

| Vorname | Marc |
|---|---|
| Name | Vierhaus |
| Fakultät | Psychologie |
| Autor | Truman Capote |
| Buchtitel | Andere Stimmen, andere Räume |
| Begründung | Nach dem Tod seiner Mutter zieht der 13jährige Joel zu seinem Vater, den er noch nie gesehen hat. In dem abgelegenen Farmhaus im hintersten Alabama trifft er auf seine verstörende Stiefmutter und seinen mysteriösen Cousin Randolph - von seinem Vater ist zunächst nichts zu sehen. Er durchlebt einen Sommer in der schaurig-schwülen Atmosphäre des amerikanischen Südens, an dessen Ende auch das Ende seiner Kindheit steht. Der letzte Satz des Romans lautet: "Er blieb stehen und blickte zurück zu der blütenlosen, hereinbrechenden Düsternis, zu dem Jungen, den er hinter sich gelassen hatte." "Andere Stimmen, andere Räume" ist aus meiner Sicht Capotes bestes Buch, in dem seine Sprachgewalt wie in keinem anderen Werk Ausdruck findet. Ein Entwicklungsroman, den es unbedingt zu entdecken gilt. |
| Vorname | Jens |
|---|---|
| Name | Stoye |
| Fakultät | Technische Fakultät |
| Autor | Douglas R. Hofstadter |
| Buchtitel | Gödel, Escher, Bach - ein Endloses Geflochtenes Band |
| Begründung | Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre war "Gödel, Escher, Bach" unter Mathematik- und Informatikstudenten Kult. Man musste dieses Buch nicht nur gelesen haben, sondern jederzeit seitengenau daraus die verrücktesten Geschichten, Anekdoten und Erkenntnisse zitieren können. Aber im Gegensatz zu anderen Kult-Klassikern jener Zeit wie Monty Python oder Hitchhiker's Guide to the Galaxy enthält dieses Buch eben nicht nur Geschichten und intelligenten Humor, sondern tatsächlich einen extrem großen Fundus an wissenschaftlich nicht-trivialen Gedanken und erstaunlichen Zusammenhängen. Ich möchte fast soweit gehen und sagen, dass ich nicht dieses Buch gelesen habe, um mein Studium intellektuell zu bereichern, sondern dass ich studiert habe, um an dem unendlichen Gedankenreichtum dieses Buches noch besser teilhaben zu können. |
| Vorname | Fritz |
|---|---|
| Name | Trillmich |
| Fakultät | Biologie |
| Autor | Hrdy, SB |
| Buchtitel | Mothers and Others |
| Begründung | Die Autorin schöpft aus der reichen Erfahrung eines langen Forscherlebens an Primaten und Menschen. Sie zeigt, wie wichtig für Menschen die Kooperation bei der Aufzucht von Nachkommen ist und stellt die kühne Hypothese auf, dass diese Kooperation und die Notwendigkeit schon als Kleinstkind die Kooperation des sozialen Umfeldes in Gang zu setzen und zu erhalten, wesentlich an der Evolution unseres Gehirns mit seiner extremen Leistungsfähigkeit gerade im sozialen Kontext beteiligt war. |
| Vorname | Andy |
|---|---|
| Name | Thomas |
| Fakultät | Physik |
| Autor | Edward Tufte |
| Buchtitel | Beautiful Evidence |
| Begründung | 'If you look after truth and goodness beauty looks after herself' Eric Gill Nur sehr wenige Autoren beschäftigen sich mit der richtigen Darstellung von Abbildungen in wissenschaftlichen Texten. Edward Tufte zeigt anhand von Beispielen, wie Abbildungen schrittweise verbessert werden können. |
| Vorname | Christoph |
|---|---|
| Name | Karlheim |
| Fakultät | Fakultät für Gesundheitswissenschaften/ AG 6 |
| Autor | Peter L. Berger & Hansfried Kellner |
| Buchtitel | Für eine neue Soziologie: Ein Essay über Methode und Profession |
| Begründung | Dieses Buch hat mich auf dem Weg des Verstehens der qualitativen Methoden der Sozialforschung begleitet und sehr unterstützt! Es beschäftigt sich mit soziologischen Fragestellungen, möglichen Sichtweisen auf gesellschaftliche Teilbereiche und die empirischen Methoden der Erhebung und Analyse. Grundlegende Fragen werden von Berger und Kellner formuliert und es wird auf schöne Art und Weise - fast in Prosaform - dargestellt, wie das Fragenstellen in den qualitativen Methoden funktioniert, worauf sie sich beziehen können usf. Da ich an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften in der Lehre für die Kurse in qualitativen Methoden der empirischen Sozialforschung zuständig bin, möchte ich gerne dieses Buch empfehlen: Für alle, die sich einmal mit diesem Forschungsansatz beschäftigen wollen und ein schön geschriebenes und didaktisch gut aufbereitetes Buch darüber lesen wollen! |
| Vorname | Petra |
|---|---|
| Name | Steiner |
| Fakultät | Linguistik und Literaturwissenschaft |
| Autor | Simon Winchester |
| Buchtitel | The Professor and the Madman |
| Begründung | Ein faszinierendes und packend geschriebenes Buch über die Geschichten zweier unterschiedlicher Menschen, deren Leben miteinander verwoben ist. Der eine ist Gelehrter und stellt das berühmte Oxford English Dictionary zusammen; der andere ist ein psychisch kranker Mörder. Nach dieser Lektüre schaut man sich Wörterbücher mit ganz anderen Augen an .... |
| Vorname | Rolf |
|---|---|
| Name | Parr |
| Fakultät | LiLi / Germanistik |
| Autor | Thomas Ernst/Florian Neuner (Hg.): |
| Buchtitel | Das Schwarze sind die Buchstaben. Das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur. Oberhausen: Asso 2010 |
| Begründung | Es gibt sie wirklich, die Gegenwartsliteratur aus Kulturhauptstadtgebiet "Ruhr" und zwar auch jenseits von Stahl- und Kohle-Idyllisierung, nämlich popliterarisch, multikulturell, politisch, grotesk, satirisch und bisweilen auch politisch subversiv. Der Band von Ernst/Neuner erschließt diese Texte in einer über die üblichen Kompilationen hinausgehenden Anthologie auf dichte Weise und kenntnisreich eingeleitet: Von Sibylle Berg bis Wolfgang Welt, von Ludwig Harig bis Helge Schneider, Alexander Kluge und Jürgen Link. |
| Vorname | Birgit |
|---|---|
| Name | Geissler |
| Fakultät | Soziologie |
| Autor | Münkler |
| Buchtitel | Die Mythen der Deutschen |
| Begründung | In dem Buch werden Mythen, die man irgendwie kennt (Hermann der Cherusker, Nibelungen, Barbarossa und viele andere) historisch rekonstruiert und in den politisch-bewussten und den unbewussten Wirkungen analysiert. Und das Ganze ist spannend und gut zu lesen. |
| Vorname | Oliver |
|---|---|
| Name | Böhm-Kasper |
| Fakultät | Fakultät für Erziehungswissenschaft |
| Autor | Peter Fuchs |
| Buchtitel | Liebe, Sex und solche Sachen. Zur Konstruktion moderner Intimsysteme |
| Begründung | Peter Fuchs ist Soziologe und wird gern als Luhmann-Schüler bezeichnet. Er versteht es, in seinen Büchern einen nachvollziehbaren, witzigen und unterhaltsamen Einstieg in die Systemtheorie anzubieten. Das Buch "Liebe, Sex und solche Sachen" geht in Form höchst vergnüglicher Vorlesungen (an deren theoretischer Klarheit gepaart mit hohem Unterhaltungswert sich auch Lehrende ein Beispiel nehmen können) der Frage nach, wie Liebesbeziehungen unter modernden gesellschaftlichen Bedingungen eigentlich dauerhaft aufzubauen sind. Auch für Leser, die keine systemtheoretischen Vorkenntnisse aufweisen, ist dieses Buch höchst unterhaltsam zu lesen und liefert ungewohnte Perspektiven auf das uns anscheinend so bekannte Phänomen der Liebe? |
| Vorname | Leif |
|---|---|
| Name | Seibert |
| Fakultät | Abt. Theologie |
| Autor | Horkheimer, M./Adorno, T.W. |
| Buchtitel | Dialektik der Aufklärung |
| Begründung | Eine ebenso scharfsinnige wie -züngige Kulturkritik, die auch heute nichts an Aktualität eingebüßt hat. |
| Vorname | Jan |
|---|---|
| Name | Wirrer |
| Fakultät | Linguistik und Literaturwissenschaft |
| Autor | Heym, Stefan |
| Buchtitel | Schwarzenberg: Roman |
| Begründung | Der Roman basiert auf Ereignissen der unmittelbaren Nachkriegszeit. Aufgrund organisatorischer Missverständnisse wurde der Kreis Schwarzenberg von den Alliierten Truppen zunächst nicht besetzt. Dieser Zustand hat längere Zeit angehalten, so dass die Bürger sich gezwungen sahen, die 'Republik Schwarzenberg' zu gründen. Der Roman, der in der DDR nicht erscheinen durfte, vermittelt ein recht ungewöhnliches Bild der unmittelbaren Nachkriegszeit. Kurz nach der Wende habe ich einmal im Anschluss an eine Tagung in Zwickau alle Orte aufgesucht, die in dem Roman erwähnt werden, und habe auch auch Einwohner von Schwarzenberg über die Rezeption des Romans zu DDR-Zeiten befragt. |
| Vorname | Katrin |
|---|---|
| Name | Jorke |
| Fakultät | Psychologie |
| Autor | Manfred Prior |
| Buchtitel | MiniMax-Interventionen: 15 minimale Interventionen mit maximaler Wirkung |
| Begründung | Ein sehr amüsant zu lesendes Buch, von dem man viel für die Beratungspraxis aber auch generell für die Gesprächsführung mitnimmt. |
| Vorname | Frederik |
|---|---|
| Name | Herzberg |
| Fakultät | Institut für Mathematische Wirtschaftsforschung |
| Autor | Keller, Timothy |
| Buchtitel | The Reason for God. Belief in an Age of Skepticism |
| Begründung | "Hat die Wissenschaft Gott begraben? Wie kann ein liebender Gott so viel Leid in der Welt zulassen? Kann es in Fragen des Glaubens überhaupt 'wahr' und 'falsch' geben? Ist die Auferstehung Jesu ein historisches Ereignis? Und wie vertrauenswürdig sind die Schriften des Neuen Testaments?" Diesen Fragen geht der Verfasser, promovierter Theologe und Pfarrer einer evangelisch-reformierten Gemeinde in New York, mit intellektueller Schärfe und seelsorgerlichem Einfühlungsvermögen nach. Eine deutsche Ausgabe erscheint im August 2010 unter dem Titel "Warum Gott? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?" im Brunnen Verlag. |
| Vorname | Frank |
|---|---|
| Name | Konersmann |
| Fakultät | Abteilung Geschichte |
| Autor | Heinrich Mann |
| Buchtitel | "Die Jugend des Königs Henri IV" und "Die Vollendung des Königs Henri IV" |
| Begründung | Heinrich IV Es handelt sich in mehrfacher Hinsicht um einen Schlüsselroman: Erstens schreibt Heinrich Mann über die u.a. konfessionell motivierten bürgerkriegsähnlichen Zustände im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts in Frankreich, die sich an der Vita Heinrich von Navarras brechen, zweitens nimmt Autor diese Zustände und Vita zum Anlaß, grundsätzlich über Moral, Ethik und Politik nachzudenken, drittens verarbeitet er seine eigenen Erfahrungen als einer von den Nazis nach Frankreich geflüchtete Person, und viertens ist dieser Roman als eine deutsche Hommage an Tugenden (Toleranz, Standhaftigkeit, Freundschaft ..) zu verstehen, die Heinrich von Navarra und sein Ratgeber Montaigne vertraten und verkörperten. |
| Vorname | Gregor |
|---|---|
| Name | Schröer |
| Fakultät | Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft |
| Autor | Hanno Rauterberg |
| Buchtitel | Und das ist Kunst?! Eine Qualitätsprüfung |
| Begründung | "Und das ist Kunst?!" ist einerseits ein Streifzug durch die internationale Gegenwartskunst und die sie zu Markte tragenden Mechanismen der Kulturwirtschaft. In dieser Hinsicht ist das Buch im besten Sinne informativ und wahrt durchgängig eine angenehme analytische Distanz zum Kunstbetrieb, in den der ZEIT-Journalist Rauterberg ja durchaus selbst eingebunden ist. Andererseits ist "Und das ist Kunst?!" aber auch eine Aufforderung zum genauen Hinsehen und zum selbstbewussten Urteilen - gerade, was Gegenwartskunst betrifft. In dieser Hinsicht ist dem Buch auch die Begeisterung für seinen Gegenstand - eben die Kunst - anzumerken. Hier ist die analytische Distanz nicht immer gegeben, aber das soll sie wohl auch nicht sein und das tut dem Buch auch gut. Nachdem der Filter der kulturwirtschaftlichen Vermarktungsmechanismen von Rauterberg erst einmal beiseite geschoben ist und nur noch der Betrachtende und das Werk ins Auge gefasst werden... da wird es dann richtig spannend. Rauterberg verlangt den Lesenden einiges ab - insbesondere, die eigenen Maßstäbe der Kunstbetrachtung gründlich zu durchleuchten. Der Autor selbst scheut sich keineswegs vor Urteilen und legt seine Kriterien dafür offen. Eine wesentliche Bezugsadresse ist hierbei nicht umsonst Immanuel Kants "Kritik der Urteilskraft". Das klingt nun wahrscheinlich komplizierter, als "Und das ist Kunst?!" daherkommt. Das Buch ist zwar alles andere als theoriefrei, aber sein Duktus ist nie hölzern, sondern stets klar und im besten Sinne diskussionsfreudig. Es ist kein Muss, Rauterbergs Argumentationen immer zu folgen, aber es ist lohnenswert, sich an ihnen zu reiben. |
| Vorname | Dirk |
|---|---|
| Name | Koester |
| Fakultät | Fak. f. Psychologie und Sportwissenschaft |
| Autor | Bibi Dumon Tak |
| Buchtitel | Kuckuck, Krakem, Kakerlake - Das etwas andere Tierbuch |
| Begründung | Dieses Buch ist nicht für's Studium wichtig. Dieses Buch ist eine Liste von Anglerfisch bis Zitteraal. Von Schnabletier bis zum Schwarzen Schlinger. Voll von unterhaltsamen (und nicht für's Studium wichtigen) Details und Lebensgewohnheiten eben dieser Listentiere; voll von wunderbaren Illustrationen (Glühwürmchen!). Nein, dieses Buch ist nichts für's Studium. Es sei denn mal will beim Studieren auch mal Ablenkung, Unterhaltung und Spaß. (Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2010) |
| Vorname | Almut Kristine |
|---|---|
| Name | v. Wedelstaedt |
| Fakultät | Fakultät für Geschichtwsissenschaft, Philosophie und Theologie/Abteilung Philosophie |
| Autor | Siri Hustvedt |
| Buchtitel | The Shaking Woman: The History of My Nerves |
| Begründung | Am Beginn dieses Buches steht folgende Begebenheit: Einige Zeit nach dem Tod ihres Vaters soll Hustvedt eine Rede auf ihn halten. Während des Vortrags gerät ihr Körper außer Kontrolle, sie beginnt zu zittern und um sich zu schlagen, kann ihre Rede aber dennoch beenden. Dieses sie sehr verunsichernde Ereignis wird für Hustvedt zum Ausgangspunkt einer Suche. Was ist während des Vortrags mit ihr geschehen? Welche Ursache/n hatte das Zittern? Auf diese Fragen sucht sie Antworten, indem sie sich auf eine Reise durch die Geschichte der Medizin, der Psychologie und der Philosophie begibt. Dabei stößt sie auf manche große Frage wie die nach dem Verhältnis von Körper und Geist und die Frage, wer man eigentlich ist, was einen ausmacht. Hustvedt zeigt zugleich, welche Bedeutung diese Fragen für Menschen haben können und wie Antworten aussehen könnten. Dabei gelingt es ihr, Persönliches und Theoretisches im Erzählen miteinander zu verweben, ohne in langweiliges Belehren oder Herabbeten zu verfallen noch indiskret mit Persönlichem umzugehen. |
| Vorname | Nadja |
|---|---|
| Name | Sennewald |
| Fakultät | Linguistik und Literaturwissenschaft |
| Autor | Jerome David Salinger |
| Buchtitel | Nine Stories / Neun Erzählungen |
| Begründung | Den "Fänger im Roggen" kennen vermutlich die meisten noch aus der Schule. Weniger bekannt sind J. D. Salingers Kurzgeschichten. Die letzte ist 1965 in "The New Yorker" erschienen, seitdem hat sich Salinger jeder Veröffentlichung verweigert. Da Salinger diesen Januar gestorben ist, habe ich seine Bände in einem Akt der posthumen Würdigung aus dem Regal gezogen und sie ein weiteres Mal gelesen. Und ein weiteres Mal bin ich begeistert von der zeitlosen Aktualität der Geschichten, bin ich eingenommen vom Sog, den sie entwickeln und beeindruckt vom handwerklichen Können, mit dem sie geschrieben wurden. Thematisch kreisen die "Neun Erzählungen" um Schuld und Unschuld, Lebenslügen und Erkenntnis, psychische Deformationen durch Kriegserfahrungen und zwischenmenschliche Verstrickungen. In "A Perfect Day for Bananafish" zum Beispiel spielt ein Mann im Meer mit einem kleinen Mädchen, kehrt in sein Hotel zurück und erschießt sich. Aber so einfach ist das natürlich nicht. |
| Vorname | Ulrich |
|---|---|
| Name | Seelbach |
| Fakultät | Linguistik und Literaturwissenschaft |
| Autor | Cormac McCarthy |
| Buchtitel | All die schönen Pferde (All The Pretty Horses) |
| Begründung | Es ist ungewöhnlich, dass eine Trilogie ("Die Border-Trilogie") so unterschiedliche Qualitäten vereint, daher sei meine Empfehlung zugleich mit dem Rat verbunden, die beiden anderen Romane (Grenzgänger, Land der Freien) nicht mit zu lesen ? es lohnt sich nicht. Der Autor ist bekannt als Vorlagenlieferant für den oscar-prämierten Film der Coen-Brüder "Kein Land für alte Männer" und den düster-apokalyptischen, ungeheuer anrührenden Vater-Sohn-Roman "Die Straße", der ebenfalls als Film demnächst im Kino läuft. Der spannende Roman um den 17jährigen Helden John Grady spielt im Grenzland von Texas und Mexiko in einer archaischen, grausamen Gesellschaft, die man sich in der Mitte des zivilisierten 20. Jahrhunderts auch in Amerika kaum vorstellen kann. Zwei junge Ausreißer suchen ihr Glück in Mexiko und geraten von dummen Zufällen fehlgeleitet in einen ungeheuren Sog von unglücklichen Verkettungen, die in der persönlichen Katastrophe enden. Dabei erzählt McCarthy so eindringlich voraussetzungslos, archaisch und ursprünglich wie das karge Land, in dem sich die Geschichten ereignen. Jeder Fehler führt nur abwärts, nichts kann wieder gutgemacht oder revidiert werden. Diese Botschaft ist heftig ? und dennoch vermittelt der Roman auch die Gewissheit, dass Menschlichkeit überall begegnen wird. Sie entschädigt zwar niemals für das Erlittene, doch John Grady bleibt unbeirrt gradlinig beim Einfordern des ihm Genommenen ? seien es die ihm gestohlenen Pferde oder die ihm vom Vater entzogene Geliebte. Gewonnen hat er letzthin nichts, (fast) alles verloren, doch am Ende reitet der Held aufrecht wie im Western in den Sonnenuntergang. |
| Vorname | Dominik |
|---|---|
| Name | Cholewa |
| Fakultät | Techn. Fak./AG Fermentationstechnik |
| Autor | Hubert Rehm |
| Buchtitel | Proteinbiochemie - Experimentator |
| Begründung | Wissenschaftliche Theorie kann manchmal sehr trocken sein....warum soll sie dann auch trocken verfasst sein? Das ist die Einstellung von H. Rehm, der ein Meisterwerk von Wissenschaftsbuch verfasst hat. Hohes Niveau mit viel Witz und einigen Labor-Floskeln!!! Lesevergnügen beim lernen. |
| Vorname | Henning |
|---|---|
| Name | Paus |
| Fakultät | Rechtswissenschaft |
| Autor | Jonathan Safran Foer |
| Buchtitel | Tiere Essen |
| Begründung | Ob man nun Vegetarier ist oder Tierschützer oder einfach nur jemand, dem sein Steak vom Grill heilig ist. Fleischkonsum betrifft irgendwie jeden, manche eben nur mittelbar. Vieles über Tierhaltung weiß man wohl oder ahnt es, aber man blendet es aus, weil einem der Genuss beim Schnitzel abhanden zu kommen droht. Genau das, was man ahnt oder irgendwie im Hinterkopf hat, was Massentierhaltung wohl bedeutet, das führt einem der Autor in diesem Buch vor Augen. Dabei gelingt es ihm die Fakten nüchtern und sachlich darzustellen und dem Leser die Entscheidung über gut oder schlecht selbst zu überlassen. Wer dieses Buch liest, wird definitiv über seine Einstellung gegenüber dem, was er isst, nachdenken. Zu welchem Ergebnis er dabei kommt, das sei ihm selbst überlassen... Ein bewegendes Buch. |
| Vorname | Matthias |
|---|---|
| Name | Millard |
| Fakultät | Fakultät für Geschichte, Philosophie und Theologie/Ev. Theologie |
| Autor | Gerd Theissen |
| Buchtitel | Der Schatten des Galiläers |
| Begründung | Gerd Theissen vermittelt in einem fiktiven Dialog und erzählend, wie wir den historischen Jesus nie erreichen, aber über seine Spuren und sein Umfeld sich uns seiner Welt und Botschaft rekonstruierend annähern können. |
| Vorname | Vivian |
|---|---|
| Name | Gramley |
| Fakultät | LiLi |
| Autor | David Benioff |
| Buchtitel | City of Thieves (Stadt der Diebe) |
| Begründung | Es geht in diesem sehr spannend geschriebenen Buch um die Belagerung Leningrads im 2. Weltkrieg. Der Großvater des Autors (ein Exil-Russe in Florida) erzählt seinem Enkel von dieser dramatischen Zeit und wie er sie erlebt hat: er sollte wegen der Plünderung eines toten deutschen Fallschirmspringers in Leningrad zum Tode verurteilt werden. Wolle er sein Leben retten, so sollte er zusammen mit einem anderen Verurteilten in der besetzten Stadt zwölf Eier für die Hochzeitstorte des Kommandanten "suchen". Ob und wie das gelingt, wird hier erzählt. |
| Vorname | Peter |
|---|---|
| Name | Zickermann |
| Fakultät | FH Bielefeld FB Gestaltung |
| Autor | Max Frisch |
| Buchtitel | Fragebogen |
| Begründung | Immer wieder gerne schaue ich in dieses Buch. Es besteht nur aus Fragen. Durch die geschickte Art der Fragestellungen erreicht Frisch es immer wieder, dass man über die eigenen Antworten stolpert. Es amüsiert und verstört zugleich. Eine prima Möglichkeit, ein bisschen mehr über sich selbst zu erfahren. |
| Vorname | Ulrike |
|---|---|
| Name | Preußer |
| Fakultät | Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft |
| Autor | Dietmar Dath |
| Buchtitel | Die salzweißen Augen |
| Begründung | Mathematiker, Redakteur bei der FAZ, Ex-Herausgeber des Popkulturmagazins Spex und im wahrsten Sinne des Wortes ein unheimlicher Schriftsteller: Das ist Dietmar Dath auf alle Fälle. Sein insbesondere in den letzten fünf Jahren geradezu sprunghaft angewachsener literarischer output könnte vielleicht Außenstehende vermuten lassen, dass es damit qualitativ nicht viel auf sich haben kann. Wer neben einer Fülle an Essays und Sachtexten (und zwischendrin noch ein paar Übersetzungen) auch noch acht Romane innerhalb von gerade mal fünf Jahren produziert, muss doch entweder ein seine Ideen stets nur recycelnder und in stereotyper Form aufs Papier erbrechender, demnach Industrieware erzeugender Fließbandarbeiter sein oder aber ein hoch intelligenter und überaus kreativer Untoter, der aufgrund seiner Disposition unendlich viel mehr Zeit und Kraft zum Denken, Neumodellieren und Schreiben hat als andere. Ich denke, dass Letzteres der Fall ist. Und mit "Die salzweißen Augen" hat Dietmar Dath genau das Thema aufgegriffen, zu dem es meiner Meinung nach schon längst eine philosophisch-essayistische Betrachtung hätte geben sollen, nämlich zu der Frage, warum Horror, Splatter, Metal & Co. - also alles, was so wunderbar explizit ist, dass da außer Ausdruck nichts mehr zu sein scheint und das somit permanent dem Schund- und Ekelvorwurf ausgesetzt ist - wichtige, ja notwendige Kulturleistungen darstellen, die das so sehr ersehnte wie gefürchtete Selbstbild des Menschen skizzieren, der erkennen muss,dass die aufklärungszersetzte, Vernunft proklamierende, ein soziales Gewissen vermeintlich generierende Moderne nicht halten kann, was sie verspricht. In vierzehn Briefen versucht der Absender David seiner Jugendliebe Sonja auseinanderzusetzen, was so faszinierend ist an Drastik und Deutlichkeit und entwirft dabei nicht nur eine Theorie, sondern erzählt auch noch ganz nebenbei die Geschichte einer Jugend in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts. |
| Vorname | Kathrin |
|---|---|
| Name | Grothe |
| Fakultät | LiLi |
| Autor | Jostein Gaarder |
| Buchtitel | Das Orangenmädchen |
| Begründung | Der 15jährige Georg findet einen Brief seines vor elf Jahren verstorbenen Vaters. Es ist ein Abschiedsbrief, den der Vater ihm während seiner Krankheit geschrieben hat und in dem er ihm von der Liebe seines Leben - zu dem Orangenmädchen - erzählt. Dem Autor gelingt ein zutiefst anrührendes Buch mit Fragen und Antworten nach dem Leben und dem Tod. Eine Lektüre, die eigentlich für Jugendliche gedacht war, aber auch schon viele erwachsene Leser ergriffen hat! |
| Vorname | Barbara |
|---|---|
| Name | Degen |
| Fakultät | Rechtswissenschaften/Gender |
| Autor | Christine de Pizan |
| Buchtitel | Das Buch von der Stadt der Frauen |
| Begründung | Die Gerechtigkeitsphilosophin Christine de Pizan weist den Weg vom Mittelalter in die Moderne und wird damit den Interessen von Frauen und Männern (nicht nur ihrer Zeit) gerecht. |
| Vorname | Oliver |
|---|---|
| Name | Jones |
| Fakultät | WiWi |
| Autor | Steven Levitt and Stephen Dubner |
| Buchtitel | SuperFreakonomics |
| Begründung | Das Buch gibt Antworten auf Fragen die sich niemand stellt, zum Beispiel: Why should suicide bombers buy life insurance? Besonders empfehlenswert für Studierende der Wirtschaftswissenschaften, die sich nicht mehr sicher sind das richtige Studienfach gewählt zu haben. Vielleicht wurden im bisherigen Studium einfach die falschen Fragen behandelt... |
| Vorname | Regina |
|---|---|
| Name | Harzer |
| Fakultät | Fakultät für Rechtswisenschaft |
| Autor | Jonathan Safran Foer |
| Buchtitel | Tiere essen |
| Begründung | Das Buch verdeutlichst den globalen Mangel unserer Tierschutzregelungen und beschreibt eindringlich die Forderung nach entsprechenden Veränderungen der Rechtskultur. |
| Vorname | Valeriano |
|---|---|
| Name | Bellosta von Colbe |
| Fakultät | Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft |
| Autor | Donald L. Finkel |
| Buchtitel | Teaching with your Mouth Shut |
| Begründung | Letztes Jahr ging es mir um die Frage, wie man über Bücher redet, die man nicht gelesen hat. Dieses Jahr geht es mir um die Frage, wie man als Dozent/in Lehrveranstaltungen hält, ohne den Mund aufzumachen. Paradox an der Antwort ist, daß es wohl nicht anders geht, als durch Lesen! Aber nicht nur um das Lesen geht es, sondern um eine ganze Kultur des Lesens, des Redens und des Schreibens, eine Kultur des Verstehens, des Nachdenkens und der kritischen Auseinandersetzung mit Fragen und Antworten der Wissenschaften und der Philosophie. Moderne Pädagogen mögen von "Aktivierung der Studierenden" reden, dieses Buch geht aber viel tiefer... |
| Vorname | Marijana |
|---|---|
| Name | Vasilj |
| Fakultät | Psychologie |
| Autor | Gerd Gigerenzer |
| Buchtitel | Bauchentscheidungen |
| Begründung | Ein gutes Bauchgefühl mit McDonalds? Vielleicht. Aber Deutschlands renommiertester Psychologe Gerd Gigerenzer zeigt wie entscheidend unser gutes Bauchgefühl für das Treffen von Entscheidungen und Urteilen ist. Ganz nach dem Motto "nur verkopft ist doch bekloppt" verneint Gigerenzer logische Abwägungen und Kalkulationen und setzt seine Karten auf den Faktor Bauchgefühl - die Kraft des Unbewussten. Denn der Mensch weiß viel mehr, als er denkt. In seinem Unbewussten sind riesige Wissensschätze verborgen. Und wer es versteht, sie freizulegen, kann wahre Wunder voll bringen. Und sich den Glauben an Wunder zu bewahren ist gut, besonders für das Leben und Studium an der Universität. Denn "das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt" (Blaise Pascal). |
| Vorname | Torsten |
|---|---|
| Name | Voß |
| Fakultät | fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft |
| Autor | António Lobo Antunes |
| Buchtitel | Das Handbuch der Inquisitoren |
| Begründung | Antunes polyphon strukturierter Roman über die ausgehende Salazar-Diktatur in Portugal ist ein zugleich melancholischer und zynischer Abgesang auf eine Epoche, die in ihrem Untergang noch einmal ihr ganzes Potential an Korruption, Amoralität, Erotik und verstörender Faszination zu entfalten scheint. Im Mittelpunkt steht der Großgrundbesitzer und Minister Francisco, der mit dem Tod von Salazar und seiner aus Gründen des Pragmatismus erfolgten Brüskierung bei der neuen Regierungsbildung unter Marcello Caetano und schlussendlich der 1974 erfolgenden Nelkenrevolution seine Macht schwinden sieht. Er verkommt zum nutzlosen Greis, der seinen einstigen Einfluss nur noch in der Imagination ausleben kann. So entlässt er sein Dienstpersonal, weil er sie für linke Revolutionäre hält, durchstöbert im Schweinestall die Fresströge, weil er in ihnen Kommunisten vermutet und beschimpft die Raben als gemeine Verräter. Sein vor sich hin faulendes und verlasenes Landgut in Palmela wird auf diese Weise zum morbiden Symbol des Untergangs einer Denkweise, die sich auch im Verfall des Patriarchen exemplarisch abzeichnet. Um ihn herum geben verschiedenste Familienangehörige, Untergebene, Feinde und Freunde Aufschluss über ihre Beziehungen zum einstigen Minister und referieren in einem vielstimmigen Chor ihre meist tragisch endenden Rollen im komplexen Geflecht der Salazar-Diktatur. Antunes verbindet in seinem Roman die Erzähltraditionen der Moderne mit einer mitreissenden Geschichte und entwirft dadurch ein bildgewaltiges Panorama einer einst mächtigen Familie. In mancherlei Hinsicht dem südamerikanischen Diktatoren-Roman (vgl. Mario Vargas Lllosa: Das Fest des Ziegenbocks, 2001) nicht unähnlich, wird durch Antunes Schreibverfahren auch die dunkle Faszination dieser im Verschwinden sich befindenden Epoche Portugals in beinahe sinnlicher Weise deutlich. Politische Systemkritik und Familendrama erfahren hier eine vielversprechende und originelle Verknüpfung. |
| Vorname | Yingzhi |
|---|---|
| Name | Zhang |
| Fakultät | Fachsprachenzentrum |
| Autor | Kuan, Yu-chien; Häring-Kuan, Petra |
| Buchtitel | Die Langnasen : was die Chinesen über uns Deutsche denken |
| Begründung | Das Buch ist für mich in meinem Studium und für meine intellektuelle Entwicklung besonders wichtig. |
| Vorname | Holger |
|---|---|
| Name | Ziegler |
| Fakultät | Fakultät für Erziehungswissenschaft |
| Autor | Richard Wilkinson und Kate Pickett |
| Buchtitel | Gleichheit ist Glück |
| Begründung | Auf breiter empirischer Basis widmet sich das Buch der Frage des Nutzens von sozialer Gleichheit und der moralischen und sozialen Kosten von Ungleichheit. Der Originaltitel "Why More Equal Societies Almost Always Do Better" bringt das Ergebnis der Studie treffend auf den Punkt. Bemerkenswert ist, dass es zwei NaturwissenschaftlerInnen sind, die in einer Kardinalfrage der Sozialwissenschaften und der politischen Philosophie einen notwendigen Kontrapunkt zum Irrglauben setzten, dass Ungleichheit notwendig sei, um Gesellschaften voranzubringen und sozial funktionsfähig zu halten. |
| Vorname | Reinhold |
|---|---|
| Name | Christiani |
| Fakultät | Erziehungswissenschaft |
| Autor | Albert Cohen |
| Buchtitel | Die Schöne des Herrn |
| Begründung | "Ach, dieses ständige Duett unter den Menschen, dieses widerliche Pavianlied. Ich bin mehr als du. Ich weiß, dass ich weniger bin als Sie. Und so weiter, immer und überall. Paviane allesamt!" So Cohens faszinierende, herausfordernde, monumentale Schilderung aus dem Völkerbund - Rivalitätsdenken, unverdünnter Egoismus übrigens nicht nur in den Behörden damals und heute, einsetzend bereits im 1. Schuljahr: das Federmäppchen, als Sichtschutz praktisch gewordene Einstellung des "Ich bin um so bwesser, je schlechter du bist". Ein faszinierender Liebesroman - Tristan und Isolde gleich -, der kurz vor dem 2. Weltkrieg in Genf im Milieu des Völkerbunds spielt. Cohen, scheizerischer, französischer, israelischer Staatsbürger, zuletzt Diplomat bei den Vereinten Nationen, war der Lieblingsschriftstelle von Mitterand. |
| Vorname | Walter |
|---|---|
| Name | Trockel |
| Fakultät | IMW |
| Autor | Elie Wiesel |
| Buchtitel | Night |
| Begründung | Weil es das Leugnen,Vergessen oder Verdrängen des Holocaust unmöglich macht. |
| Vorname | Lars |
|---|---|
| Name | Flömer |
| Fakultät | Abteilung Philosophie |
| Autor | Matthias Borngrebe |
| Buchtitel | Die Nacht, als Robert starb |
| Begründung | Der 19-jährige Robert stirbt am Steuer eines schwarzen BMW als er von der Landstraße abkommt und eine Böschung hinunterfährt. Sein Beifahrer Richard überlebt den Unfall schwer verletzt. In seinem Debütroman präsentiert uns Matthias Borngrebe die von fiktiven Herausgebern veröffentlichten Dokumente Richards, in denen dieser seine Version der Geschichte von Roberts Tod erzählt. Nach dem Unfall ist Robert durch eine Aufsehen erregende Internetseite ein weltweites Idol geworden, an dessen Stilisierung Internet- und Printmedien, Feuilleton und Wissenschaft nach Kräften arbeiten. Richard wird im Zuge der Geschichten um Robert die Rolle des "bad guy" zugewiesen, zuletzt wird er sogar als dessen Mörder bezeichnet. Die Aufzeichnungen sollen Richards Befreiungsschlag sein, jedoch wird im Verlauf der Erinnerungen klar, dass sie stattdessen immer mehr neue Fragen aufwerfen, nichts unwidersprochen bleiben kann und so im Mediengetümmel, welches um Robert schon längst einen neuen Mythos konstituiert, die Rede von Wahrheit sinnlos zu werden droht, Richard selbst vielmehr in den Hype hineingesogen wird. |
| Vorname | Elke |
|---|---|
| Name | Wild |
| Fakultät | Pädagogische Psychologie |
| Autor | John Irving |
| Buchtitel | Last night in Twisted River |
| Begründung | Bin ein echter Irving-Fan, weil er in vielen seiner (stark autobiographischen) Bücher von den Wechselfällen des Lebens erzählt und dies mit großer Liebe zu den Menschen. |
| Vorname | Matthias |
|---|---|
| Name | Rose |
| Fakultät | Rechtswissenschaft |
| Autor | Nadja Küchenmeister |
| Buchtitel | Alle Lichter |
| Begründung | Gedichte Schöffling & Co. Verlagsbuchhandlung GmbH Wunderschöne, einfühlsame Lyrik, zum Teil autobiograhisch, auf der Grenze zwischen Poesie und Erzählung |
| Vorname | Petra |
|---|---|
| Name | Kolip |
| Fakultät | Gesundheitsiwssenschaften |
| Autor | Henning Schmidt-Semisch & Friedrich Schorb |
| Buchtitel | Kreuzzug gegen Fette |
| Begründung | Der Titel ist bewusst doppeldeutig gehalten und deutet schon die spannende Diskussion an, die das Buch aufrollt. Adipositas gilt als eines der wichtigsten Gesundheitsprobleme - aber was ist an der dramatischen Darstellung "dran"? Wer hat welches Interesse an der Diskussion? Welche Rolle spielen Stigmatisierung und Normierung? Wer verdient an der Adipositasproblematik? Diese Fragen werden aus der Perspektive unterschiedlicher Disziplinen bearbeitet und laden zu einem kritischen Blick ein. |
| Vorname | Stefan |
|---|---|
| Name | Gorißen |
| Fakultät | Fakultät für Geschichtswissenschaft |
| Autor | Brook, Timothy |
| Buchtitel | Vermeers Hut. Das 17. Jahrhundert und der Beginn der globalen Welt |
| Begründung | In den kleinen Interieurs und Idyllen der Bilder des niederländischen Barockmales Jan Vermeer spürt der Sinologe Timothy Brook in anschaulichen, stets unterhaltsamen Erzählungen den Bezügen auf eine im 17. Jahrhundert langsam zusammenwachsende Welt nach. Brooks Blick auf Vermeers Bilder ist kein kunsthistorischer im engeren Sinne, er macht seine Leser vielmehr auf die vielen kleinen Details und Gebrauchsgegenstände in Vermeers Bildern aufmerksam, in denen die politischen, militärischen, merkantilen und kulturellen Kontakte zwischen der im 17. Jahrhundert bedeutendsten Handelsnation Europas und überseeischen Regionen und Reichen greifbar werden - die Welt Chinas zur Zeit der ausgehenden Ming-Dynastie gleichermaßen wie die Wälder Huroren-Indianer im Osten Kanadas. Das Panorama, das Brook zeichnet, ist anschaulich und unterhaltsam, regt aber auch stets zum Weiterfragen an. |
| Vorname | Sarah |
|---|---|
| Name | Niemeier |
| Fakultät | Psychologie |
| Autor | Richard Nelson Bolles |
| Buchtitel | Durchstarten zum Traumjob: Das Bewerbungshandbuch für Ein-, Um- und Aufsteiger |
| Begründung | Das Buch eröffnet eine etwas andere Sicht auf den Prozess der Jobsuche, schärft den Blick fürs Wesentliche: Eigeninitiative und ist zudem noch gut verständlich geschrieben, so dass man sich gerne auf die Suche nach dem Traumjob macht! Klappentext: Der absolute Bewerbungsklassiker nun in deutschsprachiger Bearbeitung. Hier erfährt der Leser, wie es jedem Jobsuchenden gelingt, sich über die persönlichen beruflichen Ziele klar zu werden und sich zukünftigen Arbeitgebern als überzeugender Problemlöser darzustellen. Humorvoll geschrieben und mit zahlreichen Cartoons versehen, präsentiert Bolles alles Notwendige für die erfolgreiche Jobsuche. |
| Vorname | Birgit |
|---|---|
| Name | Lütje-Klose |
| Fakultät | Erziehungswissenschaft |
| Autor | Tomasello, Michael |
| Buchtitel | Die Ursprünge der menschlichen Kommunikation. Suhrkamp, Frankfurt 2009 |
| Begründung | Die Forschungen des Max-Planck-Direktors Tomasello zu den Ursprüngen menschlicher Kommunikation zeigen eindrücklich, dass bereits kleine Kinder zur lustvollen Kooperation mit anderen bereit und in der Lage sind - und dass eben dies von zentraler Bedeutung für den Spracherwerb und darüber hinaus für das Lernen ist. Der Stellenwert von lustvollem gemeinsamem Handeln vor dem Hintergrund gemeinsam geteilten Wissens lässt Schlussfolgerungen für die Gestaltung sprachfördernder Situationen auch über die frühen Spracherwerbsphasen hinaus zu. Das Buch liest sich außerordentlich spannend und ist allen, die sich mit menschlicher Kommunikation beschäftigen, sehr zu empfehlen. |
| Vorname | Arno |
|---|---|
| Name | Müller |
| Fakultät | Psycho/Sportwiss; Abt. Sportwissenschaft |
| Autor | John K. Toole |
| Buchtitel | Ignaz oder Die Verschwörung der Idioten |
| Begründung | Brilliante Passagen à la "Nein! Das Haus wirst du nicht verpfänden! Das Gefühl der Geborgenheit, das ich mühsam entwickelt habe, würde mir genommen. Die latente Existenzangst, die in mir steckt, würde durch so etwas aktiviert, und das Ergebnis wäre vermutlich sehr unerfreulich. Ich will dir nicht antun, dass du den Rest deines Lebens damit verbringen mußt, für einen Geisteskranken zu sorgen, der in irgendeiner Dachbodenkammer sitzt...Ich war mir nicht bewußt, dass unsere Situation so prekär ist. Aber es ist gut, dass du es mir bis jetzt verschwiegen hast. Wenn ich geahnt hätte, dass wir fast schon am Hungertuch nagen, wären mir längst die Nerven durchgegangen. Trotzdem muß ich bekennen, dass die Alternative einigermaßen düster ist. Ich bezweifle ernsthaft, dass jemand mich anstellen wird. Die Leute sehen in mir eine Bedrohung ihrer Wertmaßstäbe. Sie haben Angst vor mir. Vielleicht durchschauen sie, dass ich nur widerwillig in einem Jahrhundert lebe, das ich verachte. So war es schon früher, als ich in der Städtischen Bücherei arbeitete." |