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1.
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Entstehung
und Konzeption des Forschungsprojekts und des workshops
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| 1.1 |
Veränderungen
des Kunstbetriebs im deutschsprachigen Raum |
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Ausgangspunkt
des Forschungsantrags waren die bemerkenswerten Veränderungen
des Kunstbetriebs im deutschsprachigen Raum ins den letzten Jahren.
Ich denke etwa an Ausstellungen wie "Kunstwelten im Dialog"
1999 in Köln oder die vor zwei Tagen am 1.9. in Düsseldorf
eröffnete Ausstellung "Altäre. Kunst zum Niederknien",
mit der der Pariser Museumsmann Jean Hubert Martin sein neues, vom
Energiekonzern E.ON, der Metro AG und der Stadt Düsseldorf
gemeinsam getragenes "glokales Museum" vorgestellt hat.
Und selbst in der tiefsten Provinz, in westfälischen Landsitzen
und kleinen Ortschaften, hält internationale Kunst ihren Einzug
(so etwa Kendell Geers aus Südafrika in Hörstel, Zaha
M.Zahid im Landschaftspark Rheder). Diese und viele weitere Beispiele
zeugen davon, daß eine ausschließlich westliche Perspektive
auf die Kunst in den letzten fünf Jahren auch bei uns - später
als in den USA, England und Frankreich - zunehmend durch eine "globale"
ersetzt wird.(1)
Mit der Ausstellung Exklusion/Inklusion 1997 in Graz stellte der
Kurator Peter Weibel erstmals Fragen nach "einer neuen Kartografie
im Zeitalter von Postkolonialismus und globaler Migration"
(Weibel 1997). Seitdem wächst die Zahl der Ausstellungen, in
denen nichtwestliche Künstlerinnen und Künstler sowie
in Deutschland lebende Migrantinnen und Migranten vorgestellt werden.
Die Wahl des in New York lebenden Nigerianers Okwui Enwezor zum
Leiter der documenta 11 demonstriert die neue Offenheit und zeugt
vom Bewußtsein, daß es hier Defizite gibt. Allerdings
hat nicht nur der Kurator seinen Weg über New York (und Johannesburg)
gemacht. Ähnliches gilt auch für den Großteil der
nichtwestlichen Künstlerinnen und Künstler, die in Deutschland
gezeigt werden: die Präsenz in New York, vielleicht auch in
Paris oder London, schafft in den meisten Fällen erst die Voraussetzung
für die Aufnahme auch in den deutschen Kunstbetrieb.
Solche Beobachtungen
machen deutlich, daß die Erweiterung des Horizonts bisher
nicht unbedingt zu mehr Wissen über die kunst- und kulturpolitischen
Rahmenbedingungen an unterschiedlichen Orten und in unterschiedlichen
Ländern und Regionen der nichtwestlichen Welt beigetragen hat.
Der renommierte Kunsthistoriker Hans Belting etwa ist der Auffassung,
wir könnten bisher "nur Vermutungen darüber anstellen,
welche Rollen heutige Kunst in anderen Teilen der Welt einnehmen
mag. Die anderen sind eben auch darin anders, daß sie über
Kunst anders denken und sie anders praktizieren." Bei diesen
"anderen" - so Belting, fehlten "alle die Institutionen.....,
die ihr (der Kunst) Terrain in der westlichen Gesellschaft bilden".
(Belting 1999, S. 328). Diese Bemerkungen zeugen von einer beachtlichen
Ignoranz des westlichen Kunsthistorikers gegenüber Publikationen
und Informationen aus ferneren Ländern und gegenüber Forschungsergebnissen
anderer Disziplinen wie etwa der Ethnologie. Mit etwas mehr Anstrengung
könnte man, so die Hypothese zu Beginn des Projekts, mehr darüber
in Erfahrung bringen, ob und inwiefern die Vorstellungen von Kunst
und die Kunstinstitutionen in unterschiedlichen Ländern differerieren
und welche Folgen dies für die Professionalisierungsstrategien
und für die Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern
hat.
Kritik an solchen
und weiteren normativen kunst- und kulturwissenschaftlichen Kategorien
wie geographischen Kostruktionen von Zentrum und Peripherie, impliziten
ethnischen Festlegungen (z.B. "Stammeskunst", primitiv
und zivilisiert) und Bewertungsmustern (Hierarchie der Kunstgattungen,
geschlechtsspezifische Zuschreibungen) war bei mir erst durch die
Beschäftigung mit der südafrikanischen Künstlerin
Irma Stern, zwei Forschungsaufenthalte in Südafrika und durch
die Auseinandersetzung mit der hiesigen Rezeption der Kunst von
Migrantinnen (der in Berlin lebenden Südafrikanerin Liz Crossley)
und Migranten (dem aus Togo stammenden, im Ruhrgebiet lebenden Beuys-Schüler
El Loko) entstanden. Durch diese Erfahrungen und Beobachtungen wurde
das Interesse an anderen Sichtweisen, an der Dekolonisierung der
eigenen eurozentrisch bestimmten Gedankengebäude sowie am Austausch
mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen kulturellen Kontexten geweckt
und wach gehalten.
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| 1.2 |
Das Forschungsprojekt |
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Das Künstlerinnenprojekt
geht auf die Initiative von Lydia Plöger vom Zentrum für
Interdisziplinäre Frauenforschung zurück, die die Anregung
einer Künstlerin aus der Region aufgriff. Seit Beginn des Jahres
1999 entwickelte ich dann erste Konzepte für ein interdisziplinäres
und interkulturelles Forschungsvorhaben zur Stellung und zu den Lebens-
und Arbeitsbedingungen von Künstlerinnen in unterschiedlichen
sozialen, politischen und kulturellen Kontexten. Von Anfang an stand
fest, daß das Projekt sich nicht auf die Region oder auf nur
westliche Länder beschränken sollte.
Das Zentrum
für interdisziplinäre Frauenforschung der Universität
Bielefeld schien der geeignete Ort, um solchen Fragen nachzugehen.
Das 1980 gegründete IFF ist die älteste Einrichtung interdisziplinärer
Frauen- und Geschlechterforschung in Deutschland, war universitätsintern
immer wieder hart umkämpft und hat als Forschungseinrichtung
ein hohes Renommé. Mit einem solchen Projekt konnte das IFF
sein eher sozial- und naturwissenschaftliches Profil um einen kulturwissenschaftlichen
Schwerpunkt erweitern und dabei Neuland betreten. In der feministischen
Kunst- und Kulturwissenschaft, die sich in Deutschland in den letzten
Jahren an einzelnen Hochschulen einen Platz verschaffen konnte,
sind bisher keine derartigen Untersuchungen durchgeführt worden.
Denn eine Beschäftigung mit Künstlerinnen aus nichtwestlichen
Ländern oder Migrantinnen hat der "westliche Feminismus
.... weitgehend ignoriert und .... die grundlegenden Unterschiede
der Arbeitsbedingungen zwischen Künstlerinnen verleugnet"
- so markierte kürzlich die Viktoria Schmidt-Linsenhoff, Professorin
für Kunsthistorikerin an der Universität Trier und Initiatorin
eines interdisziplinären Forschungsschwerpunkts Interkulturalität
und Geschlechterforschung die aktuelle Situation. (http://www.uni-trier.de/~linsenho)
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1.2.1
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Ziele und
Vorarbeiten
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Vor diesem
Hintergrund sind die bisherigen Vorarbeiten zu einem größeren
Projekt "Provinz und Metropole - Professionalisierungsstrategien
von bildenden Künstlerinnen heute" entstanden. Ziel ist
die Untersuchung alter und neuer Strategien, mit denen sich Künstlerinnen
in differierenden kulturellen Kontexten für ihre künstlerische
Arbeit qualifizieren und auf regionalen, nationalen und internationalen
Märkten zu behaupten und zu vermarkten suchen. Geplant ist
eine vergleichende Befragung von Künstlerinnen an unterschiedlichen
Orten - in Europa, in Afrika, Lateinamerika und Asien, sowie den
USA mit New York als dem bisherigen "Weltzentrum".
Begonnen haben
wir 1999/2000 mit einer Pilotstudie, deren Ergebnisse inzwischen
publiziert vorliegen. Sie liegt hier aus. In ihr haben wir ein zweigleisiges
Verfahren angewendet: zum einen haben wir in der Region Ostwestfalen-Lippe,
dem Regierungsbezirk, in dem Bielefeld das sogenannte Oberzentrum
bildet - Künstlerinnen befragt; zum anderen haben wir über
einen Zeitraum von 30 Jahren die Ausstellungspraxis ausgewählter
Kunstinstitutionen verfolgt - z.B. auch der Kunsthalle Bielefeld,
in der wir gestern abend waren.. Die Ergebnisse vermitteln ein aufschlußreiches
Bild von der zunehmenden Internationalisierung des Kunstbetriebs
und der Inszenierung der Geschlechter, dem Gendering in und durch
die Institutionen. Zugleich werden aber auch Strategien sichtbar,
mit denen Künstlerinnen und Künstler auf solche Phänomene
reagieren ( z.B. durch KünstlerInnennetzwerke). Angestoßen
durch das neuen Interesse an der Region bildete sich ein Zusammenschluß
von Künstlerinnen und Frauen in Kulturberufen - das FrauenKunstForum-Ostwestfalen-Lippe.
In diesem Rahmen initiierte ich mit Studierenden das Projekt "ein-seh-bar",
ein Künstlerinnenarchiv für die Region. (Wir haben einige
der über 120 inzwischen von Künstlerinnen aller Sparten
gefüllten Archivkästen hier hergebracht, ebenso in diesem
Rahmen erstellte seriellen Arbeiten "10 x 10 x 10". Kann
man sich angucken, Susanne vielleicht mehr dazu)
Parallel zu
der Pilotstudie wurden exemplarisch einzelne Länder und Orte
herausgegriffen und Kontakte geknüpft - in Europa wurde neben
Deutschland Polen als ein Land im ehemaligen Ostblock' gewählt,
eine sogenannte "Transformationsgesellschaft"; in Afrika
Südafrika, das seit dem Ende der Apartheid in der internationalen
Kunstszene eine interessante neue Rolle spielt. westlichen Kunstzentren
gesucht hat. Dazu kam in Nordamerika USA als wichtigstes, reichstes
und vermutlich auch einflußreichstes Land, in Südamerika
Brasilien als das flächenmäßig größte
Land dort, das sich schon sehr früh auf der internationalen
Bühne mit moderner Kunst beteiligt und den Austausch mit westlichen
Kunstzentren gesucht hat. Bisher fehlen noch Länder in Asien.
Gedacht ist zum einen an ein ostasiatisches Land - Kontakte bestehen
zu Vietnam; zum anderen wurden Verbindungen zu türkischen Künstlerinnen
geknüpft.
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1.2.2
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Der Workshop
"Kunstorte in Genderperspektive"
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Rasch entstand
der Plan auch beim Forschungsprojekt wie schon bei der Pilotstudie
zweigleisig vorzugehen. Bevor Künstlerinnen in unterschiedlichen
Orten und Ländern befragt werden sollten, sollte eine Analyse
des Kunstbetriebs an den einzelnen Orten stehen - vorgenommen durch
Expertinnen aus diesen Ländern. Dafür wählten wir
die Form eines workshops. Denn von dem persönlichen Austausch
erhoffen wir uns eine Beteiligung der Expertinnen am Forschungsdesign
und Kooperationen bei den künftigen Befragungen.
Von Anfang
an war die überaus positive Resonanz ermutigend, auf die dieses
Vorhaben nicht nur in Europa und den USA, sondern insbesondere in
den nicht europäischen Ländern gestoßen ist. Viele,
die jetzt verhindert waren, zeigten sich interessiert an einer späteren
Zusammenarbeit.
Bei der Wahl
der Orte wurde zunächst nicht auf Vollständigkeit gezielt,
sondern auf die exemplarische Erprobung einer solchen Methode. Sie
soll es ermöglichen, unterschiedliche Formen der Institutionalisierung
von Kunst und Differenzen in den Strukturen des Kunstbetriebs zu
ermitteln. Die internationale und Interdisziplinäre Zusammensetzung
der Expertinnen verspricht unterschiedliche Perspektiven nicht nur
auf die Orte, sondern auf den aktuellen Kunstbetrieb insgesamt.
Für Deutschland
wurden Bielefeld, Berlin und Düsseldorf und ausgewählt:
Die Gründe für Bielefeld sind naheliegend: das Projekt
ist hier angesiedelt, die Stadt gilt als Inbegriff der "deutschen
Provinz" (2), sie ist durch die erwähnte Pilotstudie schon
recht gut untersucht. Susanne Albrecht, die Bielefeld vorstellen
wird, hat an dieser Studie mitgewirkt und zudem als in Herford lebende
Künstlerin einen distanzierten Blick auf die Nachbarstadt.
Besuche in der aktuellen Ausstellung der Kunsthalle und bei Artists
Unlimited, einem Künstlerhaus mit Galerie und wechselnden Gastkünstlern
aus verschiedensten Teilen der Welt werden es Ihnen ermöglichen,
sich ein eigenes Bild von Bielefeld zu machen.
Berlin und Düsseldorf können als Metropole bzw. Großstadt
unterschiedliche Positionen im nationalen und internationalen Kunstbetrieb
vertreten. In Berlin wurde mit Anne Marie Freybourg, der Initiatorin
des erfolgreichen Künstlerinnenweiterbildungsprogramms "Goldrausch",
eine kenntnisreiche Kooperationspartnerin gefunden. Für Düsseldorf
ist Fenja Braster, Malerin und Mitinitiatorin der 1999 vorgelegten
Studie "Frauenpräsenz in Ausstellungen Düsseldorfer
Kunstinstitutionen" als Expertin ausgewiesen.
Auch in Polen
können wir den Kunstbetrieb aus zwei unterschiedlichen Perspektiven
fokussieren: Über Warschau als hauptstädtischen Kunstort
informiert die langjährige Leiterin der renommierten staatlichen
Galerie Zacheta Anda Rottenberg, gegen die wegen ihres engagierten
Einsatzes für die polnische Gegenwartskunst in Polen zu Beginn
des Jahres eine regelrechte Kampagne entfesselt wurde. Inzwischen
ist sie nicht mehr Leiterin der Zachete, verfolgt aber ihr seit
Jahren geplantes Projekt eines Museums für moderne Kunst in
Warschau weiter, das - soweit ich weiß - von Gehry gebaut
werden soll.
Die Expertin für Poznan ist Künstlerin Joanna Hoffmann,
die an der dortigen Akademie lehrt und den lebendigen experimentellen
Kunstbetrieb der Stadt seit ihrer Studienzeit kennt und mit bestimmt.
Sie ist mit Bielefeld vertraut, denn sie war im letzten Jahr Gastkünstlerin
bei den Artists Unlimited.
In Südafrika
fiel die Wahl auf Kapstadt, als binnenländischer Ort in der
Provinz denken wir bisher an Mpumalanga. Kapstadt ist das zweite
künstlerische Zentrum neben Johannesburg und durch die Forschungsaufenthalte
von Vera Schorr und mir bestehen dort vielfältige Kontakte.
Für den workshop gelang es, die auch international bekannte
Künstlerin Sue Williamson als Expertin zu gewinnen. Sie verkörpert
für mich in besonderer Weise eine gesellschaftspolitisch engagierte
Künstlerin. Ihre Bücher zur zeitgenössischen südafrikanischen
Kunst und ihre Internet-Kunstzeitschrift artthrob haben wesentlich
zur Entwicklung eines demokratischen Kunstlebens im neuen Südafrika
beigetragen. (Hinweis auf PC, artthrob können wir hier sehen)
In Brasilien
haben wir uns für Sao Paulo entschieden - eine der global cities
auch im Kunstbetrieb, in der 2002 die 25. Biennale stattfinden wird.
Die Kunstkritikerin und Psychoanalytikerin Suely Rolnik war uns
durch ihre interdisziplinäre Ausrichtung, ihre intensive Beschäftigung
mit der wohl bedeutendsten Künstlerin des Landes Lygia Clark
und ihre Auseinandersetzung mit dem Globalisierungsprozess auch
für die theoretische Fundierung des workshops wichtig. Die
seit längerem in Heidelberg lebende Kunsthisthorikerin Eliana
de Simone bringt nicht nur eine genaue Kenntnis der Kunstszene von
Sao Paulo ein, sondern beleuchtet darüber hinaus durch ihre
Beschäftigung mit der Migration von brasilianischen Künstlerinnen
und Künstlern einen weiteren für den gesamten workshop
wichtigen Aspekt. In Brasilien haben wir als weiteren Ort in der
Provinz bisher Florianopolis ins Auge gefaßt.
Last but not
least - New York als Zentrum des westlichen Kunstbetriebs und zugleich
als eigene lokale Szene. Die Künstlerin Sheila Pepe hat es
verstanden, den für uns schwer durchschaubaren New Yorker Kunstdschungel
transparent werden zu lassen.
Unklar ist uns bisher noch, welchen Ort wir als Provinz in den USA
wählen könnten.
Als Anregung
und zur Erleichterung der Vergleichbarkeit haben wir allen Referentinnen
Fragen zu vier Komplexen zukommen lassen:
Der 1. Fragenkomplex
bezieht sich auf die Stellung des jeweiligen Kunstortes im regionalen,
nationalen und internationalen Kontext.
Welche Rolle spielt die jeweilige Kunstszene/der jeweilige Kunstort
im internationalen Kunstbetrieb. Wie ist er in der internationalen
Szene positioniert? Welche Rolle spielt der Kunstort im nationalen
Kontext, wie ist er dort positioniert?
Der 2. Fragenkomplex
bezieht sich auf die spezifische Struktur der Kunstbetriebs iund
fragt nach staatlichen, privaten öffentlichen Einrichtungen
und nach nebeneinander existierenden Szenen.
Wie ist der örtliche Kunstbetrieb strukturiert in Bezug auf
staatliche, private und öffentliche Einrichtungen? Gibt es
private Eigeninitiativen, Selbsthilfeorganisationen und Netzwerke?
Welche divergierenden Strukturen und 'Szenen' gibt es innerhalb
des lokalen Kunstbetriebs? (z.B. Gibt es unterschiedliche gleichwertig
nebeneinander existierende Szenen oder werden die Strukturen vor
Ort durch Hierarchien beherrscht? Gibt es weitere Besonderheiten
innerhalb der örtlichen Kunstgemeinschaft?
Der 3. Fragenkomplex
bezieht sich auf die Rolle und Position der Bildenden Künstlerinnen
an dem Ort, und dies insbesondere in Ausbildungs-, Ausstellungs-
und Verkaufsinstitutionen sowie im öffentlichen Leben.
Welche Positionen haben Künstlerinnen vor Ort und in der Region
inne? (Beispiele zu den Positionen) in Ausbildungs-, Ausstellungs-
und Verkaufsinstitutionen:
Welche Rolle nehmen Künstlerinnen im öffentlichen Leben
ein? Gibt es von Künstlerinnen initiierte Netzwerke oder private
Galerien vor Ort?
Der 4. Komplex
fragt nach den Faktoren, die für den Erfolg von Künstlerinnen
ausschlaggebend sind und bittet diese, an einer oder zwei Beispielen
zu exemplifizieren.
Anhand einer bestimmten Künstlerin vor Ort exemplifizieren,
welche Vorgehensweise und welcher Werdegang einer Künstlerin
in der lokalen Kunstszene zu Erfolg verhelfen würde. Wie würde
der übliche Weg einer Künstlerin zu ihrer Berufsqualifikation
verlaufen? Wie kann sie regional, national und international erfolgreich
sein?
Bei allen Ortsbesichtigungen
geht es also um die Positionierung im internationalen, nationalen
und regionalen Kunstbetrieb, um die jeweiligen Strukturen, um die
Präsenz von Künstlerinnen in diesen Strukturen und um
Fallbeispiele für erfolgreiche Karrieren. Damit wird der Versuch
gemacht, die Strukturen des Kunstbetriebs in einem spezifischen
geographischen oder besser geopolitischen Ort mit der Lebens- und
Arbeitssituation von Künstlerinnen in Beziehung zu setzen.
So soll auf der Mikroebene der Individuen das "doing gender"
in den Blick kommen - also das jeweils aktuelle performative Verhalten
der Künstlerinnen. Auf der Makroebene geht es eher um "gendering"
- also um die Konstruktion und Inszenierung von Geschlecht durch
den jeweiligen Kunstbetriebs und seine Institutionen. Diese Perspektive
soll verbunden werden mit der Wahrnehmung der historischen, sozialen
und kulturellen Besonderheiten der einzelnen Orte sowie der Frage
nach Zentren und Peripherien, Metropolen und Provinzorten, nach
Hierarchien, Dominanzkulturen und Ausgrenzungen. Für die vielschichtigen
Mechanismen von Inklusion und Exklusion sind natürlich neben
Gender und Geographien auch ethnische Zugehörigkeit (Rasse)
und sozialer Schicht zu berücksichtigen.
Den Auftakt
machen zwei Beiträge, die uns dabei unterstützen werden,
die allgemeineren theoretischen Prämissen zu diskutieren: Katy
Deepwell aus England, die Herausgeberin der feministischen Kunstzeitschrift
n.paradoxa ("the only international feminist art journal exploring
feminist theory and contemporary women's art practices" - online
und auf Papier) spricht über Geographien aus feministischer
Sicht. Manuela Barth und Barbara U. Schmidt werden gemeinsam, aber
mit verteilten Rollen als Künstlerin und als Wissenschaftlerin
die "global art player" anschaulich werden lassen.
Ich hoffe,
daß diese Einführung die Ziele, die Thematik und den
Ablauf transparent gemacht und Sie auf das vorbereitet hat, was
Sie in den nächsten drei Tagen erwartet. Ich möchte zum
Schluß noch einige allgemeinere Fragen anreißen, die
mich während der Vorbereitung des workshops und vor allem seit
dem Gipfel der G8-Staaten in Genua beschäftigt haben - schlagwortartig
habe ich ihnen die Überschrift gegeben:
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2.
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Globalisierung
von unten - auch im Kunstbetrieb? |
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2.1
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Es
gibt kein zurück - Globalisierung findet nicht ohne uns statt |
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Mit fast allen
Referentinnen standen wir im letzten halben Jahr und vor allem in
den letzten Wochen in regem Kontakt - selten telefonisch, meist per
email. "Erst reisen die Daten, dann reisen die Menschen"
- dieser Satz der in Bielefeld lebenden Netzpionierin rena tangens
hat sich wieder bewahrheitet. Unser gesamtes Forschungsprojekt und
der workshop als Teilprojekt wären ohne emails und attachments
und die dadurch mögliche schnelle und direkte Kommunikation so
nicht möglich gewesen. Die elektronische Infrastruktur, die Raum
und Zeit im Verkehr miteinander schrumpfen läßt, hat mir
deutlich gemacht, dass wir mit diesem workshop teilhaben an dem weltweiten
Globalisierungsprozess, dessen derzeitigen Stand und dessen Auswirkungen
auf dem Feld der Kunst wir in den folgenden Tagen untersuchen und
verstehen wollen.
Die digitale
Vernetzung ist eines der Werkzeuge zur rasanten Ausbreitung einer
neuen transnationalen Ökonomie "Ganz wie die Infrastruktur
der Eisenbahn einst zum Rückgrat der nationalen Ökonomie
wurde, weil sinkende Transportkosten die Fusion regionaler Märkte
zu einem nationalen Markt erlaubten, so ist die digitale Infrastruktur
das Rückgrat der globalen Ökonomie, weil sinkende Transmissionskosten
die Fusion nationaler Märkte zu einem globalen Markt erlauben."
(3)
Gleichzeitig
ist die ektronische Vernetzung ein wichtiges Instrument, mit dem
sich die Kritiker der neoliberalen Umstrukturierung der Weltwirtschaft
über Ländergrenzen hinweg vernetzen. Sie haben überdies
herausgefunden, daß das nicht mehr ganz so neue Medium für
politische Aktionen nutzbar ist: mit Online-Unterschriftenkationensammlungen
wurde bei der Klage von 39 Pharmaunternehmen gegen die Regierung
Südafrikas der schließlich erfolgreiche internationale
Druck erhöht, mit einer Onlinedemonstration wurde am 20. Juni
dieses Jahres der Versuch gemacht, aus Protest gegen die Abschiebepraxis
von Ausländern aus Deutschland die öffentlichen Internetzugänge
der Lufthansa zumindest symbolisch zu attackieren und dadurch öffentliche
Aufmerksamkeit zu gewinnen.
Ein Foto vom
G8-Gipfel in Genua (Abb.1) im Juli dieses Jahres, der mit über
200000 Gipfelgegnern zur bisher größten Manifestation
der Globalisierungskritiker wurde, zeigt, daß sich die Attacken
der Polizei gerade auch gegen eine internationale Vernetzung und
eine dadurch mögliche unabhängige Berichterstattung richteten.
(4) Das Foto zeigt die von der Polizei verwüsteten Räume
des Genua Sozial Forums, in denen Demonstranten, aber auch das unabhängige
Medienzentrum untergebracht war. Die Polizei stürmte das Schulgebäude
in der Nacht nach dem Mord an Carlo Giuliani am 22. Juli gegen 0.00
und verprügelte nicht nur brutal die Schlafenden, sondern demolierte
auch die Computer und beschlagnahmte die Festplatten.
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2.2
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Globalisierung
ist nicht global, sondern schafft neue hierarchisierte Geographien
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Doch wie die
Bilder vom blauen Planeten Erde, die von der Umweltbewegung und den
Konzernen gleichermaßen benutzt werden, so gaukelt auch die
elektronische Vernetzung, wie auch wir sie bei der Vorbereitung nutzen
konnten, eine einheitliche Welt nur vor, die in kürzester Zeit
durchstreift werden kann. Denn die Netze erstrecken sich nicht über
den ganzen Globus, sind nicht global, sondern im besten Falle transnational
mit vielen Löchern dazwischen. Damit sind sie ein Abbild von
neuen Geographien, die Auskunft geben über Ausschluß und
Partizipation an Informationen, Macht und Geld.
Hier ein Blick
auf einige Karten zur Verbreitung, zum Zugang und zum Fluß
der Daten elektronischer Netzwerke:
Die erste Graphik (Abb.2) (5) zeigt die geographische Verteilung
der Zugänge zum Netz im Januar 2000. Oben links findet man
die Legende: die vielen lila Kreise in den USA markieren jeweils
1 Million, jeweils einen gibt es auch in Japan und in Europa, Die
dunkleren blauen Kreise sind 100.000, die helleren 10.000, die kleineren
grünen 1000 bis zu einem kleinen roten Kreis, der einen Internetzugang
markiert - zu finden in vielen Ländern in Afrika.
Die Datenströme fließen, wie auf einer weiteren Karte
zu sehen ist (Abb. 2) (6) , vor allem zwischen den USA und Europa,
dann folgen Japan und Australien.
Eine interaktive Karte (Abb.3) (7) zeigt die unterschiedlichen kommerziellen,
militärischen und privaten Netze, auf ihr kann man im Einzelnen
die zentrale Rolle der USA verfolgen.
Die Karten
veranschaulichen, was Sachs als "neue Hierarchisierung des
Raumes" charakterisiert hat: "an der Spitze der Pyramide
sind die global cities' zu finden, die über Ländergrenzen
hinweg durch High-Speed-Luft- oder Bodenverbindungen sowie Glasfaserkabel
in regem Austausch stehen, während an ihrem Fuße ganze
Kontinente, wie etwa Afrika oder Zentralasien anzutreffen sind,
schwarze Löcher' im Universum der Information, die weder
an Transmissions- noch an Transportlinien in nennenswertem Umfang
angeschlossen sind." (Sachs S.30)
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| 2.3 |
Kunst
und Kultur folgen diesen neuen hierarchisierten Geographien
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Die geographischen
Hierarchien entsprechen weitgehend einer Karte aus dem Jahr 1992
(Abb.4), die im Katalog der Documenta X zu finden ist (8) : im Zentrum
das Weltoligopol - USA, Europa, Japan, weitere Hauptknoten der Weltvernetzung
in Südamerika, Südafrika, Asien und Australien. Wir haben
diese Karte in die Tagungsmappe gelegt, weil daran deutlich wird,
daß wir alle uns in diesem hierarchisierten Netz verorten
können. Diese nicht mehr ganz neuen Geographien finden ihren
Niederschlag auch im derzeitigen Kunstbetrieb. Beispielhaft kann
man das etwa an der aktuellen Biennale in Venedig studieren, auf
der - wie ein Kritiker angemerkt hat - "weder Sudan oder Simbabwe,
Kenia oder Kamerun zu finden sind" . (9)
Die Zusammensetzung unseres Workshops ist selbst ein Beispiel dafür,
welche Länder und Orte miteinander in Kontakt stehen. Zu fragen
ist, ob die Figur von "Provinz" und "Metropole"
geeignet ist, um diese Phänomene zu markieren und auch "schwarze
Löcher" wahrzunehmen.
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| 2.4 |
Das symbolische
Kapital strukturiert sich neu |
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Meine These
ist, daß die neuen Hierarchien nicht ausschließlich Ergebnisse
ökonomischer und politischer Umverteilung sind. Der Kunstbetrieb
begleitet die Globalisierung nicht nur, sondern trägt selbst
wesentlich dazu bei. Nicht nur das ökonomische, auch das symbolische
Kapital strukturiert sich um und formiert sich neu - dies zunehmend
im Verbund mit kapitalkräftigen Konzernen (Beispiel: Museum Kunst
Palast Düsseldorf). Parallel hierzu entstehne wirtschaftlich
mächtige Kunstimperien, die weltweit den Kunstbetrieb steuern
- an vorderster Stelle die Guggenheim Foundation, die inzwischen 2
Häuser in New York und weitere in Venedig, Bilbao, Berlin Amsterdam
und London bespielt, Planungen für weitere Standorte vorgenommen
(10) und in unterschiedlichen Ländern Kooperationsverträge
mit traditionsreichen Museen geschlossen hat.
"Konzernherren planen den Kunstglobus" titelte die konservative
Frankfurter Allgemeine Zeitung aus Anlaß der Bekanntgabe der
Kooperation zwischen Wiener Kunsthistorischem Museum und Eremitage
unter Federführung der Guggenheim Foundation im Januar dieses
Jahres. In dem Artikel fordert der Wiener Kunsthistoriker Peter Gorsen
kleinere Museen auf, "phantasievolle, alternative, bewußt
föderative Programme zu entwerfen, die sich gegenüber der
okkupierten riesigen kulturellen Landschaft zwischen St.Petersburg
und New York' (Thomas Krens) werden profilieren können",
denn - so Gorsen weiter - "der geplante einheitliche Kulturglobus
hat bei aller menschenverbindenden, interkulturellen Vernetzung etwas
Erschreckendes". (11) Guggenheim alias "KulturMcDonalds",
wie Catherine David diese konsumorientierte Kulturvermarktung anläßlich
der geplanten Ausdehnung nach Brasilien kritisiert hat (12), arbeitet
als Kunstkonzern mit anderen Weltkonzernen Hand in Hand. "Ob
Hugo Boss, Telekom oder Deutsche Bank - stets findet der Global Player
Thomas Krens hochkarätige Partner, die der Marke Guggenheim vertrauen....."
(13)
Für mich
stellt sich die Frage, ob und wie aus unterschiedlichen Perspektiven
auf solche Phänomene im sich globalisierenden Kunstbetrieb
zu reagieren ist oder besser: ob und wie überhaupt reagiert
werden kann. Welche Folgen haben die Veränderungen der letzten
Jahre für die Kunstinstitutionen und für deren Akteure
- Kuratorinnen und Kuratoren, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
und insbesondere für Künstlerinnen und Künstler an
unterschiedlichen Orten, in unterschiedlichen Ländern und Regionen?
Wie Ändert sich dadurch die Kunstproduktion? Ist auch für
den Kunst- und Kulturbetrieb eine "Globalisierung von unten"
nötig, wie Maria Mies sie für Ökonomie und Politik
fordert ? (14) Bietet aber nicht die aktuelle Internationalisierung
der Kunst zugleich neue Chance für bisher ausgeschlossene Künstlerinnen
und Künstler, die sich nun erstmals auf dem internationalen
Parkett präsentieren können?
Mit diesen
Fragen möchte ich den workshop eröffnen. Ich wünsche
mir und uns allen für die Diskussion einen produktiven Austausch
"partialen verortbaren, kritischen Wissens" im Sinne Donna
Haraways und eine Vernetzung auch über die folgenden Tage hinaus.
(15)
Zum Schluß möchte ich aber noch all denjenigen danken,
die diesen Abschnitt des Forschungsprojekts und den Workshop möglich
gemacht haben:
An erster Stelle sind hier die beiden Antragstellerinnen Prof. Dr.
Ursula Müller (Universität Bielefeld) und Prof. Dr. Katharina
Sykora (Ruhr-Universität Bochum) zu nennen, ohne deren Einsatz
das Projekt nicht realisierbar gewesen wäre.
Danken möchten wir weiter denjenigen, die den workshop durch
finanzielle Zuwendungen möglich gemacht haben:
- das Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung des
Landes NRW.
Ministerialrätin Frau Kaufhold grüßt uns und wünscht
gutes Gelingen.
- die Gesellschaft Deutscher Akademikerinnen (zwei Reisen)
Und wir danken denen, die Lücken gefüllt haben, die trotz
der staatlichen Finanzierung blieben:
- die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft mit
einer großzügigen Spende
- der Verein zur Förderung von Kunst und Kultur an der Uni
Bielefeld und
- die Kommission Kunst und Kultur der Uni Bielefeld.
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(1) "Ich weiß,
daß es unsere Aufgabe ist, die sehr aktive Kunstszene Düsseldorfs
und des Westens zu beobachten, aber man erwartet auch, dass wir uns der
ganzen Welt öffnen. Deshalb habe ich mir das Ziel gesetzt, bekannt
und weniger bekannte Künstler aus allen fünf Kontinenten zu
zeigen." Jean Hubert Martin, in: Museum Kunst palast magazin, oh!
Cet écho! No 2, 2001, S. 9 als Neudefinition der Rolle des Museums.
Auf S. 5: "Das museum kunst palast fühlt sich dem Gedanken des
gleichberechtigten Nebeneinanders der Kulturen verpflichtet". .
(2) vgl. z.B. Ralf Bönt, Icks, Roman, München 1999. Der Autor
kommt aus Berlin in seine Heimatstadt Bielefeld zurück, schon auf
dem Waschzettel heißt es: "Von Berlin ans Ende der Welt....
ein tristes ostwestfälisches Kaff.... .. Icks' ist ... eine
lakonische Abrechnung mit der deutschen Provinz.
(3) Wolfgang Sachs, Wie zukunftsfähig
ist die Globalisierung? Über ökonomische Entgrenzung und ökologische
Begrenzung. Hg. Heinrich-Böll-Stiftung, Studien & Berichte der
Heinrich-Böll-Stiftung, Nr.3, 2. Aufl., Berlin 2000, S.9
.
(4) http://images.indymedia.org/imc/germany/5495.jpg
(5) Matrix Maps Quarterly, State of the Internet Januar 2000 http://www.mids.org/mmq/701/big/intrworld.gif
(6) http://www.telegeography.com/internet/map/wallpaper/images/tgi_internet_map_org_10x7.jpg
(7) http://www.caida.or./tools/visualizsation/mapnet/Backbones/
1995 kamen auf 1000 Personen 43,6 Computer und 4,8 Nutzer des Internet,
vier Fünftel davon leben in den Industrieländern. Das heißt,
daß nicht mehr als 1 - 4 % der Weltbevölkerung elektronisch
verbunden sind. (Sachs, 22)
(8) Zentren und Peripherien in der Welt (1992). Ein hierarchisiertes Netz.
In: Das Buch zur Documenta X = politics-poetics. Hg. Documenta-und-Museum-Fridericianum-Veranstaltungs-GmbH,
Idee und Konzeption Catherine David und Jean-François Chevrier.
Ostfildern, Cantz Verlag 1997, S. 11.
(9) Kunstforum International 156, 2001, S.
(10) In Brasilien sind drei Standorte im Gespräch, in Las Vegas ist
der Bau fast fertig, die Planungen für Monte Carlo, Dresden, Salzburg,
Japan sind unterschiedlich weit gediehen.
(11) Peter Gorsen in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.1.2001.
(12) FAZ 8.5.2001 über Planungen Krens' in Brasilien
(13) Karlheinz Schmid, Wolkenguggenheim. Imperium Kunst: Vom Traum zur
Wirklichkeit. In: Kunstzeitung, Juni 2001, S.1.
(14) Maria Mies, Globalisierung von unten. Der Kampf gegen die Herrschaft
der Konzerne. Robuch Verlag, Berlin2001.
(15) Donna Haraway, Situiertes Wissen. Die Wissenschaftsfrage im Feminismus
und das Privileg einer parialen Perspektive. In: dieselbe, Die Neuerfindung
der Natur. Primaten, Cyborgs und Frauen, Hg. Carmen Hammer, Immanuel Stieß,
Campus Verlag, Frankfurt/New York 1995
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