Gesundheitsmanagement
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Warnsignale und gesundheitliche Folgen von Stress

 

Nicht jeder Stress ist gesundheitsschädigend.
Damit Stress keine gesundheitlichen Schäden anrichtet, muss nach einer Stressphase immer wieder eine Erholungsphase folgen. Wird Stress dagegen zu einer Dauerbelastung, kann er Deine Leistungsfähigkeit einschränken und sich negativ auf Deine Gesundheit auswirken.

Die Bewältigung der vielseitigen Anforderungen in Studium, Beruf und
Privatleben ist oft mit Stress verbunden.
Da Stress ursprünglich – also in der Menschheitsgeschichte - meist durch körperliche Bedrohungen ausgelöst wurde, hat unser Körper ein Stressreaktions-Programm entwickelt, was ihn in Stresssituationen mit Energien versorgt, die ihm helfen, zu flüchten oder zu kämpfen. Diese Energien waren sehr hilfreich, wenn Menschen z.B. einem Säbelzahntiger begegneten. Dieses uralte und sehr erfolgreiche (oft lebensrettende) Programm läuft auch heute noch ab, wenn wir Stress erleben. Leider ist es zur Bewältigung von z.B. Prüfungen oder Konflikten völlig ungeeignet, da diese Situationen weder mit Flucht noch mit Kampf zu bewältigen sind. Die Folge ist, dass die Energien, die vom Körper bereitgestellt werden, nicht verbraucht werden und daher durch andere Aktivitäten abgebaut werden müssen, z.B. durch regelmäßigen Sport.
Hochschulsport der Universität Bielefeld
 
Ein besonderes Problem entsteht, wenn Stressoren über lange Zeit hinweg bestehen oder immer wieder erneut auftreten. Dann gelingt es dem Körper selbst in Erholungsphasen nicht mehr auf ein Ruheniveau zurückzuschalten. Dies kann z.T. deutliche gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen: von einer Schwächung der Immunkompetenz und somit einer höheren Anfälligkeit für Infektionskrankheiten über die Verstopfung der Blutbahn (durch Fett, Zucker und verklumpende Blutplättchen) bis hin zu Gefäßverschluss in Herz, Lunge oder Gehirn. Auch negative Auswirkungen auf den Verlauf von Krankheiten, die ursächlich nichts mit Stress zu tun haben (z.B. Allergien), sind möglich.
Unglücklicherweise verstärken ungeeignete aber weit verbreitete
Stressbewältigungsversuche wie z.B. übermäßiges Rauchen, Alkohol, Tabletten,
unregelmäßige Essgewohnheiten oder mangelnde körperliche Bewegung, die
negativen gesundheitlichen Folgen zusätzlich.


Warnsignale

Stress kann sich sowohl mit körperlichen als auch mit psychischen Symptomen bemerkbar machen. Da die Anfangssymptome für eine Stressbelastung uncharakteristisch sind, werden sie oft nicht mit Stress in Verbindung gebracht.

Erste psychische Anzeichen für eine Stressbelastung können Schlafprobleme,
Unwohlsein, Konzentrationsschwierigkeiten, Gereiztheit, Motivationsprobleme und Ängste sein.

Zu den körperlichen Früh-Symptomatiken können Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Müdigkeit, erhöhter Blutdruck, Rastlosigkeit oder Sodbrennen gehören.

In der folgenden Tabelle werden einige der häufigen körperlichen Krankheiten, die durch Dauerstress verursacht oder in ihrem Verlauf beeinflusst werden können, dargestellt:
Körperregion Mögliche Erkrankungen
Gehirn Eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Hirninfarkt
Herz-Kreislauf-System Bluthochdruck, Herzinfarkt
Muskulatur Kopf- und Rückenschmerzen
Verdauungsorgane Magen-Darm-Geschwüre
Stoffwechselorgane Diabetes, erhöhter Cholesterinspiegel
Immunsystem
Infektionserkrankungen, ungünstiger Verlauf von u.a. Tumorerkrankungen
Sinnesorgane Tinnitus, Hörsturz, Ohrgeräusche
Geschlechtsorgane Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit, Impotenz
Schmerzrezeptoren Verringerte Schmerztoleranz
Dauerstress kann weiterhin zu Störungen des psychischen Wohlbefindens führen, die sich häufig schon vor den körperlichen Beeinträchtigungen entwickeln. Eine mögliche psychische Folge ist das so genannte „Burnout-Syndrom“, ein anhaltender und schwerer Erschöpfungszustand mit körperlichen und psychischen Beschwerden.
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