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Kunstorte in der Genderperspektive - Professionalisierungsstrategien von Bildenden Künstlerinnen und ihre Präsenz im internationalen Vergleich (english version)
(Laufzeit: 2001)

Innerhalb des sich zunehmend global orientierenden Kunstbetriebs erfahren auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Bildenden Künstlerinnen deutliche Veränderungen. Mit diesem Thema befasste sich eine Forschungsgruppe unter Leitung von Dr. Irene Below. Im Anschluss an eine regionale Studie zur beruflichen Situation von Künstlerinnen aus Ostwestfalen-Lippe und zu ihrer Präsenz in Ausstellungsinstitutionen (IFF-Forschungsreihe, Bd.11) wurde ein internationales Forschungsvorhaben zur Position von Künstlerinnnen in Provinzorten und Metropolen in Europa, Afrika, Amerika und Asien vorbereitet.

Vom 4.-7.September 2001 fand an der Universität Bielefeld der vom Ministerium für Schule Wissenschaft und Forschung des Landes NRW geförderte internationale ExpertInnen-Workshop "Kunstorte in Genderperspektive. Arbeitsbedingungen Bildender Künstlerinnen und ihre Präsenz im Kunstbetrieb im internationalen Vergleich" statt. Wissenschaftlerinnen, Kuratorinnen und Künstlerinnen aus Deutschland, Osteuropa, Nordamerika, Südamerika und Südafrika stellten unterschiedliche Kunstorte vor, fragten nach der Funktion geopolitischer und genderspezifischer Ordnungen in der Kunst und diskutierten die Einschluss- und Ausschlussmechanismen im nationalen und internationalen Kunstbetrieb. Im Zentrum standen Fragen nach den Professionalisierungsstrategien Bildender Künstlerinnen in einem in der Regel von Männern dominierten Arbeitsbereich, nach dem sich wandelnden Kunstverständnis unter dem Einfluss der globalen Vernetzung und der wirtschaftlichen Verwertung der Kunst sowie nach ihrer Präsenz in Ausstellungsinstitutionen.

Ergänzend in einem von Prof. Tomur Atagök (Yildiz Teknik Üniversitesi) und Dr. Irene Below vorbereiteten gemeinsamen Workshop "Istanbul als Kunstort in Genderperspektive" wurden einerseits Istanbul als Kunstort, andererseits die bisherigen Vorarbeiten des Projekts und das Konzept der Zusammenarbeit vorgestellt. Der Workshop konnte - unterstützt vom Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport (MSWKS) und der Yildiz Teknik Üniversitesi am 27. Februar 2002 in Istanbul stattfinden und wurde durch Recherchen des Kunstbetriebs vor Ort ergänzt.

Im Zentrum standen drei Bereiche: Arbeits- und Lebensorte von ausgewählten Künstlerinnen (im Rahmen ihrer Berufsbiographien), die Positionierung der Künstlerinnen in regionalen, nationalen und transnationalen Ausstellungsinstitutionen und an öffentlichen Orten sowie die Bedeutung realer, symbolischer und imaginärer Orte in ihren Arbeiten.

Projektteam: Prof. Dr. Ursula Müller, Prof. Dr. Katharina Sykora (Leitung), Susanne Albrecht, Bildhauerin (Lehramt Sek.II), Dr. Irene Below (Ansprechpartnerin), Vera Schorr M.A.

Finanzierung: Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW

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