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Projekt: Nationale Forschungsvernetzung zur geschlechtersensiblen Gewaltforschung in Deutschland (GIGnet)

Im Rahmen einer seit 2004 bestehenden Forschungsvernetzung zur geschlechtersensiblen Gewaltforschung in Deutschland wurde ein gemeinsames Buchprojekt vorbereitet, das wichtige Ergebnisse aus unterschiedlichen Forschungsprojekten für Praxis und Politik zusammenträgt und im Frühjahr unter dem Titel „Gewalt im Geschlechterverhältnis. Erkenntnisse und Konsequenzen für Politik, Wissenschaft und soziale Praxis“ 2008 veröffentlicht wird. Die Vernetzungstreffen in 2006/2007 wurden durch das BMFSFJ gefördert.
Das bundesdeutsche Forschungsnetz „Gewalt im Geschlechterverhältnis“ (GiG-net) besteht aus derzeit 15 Forscherinnen und Forschern, die sich in den letzten Jahren in empirischen Forschungsprojekten mit Gewalt im Geschlechterverhältnis, Ausmaßen und Ursachen sowie mit Möglichkeiten der Intervention, Prävention und Unterstützung gewaltbetroffener Frauen/Männer befasst haben. Das Netzwerk hat sich mit dem Ziel gegründet, aufbauend auf abgeschlossenen und laufenden Forschungsarbeiten den wissenschaftlichen Diskurs zum Thema Gewalt im Geschlechterverhältnis fortzuführen. Forschungsergebnisse zu Querschnittsthemen werden zusammengetragen und diskutiert, um auf diese Weise Themenschwerpunkte zu vertiefen und durch die mehrdimensionale Betrachtung auf dem Hintergrund der unterschiedlichen Forschungsarbeiten verschiedene Aspekte eines Themas sichtbar werden zu lassen. Über die wissenschaftliche Diskussion hinaus werden Konsequenzen für die präventive, unterstützende und interventive Praxis im Anti-Gewalt-Bereich sowie für die Politik erarbeitet. Die Ergebnisse der Diskussionen werden in Form von Vorträgen, Workshops und Veröffentlichungen für die soziale und politische Praxis nutzbar gemacht.

Laufzeit: seit 2004; Finanzierung in 2006/2007: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ); Beteiligte Wissenschaftlerinnen: Sandra Glammeier (IFF Universität Bielefeld), Dr. Monika Schröttle (IFF Univrsität Bielefeld), Dipl. Päd. Stefan Beckmann (WIBIG, Dissens, Berlin), Dipl. Päd. Sabine Bohne (CAHRV, Universität Osnabrück), Dipl. Psych. Ulrike Brandfaß (WIBIG), Dipl. Soz. Petra Brzank, MPH (SIGNAL-Projekt, TU Berlin), Dipl. Psych. Katja Grieger (CAHRV, BFF, Berlin), Prof. Dr. Cornelia Helfferich (Ev. Fachhochschule für Soziale Arbeit, Diakonie und Religionspädagogik, Freiburg, Sozialwissenschaftliches FrauenForschungsInstitut SoFFI K), Dipl. Päd. Hildegard Hellbernd (SIGNAL-Projekt, TU Berlin), Dipl. Psych. Karin Herbers (KFN, Institut für Aus- und Fortbildung der Polizei NRW in Neuss), Prof. Dr. Barbara Kavemann (WIBIG; SoFFI K, Berlin), Dipl. Sozialwiss. Marlies Kroetsch (KFN), Dipl. Päd. Katrin Lehmann (Hochschule Esslingen, Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege), Dr. Ralf Puchert (Dissens e.V.), Ass. jur. Heike Rabe (WiBIG, TU Berlin).