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GRACE - Entwicklung und Erprobung eines Konzeptes zur Vernetzung der institutionalisierten Frauenforschung in der Bundesrepublik Deutschland am Beispiel einer Forschungsdatenbank und Forschungsterminologie zur Frauenforschung
(Laufzeit: 1994 - 1997)

Zur Weiterentwicklung bereits bestehender nationaler und internationaler Netzwerke wurde von 1994 bis 1997 die Europäische Datenbank zur Frauenforschung "grace" an der Universität Bielefeld implementiert.
"grace" versteht sich als Informationsressource zu Frauenforschung und Frauenstudien, die europaweit über Lehrende, Forschende und ihre Arbeitsgebiete Auskunft gibt. Ziele sind die aktuelle und schnelle Vermittlung von Informationen und Kontakten, die Effektivierung des wissenschaftlichen Austausches und der Aufbau und die Unterstützung eines europaweiten Netzwerkes zu Frauenforschung und Frauenstudien. Der Zusammenhang der europäischen Frauenforschung wird durch den transnationalen und interdisziplinären Ansatz von "grace" aktiv unterstützt.
Die Datenbank basiert auf einer Umfrage, die die in Brüssel ansässige feministische Forschungs- und Informationsgruppe GRIF (Groupe de Recherche et d'Information Féministe) im Auftrag des EU-Referats für Chancengleichheit durchführte. Dabei wurde deutlich, daß der Aufbau und die Verbreitung des Datenmaterials auf Schwierigkeiten der Diversität nationaler Forschungs- und Lehrstrukturen traf. Zur Lösung dieser Probleme wurde ein europäisches Informations- und Dokumentationsnetzwerk konstituiert, das die Weiterentwicklung der Datenbank vorantreibt.
Das IFF war für die bundesrepublikanische Frauenforschung in dem Netzwerk vertreten und aktiv an der Weiterentwicklung der Datenbank beteiligt. Fragen der Datenerhebung, des Datenaustausches und der Datenverbreitung standen dabei im Mittelpunkt.
Die Datenbank konnte nicht weitergepflegt werden, da keine finanziellen Mittel mehr zur Verfügung standen. Die bis 1997 recherchierten Daten sind in einem Reader zusammengefaßt.

Projektteam: Prof. Dr. Ursula Müller (Leitung), Antje Lehmann M.A. (wiss. Mitarbeiterin)

Finanzierung: Bundesanstalt für Arbeit/Land NRW; Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung