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Trotz ihrer kurzen Geschichte hat sich die Universität Bielefeld ein
beachtliches Ansehen als Forschungsstätte erwerben können. Kennzeichnend dafür
ist unter anderem, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) der
Universität Bielefeld eine Reihe von Sonderforschungsbereichen und
Forschungsgruppen
bewilligt hat. Zusätzlich gibt es derzeit (Stand: Juli 2010) 6
Graduiertenkollegs
und 10
Graduate Schools.
In dem bundesweiten Wettbewerb
" Exzellenzinitiative", der zum
Ziel hat, die universitäre Spitzenforschung in Deutschland voranzutreiben und
besonders zukunftsorientierte Forschungsprojekte zu unterstützen, gelang es der
Universität Bielefeld im Oktober 2007 sich auch in der zweiten Runde
erfolgreich durchzusetzen und wird nun in den kommenden Jahren in zwei
Förderlinien unterstützt:
Exzellenzcluster Cognitive Interaction Technology
Graduiertenschule Bielefeld Graduate School in History and Sociology
An der Universität Bielefeld sind insbesondere die folgenden fachübergreifenden Profilschwerpunkte in der Forschung entwickelt worden, die auch künftig besonders gefördert werden.
CeBiTec/Genomforschung/Bioinformatik/Biophysik/Nanophysik
Interaktive intelligente Systeme
Teilchenphysik und Kosmologie
Mathematik und ihre Anwendung in den Wissenschaften
Historische Politikforschung und Globalität/Weltgesellschaft
Education and Capability Research
Konflikt- und Gewaltforschung
Europäisierung des Rechts
Das
Center of Biotechnology (CeBiTec) widmet sich interdisziplinärer
Forschung in den Life Science und ermutigt und unterstützt die Entwicklung
innovativer fachübergreifender Projekte; Wissenschaftler und
Wissenschaftlerinnen der Fakultäten für Biologie, Chemie, Physik und der
Technischen Fakultät arbeiten in verschiedenen Projekten zusammen, die von der
DFG, dem BMBF, dem Land NRW sowie der EU gefördert werden. Thematisch sind
diesem Profil darüber hinaus folgende Forschungsverbünde zuzurechnen:
SFB 613
"Physik von Einzelmolekülprozessen und molekularer Erkennung in
organischen Systemen" (Kooperation Physik, Chemie und Biologie) und dem
GK 635
"Bioinformatik".
Ein fachübergreifendes "Bielefeld Institute for Interactive Intelligent Systems" (BIS) ist mit dem Ziel gegründet worden, die interdisziplinäre Forschung auf diesen Gebieten zu koordinieren, zu fokussieren und zu fördern. Beteiligt sind Neurowissenschaften, Informatik, Linguistik und Kognitionswissenschaften, Verhaltensforschung sowie Psychologie und Sportwissenschaft.
Am 1.7.2006 hat ein neu eingerichteter
SFB 673 "Alignment in Communication"
(Kooperation Informatik, Linguistik) begonnen.
Die Universität Bielefeld ist in mehreren internationalen Forschungs- und
Ausbildungs-
netzwerken aktiv eingebunden und plant, diese Verknüpfungen
auszubauen und weiter zu vertiefen:
GK 881 (Bielefeld-Paris): Quantum fields
and strongly interacting matter Zentral ist der
SFB 701 "Spektrale Strukturen und topologische Methoden in
der Mathematik", der 2005 eingerichtet wurde. Ebenfalls 2005 wurde das
internationale Graduiertenkolleg "Stochastics and Real World Models"
gemeinsam mit der chinesischen Akademie der Wissenschaften, Peking,
eingerichtet. Zum gleichen Zeitpunkt wurde das internationale Graduiertenkolleg
"Economic Behaviour and Interaction Models" eingerichtet, getragen von dem
Institut für mathematische Wirtschaftsforschung (IMW) und der Fakultät für
Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bielefeld sowie der Universität
Paris I (Panthèon Sorbonne).
In dem seit 2001 bestehenden
SFB 584 "Das Politische als Kommunikationsraum
in der Geschichte" untersuchen Historiker im Verbund mit Politikwissenschaftlern,
Soziologen, Ethnologen und Literaturwissenschaftlern die historisch variablen
Grenzziehungen zwischen dem Politischen und Nichtpolitischen. Zuzurechnen sind
drei Graduiertenkollegs, und zwar:
Der Forschungsschwerpunkt zielt auf theoretisch und empirisch fundierte
anwendungsbezogene Grundlagenforschung über Prozesse des Aufwachsens.
Organisationell gestützt wird dieses Profil durch die Fakultät für Pädagogik
und deren bestehende Zentren für Kindheits- und Jugendforschung sowie für
Qualitätsforschung im Bildungs- und Sozialbereich, insbesondere zukünftig aber
durch das neu zugründende
Bielefeld Center for Education and Capability
Research.
In der Konflikt- und Gewaltforschung konzentrieren sich die Arbeiten des
Instituts auf theoretische und empirische Analysen konstruktiver und
destruktiver Konflikte und ihrer Folgen. Organisatorisch wird dieses Profil
vom Institut für Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) gestützt, das gemeinsam
mit der Universität Marburg das
GK "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit:
Ursachen, Phänomenologie, Konsequenzen" trägt. Der Forschungsschwerpunkt ist
international vernetzt.
In diesem Forschungsschwerpunkt geht es darum, die vor allem in Folge der europäischen Rechtsangleichung entstehende, vielfach miteinander verflochtene Mehrebenen-Rechtsordnung internationaler, supranationaler und nationaler Provenienz zu durchdringen und für Wissenschaft wie Praxis aufzubereiten.
Die Universität Bielefeld verfügt mit ihrem breiten interdisziplinär angelegten Forschungsprofil über vielfältige Forschungs- und Entwicklungskapazitäten, die an der Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis transferiert werden können. Neben der rasch wachsenden Zahl der aus Drittmitteln finanzierten Forschungsprojekte (ca. 650 Projekte mit einem Fördervolumen von annähernd 40 Mio. Euro) und der großen Zahl nationaler und internationaler Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler belegen die über 100 Kooperationsbeziehungen und 220 Erasmus-Partnerschaften(Stand: Juli 2011) mit Hochschulen in aller Welt (u.a. USA, Europäische Union und weiteres Europa, Russland, Israel, Madagaskar, China, Japan, Australien), dass Bielefeld in der Forschung zu den international angesehenen Universitäten gehört.
Diese Kooperationen spiegeln die internationale Vernetzung unserer Hochschule eindrucksvoll wider und bilden für die Universität Bielefeld einen enormen Wettbewerbsvorteil bei der Gewinnung der besten Studierenden sowie herausragender Nachwuchs- und internationaler Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler.
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