Projekt: Innovation und Diversity (InDi)
Konzepte, Instrumente und Empfehlungen jenseits traditionellen Managements. Eine Untersuchung.
HP: www.indibi.de
Zur Innovationsfähigkeit von Unternehmen gehört neben der Fähigkeit, neue Trends und Bedürfnisse frühzeitig wahrzunehmen, auch die Fähigkeit, Impulse von innen zu nutzen, kreative Ideen der Beschäftigten zu fördern, ihr Wissen aufzunehmen. Innovationen entstehen aus Ideenreichtum, aus der Vielfalt und Unterschiedlichkeit von Sichtweisen, aus der Möglichkeit zum Perspektivenwechsel und aus dem Zusammenwirken von Beschäftigten mit unterschiedlichen Erfahrungshintergründen, mit unterschiedlichen Arbeits- und Lebensumwelten. Ein erfolgreiches Ideen- und Innovationsmanagement setzt dabei auf die breite Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Diversity-Management ist ein Konzept, das sich auf die personelle Vielfalt (Diversity) in Unternehmen stützt und diese für eine positive Entwicklung des Unternehmens nutzen will. Innovationsförderung benötigt somit ein Diversity-Management. Gleichzeitig stellt ein entsprechend gestaltetes Diversity-Management selbst eine Innovation dar.
Die Untersuchung „Innovation und Diversity“ will sich auf der Ebene der betrieblichen Organisation u.a. mit folgenden Fragen auseinandersetzen:
- Wie können sich aus dem Zusammenwirken unterschiedlicher Beschäftigtengruppen Innovationsimpulse ergeben?
- Wie sind Organisationsstrukturen zu gestalten, in denen sich Innovationspotenziale einer heterogenen, vielfältigen Belegschaft entfalten können?
- Wie kann Partizipation so gestaltet werden, dass sich unterschiedliche Beschäftigtengruppen gleichberechtigt einbringen können?
- Inwieweit können Diversity-Konzepte zur Herstellung von Chancengleichheit beitragen?
Mit seinen Zielen und Fragestellungen betritt das Projekt weitgehend Neuland. Zwar existieren Studien und Praxisbeispiele zu den einzelnen Themenfeldern Innovation, Diversity und Chancengleichheit. Doch mangelt es an einer Verbindung dieser drei Bereiche, ebenso wie an der umfassenden Gestaltung von entsprechenden Strukturen und Handlungsweisen. Ein bewusster Umgang mit Vielfalt und die Nutzung der vielfältigen Potenziale als Treiber von Innovationen und als Treiber für die Verwirklichung des gesellschaftlichen Anspruchs auf Chancengleichheit erfordern eine Verankerung in der betrieblichen Organisationsstruktur und -kultur.
Ziel des Projekts ist die Erarbeitung von Ansatzpunkten, Instrumenten und Empfehlungen zur Gestaltung eines innovationsförderlichen Diversity-Managements, welches die vielfältigen Impulse aus einer vielfältigen Belegschaft aufgreift und in Innovationen umsetzt. Die Vielfalt in der Belegschaft ist hierbei durchaus differenzierter zu sehen, als dies im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) angesprochen ist.
Ergebnis sind differenzierte Informations-, Analyse- und Handlungsangebote, die dem breiten Transfer in Unternehmen verschiedener Größen und Branchen (von start ups bis zu Großunternehmen) dienen sollen. Sie werden in Form eines praxisgeeigneten Werkzeugkastens oder auch Toolbox zur Verfügung gestellt. Die Zielgruppe umfasst vor allem Geschäftsführungen, Personalverantwortliche, betriebliche und gewerkschaftliche Interessenvertretungen, Verbände, Beratung und Weiterbildung. Darüber hinaus werden auch wissenschaftliche Erkenntnisse veröffentlicht.
Laufzeit: 10/2008 – 5/2010
Finanzierung: BMBF, ESF, EU
Beteiligte: Prof. Dr. Ursula Müller (Projektleitung), Dr. Edelgard Kutzner (Projektleitung, wiss. Mitarbeit), Dr. Angelika Kipp (wiss. Mitarbeit), Anke Kubitza (Projektassistenz)
Homepage: www.indibi.de