eine theatrale Annäherung an seine Geisteswelt. Einen Zwischenstand der Arbeit an dem Stück wollen Regisseur Patrick Schimanski, Dramaturg Gerd Muszynski und die Schauspieler/innen Nicole Paul, Oliver Baierl, Harald Gieche und Stefan Hufschmidt Ihnen im Rahmen des Abendstudios vorstellen. Die öffentliche Theaterprobe mit anschließender Diskussion wird gemeinsam von den Theater- und Konzertfreunden Bielefeld e.V. und dem Theater Bielefeld mit dem Ästhetischen Zentrum und dem ZiF ausgerichtet. Angefragt zu dieser Veranstaltung ist auch der Autor Tom Peuckert.