Das Interdisziplinäre Zentrum
für Frauen- und Geschlechterforschung (IFF) der Universität Bielefeld veröffentlicht in der IFF-Forschungsreihe in kleineren Auflagen und zum Selbstkostenpreis Texte
aus der Arbeit des IFF, die unserer Meinung nach die Diskussion in der
Frauenforschung und über die Frauenforschung hinaus anregen können.
Ein Schwerpunkt der Reihe liegt daher auf Arbeiten zu aktuellen Forschungsfragen
und neueren theoretischen Konzepten, die unmittelbar der Forschungsarbeit
entstammen. Die Reihe bietet jedoch auch Raum für die Dokumentation
interessanter Ereignisse - Tagungen, Workshops - die das IFF initiiert
hat, sowie in einzelnen Fällen für die Publikation wissenschaftlicher
Arbeiten, die uns wichtig sind, aber für den Buchmarkt nicht geeignet
oder dort nicht mehr zugänglich sind.
Die IFF-Forschungsreihe bietet auch Ihnen ein Forum der
Kommunikation und Diskussion über neue Forschungsfragen und -konzepte;
die Einladung, sich an unserer Reihe zu beteiligen, gilt sowohl für
Kolleginnen, deren wissenschaftliche Biographie schon weiter fortgeschritten
ist als auch für Nachwuchswissenschaft-lerinnen, die am Beginn ihrer
beruflichen Laufbahn stehen.
Zur Zeit sind folgende Bände erhältlich:
Edelgard Kutzner:
Vielfalt im Innovationsprozess. Konzepte, Instrumente und Empfehlungen für ein innovationsförderndes Diverstiy Management
Bielefeld 2011, IFF-Forschungsreihe Band 18
ISBN 3-932869-18-4, 70 Seiten, € 5,50
Zur Innovationsfähigkeit von Unternehmen gehört neben der Fähigkeit, neue Trends wahrzunehmen, auch die Fähigkeit, Impulse von innen zu nutzen, kreative Ideen der Beschäftigten zu fördern, ihr Wissen aufzunehmen. Innovationen entstehen aus Ideenreichtum, aus der Vielfalt und Unterschiedlichkeit von Sichtweisen, aus unter-schiedlichen Erfahrungshintergründen, mit unterschiedlichen Arbeits- und Lebens-umwelten. Wenn also in der aktuellen Debatte davon ausgegangen wird, dass alle Beschäftigten ihren Beitrag zu Innovationen in Unternehmen leisten sollen und Diskriminierungen dabei hinderlich sind, welche Rolle könnte dann Diversity bzw. ein Diversity Management spielen? Warum ist Vielfalt ein Thema? Was wird darunter verstanden? Welche Bedeutung haben Vielfalt und Integration für Innovationsprozesse? Wie kann da ein Diversity Management helfen? Welche Vielfalt kann in Unternehmen gefördert werden? Was sind hemmende, was fördernde Bedingungen? Wie sieht ein Unternehmen aus, welches Vielfalt der Beschäftigten bewusst zum Bestandteil von Organisations- und Personal-entwicklung macht? Kann ein Diversity Management zu mehr Chancengleichheit führen? Das sind Themen, um die es in der vorliegenden Veröffentlichung geht.
Anina Mischau, Judith Daniels, Jasmin Lehmann und Kerstin Petersen:
Geschlecht und „Fachkulturen“ in der Mathematik – Ergebnisse einer empirischen Studie an der Universität Bielefeld
Bielefeld 2004, IFF-Forschungsreihe Band 17
ISBN 3-932869-17-6, 109 Seiten, € 6,50
Welches Bild haben Mathematikstudierende von ihrer Disziplin? Was fasziniert und interessiert sie an der Mathematik? Was waren ihre Gründe für die Studienfachwahl, was sind mögliche Gründe für einen Studienfachwechsel oder Studienabbruch? Wie bewerten Mathematikstudierende die Studienbedingungen und die Studiensituation hier an der Universität Bielefeld? Wo und wie nehmen sie Prozesse der Geschlechterstrukturierung, Geschlechterasymmetrien und Geschlechterstereotypen (in) der Mathematik bzw. in ihrem Studienalltag wahr?
Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen werden in diesem Band ausgewählte Ergebnisse aus einer Fragebogenerhebung und aus qualitativen Interviews vorgestellt, die in den Wintersemestern 2002/03 und 2003/04 an der Universität Bielefeld durchgeführt wurden. Dabei soll der Blick vor allem darauf gewendet werden, ob und inwieweit sich hinsichtlich der genannten Aspekte Unterschiede (eher) zwischen den Geschlechtern oder den Studierenden unterschiedlicher Studiengänge (verstanden als Fachkulturen) zeigen.
Anina Mischau, Birgit Blättel-Mink, Judith Daniels,
Jasmin Lehmann:
Doing Gender in Mathematics. Indications for More Gender Equality in
German Universities?
Bielefeld 2004, IFF-Forschungsreihe Band 16
ISBN 3-932869-16-8, 79 Seiten, € 5,50
If we believe in mainstream publications on the history
of mathematics, scientific progress in this discipline has been made
more or less exclusively by male scientists. Female mathematicians,
who existed in all stages of the development of this discipline, are
not part of the discipline's self-description: the women in this discipline
have been forgotten, labeled as "strangers" or "deviants",
or they have been actively excluded. Focusing on the situation today,
on first glance, the discipline still seems to be "male",
at least in Germany. Less than 5% of all professors in this discipline
are female. But, on second glance, we can observe that mathematics seems
to be becoming more and more interesting for female students. Are we
now participating in a process where gender relations are becoming more
equal in mathematics? Are women slowly but surely (re-)gaining a place
in this discipline? Or: Do we still identify gender differences - does
"doing gender" (still) take place in mathematics? In order
to give answers to these questions, the authors conducted a survey among
students of mathematics and followed it up with in-depth interviews
with students of mathematics in three German universities. The main
results of this study are presented in this paper.
Anina Mischau:
Akzeptanz monoedukativer Studiengänge/-elemente bei jungen Frauen
- Bestandsaufnahme und exemplarische Befragung. Gutachten im Auftrag
des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
Bielefeld 2004, IFF-Forschungsreihe Band 15
ISBN 3-932869-14-1, 103 Seiten, € 6,50
Im Juni 2002 wurde die Autorin vom Bundesministerium
für Bildung und Forschung (BMBF) mit der Erstellung eines Gutachtens
zur "Akzeptanz monoedukativer Studiengänge/-elemente bei jungen
Frauen - Bestandsaufnahme und exemplarische Befragung" beauftragt.
Neben der Auswertung vorhandener Akzeptanzstudien sollten auch bisherige
Erfahrungen mit in Deutschland existierenden monoedukativen Hochschulangeboten
zusammengefasst werden. Beide Aspekte galt es, in den allgemeinen bildungs-
und arbeitsmarktpolitischen Diskurs über Möglichkeiten und
Chancen zur Steigerung des Frauenanteils in den Ingenieur- und Naturwissenschaften
einzubetten. Der Schwerpunkt des Gutachtens lag jedoch in der Durchführung
und Auswertung 34 qualitativer Interviews mit Schülerinnen und
Studentinnen, die exemplarisch an zwei Hochschulorten (Wilhelmshaven
und Bremen) durchgeführt wurden, an denen monoedukative Studiengänge
angeboten werden. Das Gutachten nimmt eine Standortbestimmung der bildungspolitischen
Diskussion um monoedukative Studienangebote vor und beschreibt auf dem
Hintergrund der Ergebnisse aus den durchgeführten Interviews den
sich ergebenden bildungs- und geschlechterpolitischen Handlungsbedarf.
Monika Holzbecher, Hildegard Küllchen, Andrea Löther:
Fach- und fakultätsspezifische Ursachen der Unterrepräsentanz
von Frauen bei Promotionen
Bielefeld 2002
IFF-Forschungsreihe Band 14
ISBN 3-932869-13-3, 140 Seiten, € 7,00
Wieso promovieren Frauen weniger häufig als Männer,
obwohl sie inzwischen fast 50% der Universitätsabschlüsse
ablegen und häufig das Studium mit besseren Ergebnissen als ihre
Kommilitonen abschließen? Die Studie, die 1999/2000 an der Universität
Bielefeld durchgeführt wurde, sucht mit einer Befragung der Absolventinnen
und Absolventen sowie mit ausgewählten ExpertInneninterviews an
einer Fakultät darauf Antworten. Beleuchtet werden insbesondere
das Studienerleben, die ersten Schritte in die Wissenschaft sowie die
Zukunftsperspektiven. In vielen Felder zeigen sich hier deutliche Unterschiede
zwischen Männern und Frauen sowie zwischen denjenigen, die eine
Promotion anstreben oder nicht. Eine Aufschlüsselung nach Fächergruppen
macht Ansätze von fachspezifischen Unterschieden deutlich. Die
Ergebnisse münden in Empfehlungen an die Hochschulpolitik.
Monika Noller:
Gleichstellungspolitik und Gender Studies. Studienangebot für Gleichstellungsbeauftragte
in Verwaltung und Wirtschaft (Machbarkeitsstudie)
Bielefeld 2002
IFF-Forschungsreihe Band 13
ISBN 3-932869-12-5, 100 Seiten, € 6,50
Durch die Verabschiedung des Landesgleichstellungsgesetzes
NRW (LGG) 1999 wurde die Stellung der Gleichstellungsbeauftragten im
öffentlichen Dienst formal enorm gestärkt. Die erfolgreiche
Handhabung des "Instruments LGG" bedarf allerdings einer Positionsrolle,
über die nicht alle Gleich-stellungsbeauftragte verfügen.
Daher entstand bei den FrauenStudien der Universität Bielefeld
in Kontakt mit kommunalen Gleichstellungsbeauftragten in NRW die Überlegung,
eine speziell auf die Tätigkeit und Bedürfnisse von Gleichstellungsbeauftragten
zugeschnittene Zusatzqualifikation in Form eines Fernstudiums zu entwickeln.
Die vorliegende Machbarkeitsstudie, die am Interdisziplinären Frauenforschungs-Zentrum
(IFF) der Universität Bielefeld durchgeführt wurde, untersucht
die Veränderungen der beruflichen Rolle und Position von Gleichstellungsbeauftragten
sowie den sich daraus ergebenden Weiterbildungsbedarf. Die Ergebnisse
beruhen auf Einzelinterviews sowie auf einer schriftlichen Befragung.
Neben Professionalisierungswegen, Fortbildungserfahrungen, Fortbildungsbedarf
und beruflichen Perspektiven werden die bisherigen Erfahrungen mit dem
LGG und die Veränderungen der Gleichstellungsarbeit durch Einführung
des Gesetzes untersucht. Zudem werden begleitende Maßnahmen einer
erfolgreichen Implementierung des LGG und der Weiterentwicklung der
Gleichstellungspolitik in NRW vorgestellt.
Hannelore Queisser:
Eine Chance für die Region. Existenzgründungen von Frauen
Bielefeld 2001
IFF-Forschungsreihe Band 12
ISBN 3-932869-11-7, 62 Seiten, € 5,00
Die Anzahl der Gründungen von Frauen ist stetig
gewachsen: 1999 waren rund 990.000 Frau-en als Selbständige tätig,
das sind 27 Prozent mehr als 1991. Aber für Frauen erfordert eine
Unternehmensgründung immer noch Wagemut, neue und eigene Wege zu
gehen in einer überwiegend von Männern geprägten Wirtschaftskultur.
Die vorliegenden Studie analysiert die Rahmenbedingungen für Gründerinnen
in der Arbeitsmarktregion Bielefeld. Insbesondere wird das regionale
Beratungs- und Qualifizierungsangebot für Gründungswillige
dahingehend überprüft, ob auch Frauen angesprochen werden
und ob ihre persönliche Situation ausreichend Berücksichtigung
findet. Die Ergebnisse der Analyse münden in Handlungsempfehlungen
an die arbeitsmarktpolitischen Akteure zur Verbesserung der Bedingungen
für Existenz-gründerinnen in der Region.
Susanne Albrecht, Irene Below, Angela Kahre (2000):
Die Vorteile des Künstlerinnendaseins. Zur
beruflichen Situation von Bildenden Künstlerinnen aus Ostwestfalen-Lippe
und ihrer Präsenz in Ausstellungssituationen. (Hrsg.): Irene
Below, Lydia Plöger
IFF-Forschungsreihe Band 11
ISBN 3-932869-10-9, 82 Seiten, € 4,50
Die Pilotstudie "Die Vorteile des Künstlerinnendaseins"
ist eine Voruntersuchung zu einem international angelegten Projekt "Provinz
und Metropole - Professionalisierungsstrategien Bildender Künstlerinnen
heute". In einer regional ausgerichteten empirischen Untersuchung
werden die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Künstlerinnen anhand
einer Befragung von 30 Künstlerinnen aus Ostwestfalen-Lippe vorgestellt.
Im zweiten Teil wird die Präsenz von Künstlerinnen und Künstlern
sowie das Geschlechterverhältnis in Einzel-, Gruppen- und Duoausstellungen
über einen Zeitraum von 30 Jahren in verschiedenen Kunstinstitutionen
untersucht. Ausgewählt wurden: Kunsthalle Bielefeld, Bielefelder
Kunstverein, Kunstverein Oerlinghausen, Widukindmuseum Enger, Galerie
Artists Unlimited e.V. Bielefeld, Offene Ateliers Bielefeld. Die Ergebnisse
dieser Längsschnittstudie vermitteln ein aufschlußreiches
Bild von der zunehmenden Internationalisierung und von Gendering im
Kunstbetrieb, zugleich aber auch von Ausstellungsstrategien z.B. durch
KünstlerInnennetzwerke, die auf solche Phänomene reagieren.
Birgitta Wrede:
Frauen und Geld.
Dokumentation eines Expertinnenworkshops
Bielefeld 1999
IFF-Forschungsreihe Band 10
ISBN 3-932869-09-5, 34 Seiten, € 2,00
Noch immer wird Frauen unterstellt, im Umgang mit Geld
und in ihrem Anlageverhalten risikoscheu und desinteressiert zu sein.
Einige wissenschaftliche Untersuchungen schreiben Frauen sogar eine
Art Geldphobie' zu. Andere widersprechen dieser Sichtweise mit
dem Hinweis auf eine sich verändernde Beziehung zum Geld zumindest
der jüngeren Frauengeneration.
Das Interdisziplinäre Frauenforschungs-Zentrum (IFF) der Universität
Bielefeld hat einen Expertinnen-Workshop zum Thema Frauen und
Geld' veranstaltet. Finanzexpertinnen aus unterschiedlichen Bereichen
haben über ihre Erfahrungen bei der Beratung von Frauen diskutiert.
Im Mittelpunkt standen Fragen nach dem typisch weiblichen' Umgang
mit Geld und nach den Gründen, die Frauen davon abhalten, sich
um ihre finanziellen Angelegenheiten zu kümmern. Ziel war die Entwicklung
von Ansatzpunkten, die Beratungspraxis stärker auf die Bedürfnisse
und Wünsche von Frauen auszurichten, um mehr Frauen als bislang
für die Thematik zu begeistern.
Lydia Plöger, Ingrid Rossol, Karin Kruse (Hg.):
Forschungs- und Stipendienwegweiser für Frauen.
Bielefeld 1998
IFF-Forschungsreihe Band 9
ISBN 3-932869-08-7, 80 Seiten, € 3,50
Trotz des steigenden Frauenanteils unter denn Studierenden
ist der Hochschul- und Wissenschaftsbetrieb immer noch eine Männerbastion.
Zur gleichberechtigten Beteiligung von Frauen im Wissenschaftsbetrieb
ist es notwendig, sie auch finanziell gezielt zu unterstützen.
Nur wenige Förderprogramme und Studienstiftungen richten sich ausschließlich
an Frauen, bisher stellen Frauen bei den Stiftungen und Begabtenförderungswerken
nur in Ausnahmefällen die Hälfte der Geförderten dar.
Der Forschungs- und Stipendienwegweiser informiert über Forschungsfördermöglichkeiten
und will gerade Frauen motivieren, sich um ein Stipendium zu bewerben.
Neben der Auskunft über verschiedene Forschungsförderungsprogramme
und Stiftungen werden auch Beratungsangebote und Netzwerke aufgeführt.
Mit diesen Informationen sollen mögliche Wege für eine wissenschaftliche
Qualifikation überschaubarer und damit auch realisierbarer werden.
Silke Arndt:
Das Geschlechterverhältnis als Thema im Unterricht.
Eine Bibliographie zu Unterrichtseinheiten der politischen Bildung in
Fachzeitschriften.
Bielefeld 1998
IFF-Forschungsreihe Band 8
ISBN 3-932869-07-9, 46 Seiten, € 2,00
Die Bibliographie liefert eine aktuelle Auswahl von Unterrichtseinheiten
in Fachzeitschriften zum Thema "Geschlechterverhältnisse".
Dabei wurden für den Unterricht der politisch(-historischen) Bildung
solche Unterrichtsentwürfe berücksichtigt, die im engeren
Sinne geschlechtersensibel konzipiert sind. Sie lassen sich Themenfeldern
wie "Arbeitsteilung", "Geschlechterrollen" oder
"Politische Partizipation von Frauen" zuordnen. Damit wird
LehrerInnen, aber auch Lehramtsstudierenden der Zugang zu Materialien
erleichtert, die die Lebenswirklichkeit und die Interessen von Frauen
und Männern, von Mädchen und Jungen gleichermaßen berücksichtigen.
Hierdurch kann zugleich dem - auch in Richtlinien und Lehrplänen
geforderten - Anspruch nach Förderung der Gleichberechtigung und
der Chancengleichheit von Frauen und Männern in Unterricht und
Schule entsprochen werden.
Dagmar Duprée:
Existenzgründungen von Frauen: Der Weg in die berufliche Selbständigkeit unter erschwerten Bedingungen.
Eine exemplarische Betrachtung für den Kreis Lippe.
Bielefeld 1998
IFF-Forschungsreihe Band 7
ISBN 3-932869-06-0, 182 Seiten, € 7,00
In den letzten Jahren ist das Thema Existenzgründungen
von Frauen immer populärer geworden. Eine Vielzahl von Ratgebern,
Wegweisern und Broschüren, die sich unmittelbar an die interessierte
Gründerin richten, ist erschienen. Relativ rar sind dagegen wissenschaftliche
Untersuchungen des Themas. Die vorliegende Arbeit widmet sich dieser
Forschungslücke und beleuchtet das Phänomen Existenzgründerinnen
aus soziologischer Perspektive.
Im Anschluß an einen historischen Überblick zur Bedeutung
und Stellung der Frau als Unternehmerin stehen theoretische Erklärungsansätze
für die ungleichen Startbedingungen von Frauen und Männern
bei einer Existenzgründung im Vordergrund. Die Ergebnisse aus dem
theoretischen Teil werden als Forderungen an eine optimale Förderung
von Existenzgründerinnen formuliert und auf die aktuelle Existenzgründungsförderung
als Teil der kommunalen Wirtschaftsförderung (exemplarisch für
den Kreis Lippe) übertragen. Dabei wird deutlich, welche Bedeutung
die Gründerinnenförderung innerhalb der regionalisierten Wirtschafts?
und Strukturpolitik hat, und wo Ansätze sind, diese auch umzusetzen.
Eine exemplarische Befragung von Unternehmerinnen rundet die Studie
ab.
Birgit Kampmann:
Frauenwissen in Datenbanken. Ein Überblick.
Bielefeld 1997
IFF-Forschungsreihe Band 5
ISBN 3-932869-04-4, 110 Seiten, € 4,50
Die Übersicht "Frauenwissen in Datenbanken"
erfaßt erstmals systematisch die Bestände von bisher weitgehend
undokumentierten Datenbanken zur Frauenforschung, Frauenbewegung und
Frauenpolitik. Auf der Grundlage einer Fragebogenerhebung wurden Profile
von 55 Datenbanken erstellt und über systematische und alphabetische
Indexe zugänglich gemacht. Gerade im derzeitigen Informations-
und Internetboom wird vernachlässigt, dass Informationen vorbearbeitet
werden, dass sie gefiltert und zweckgebunden archiviert werden und dass
hierbei die Fraueninteressen, die Arbeit und Leben von Frauen nach wie
vor eine untergeordnete Rolle spielen, insbesondere bei der Verwendung
von Begriffen vor allem in deutschsprachigen Schlagwortnormdateien oder
Thesauri. Mit der Übersicht Frauenwissen in Datenbanken soll für
die Herstellerinnen eine Informationslücke geschlossen werden.
Die Nutzerinnen sollen schneller an die gewünschten spezifischen
Informationen gelangen, indem sie die richtige Datenbank für ihre
Belange auffinden können.
Birgitta Wrede, Kathrin Würdemann:
Weiterbildungsberatungsstellen als Möglichkeit der Förderung
von Weiterbildungsinteressen von Frauen. Bestandsaufnahme der Arbeit kommunaler Weiterbildungsberatungsstellen
in NRW.
Bielefeld 1997
IFF-Forschungsreihe Band 4
ISBN 3-932869-03-6, 115 Seiten, € 5,00
In dieser Studie wird die geschlechtsspezifisch unterschiedliche
Bedeutung von Weiterbildung und Weiterbildungsberatung untersucht. Sie
basiert auf einer quantitativen Erhebung bei der Klientel sowie auf
qualitativen ExpertInneninterviews mit MitarbeiterInnen kommunaler Weiterbildungsberatungsstellen
in Nordrhein-Westfalen. Im Mittelpunkt steht die Funktion, die Weiterbildungsberatung
für Frauen haben kann und die Erwartungen, die von diesen an die
Beratung gestellt werden.
Interdisziplinäres Frauenforschungs-Zentrum (IFF),
Ursula Müller, Lydia Plöger (Hrsg.):
Lust auf Erfolg! Dokumentation des berufspraktischen Kolloquiums für Ingenieurinnen
und Naturwissenschaftlerinnen.
Bielefeld 1997
IFF-Forschungsreihe Band 1
ISBN 3-932869-00-1, 32 Seiten, € 1,25
Die Dokumentation des Kolloquiums Wir wollen nicht
gefördert, wir wollen nur nicht gehindert werden' stellt Berufsbiographien
von Naturwissenschaftlerinnen und Ingeneurinnen vor, die exemplarisch
aufzeigen, welche Möglichkeiten Frauen in den sogenannten männlich
dominierten Berufsfeldern' haben können.
Preis zuzüglich Porto von € 1,50 pro Sendung
Bestellung bitte an:
Interdisziplinäres Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung (IFF)
Universität Bielefeld
z.H. Anke Kubitza
PF 10 01 31
33501 Bielefeld
Tel.: 0521/106 - 4574
E-mail: iff@uni-bielefeld.de