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Forschen mit Familie

Wenn Sie verheiratet sind, ist es Ihnen nach dem deutschen Zuwanderungs- bzw. Aufenthaltsgesetz grundsätzlich möglich, Ihren Ehepartner bzw. die Ehepartnerin sowie die ledigen minderjährigen Kinder mitzubringen oder nachreisen zu lassen. Wenn Sie jedoch aus einem Staat kommen, der nicht der EU oder dem EWR angehört, müssen Sie den Nachweis erbringen, dass in Deutschland ausreichend Wohnraum zur Verfügung steht und die Familie ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten kann. Dies geschieht in der Regel durch eine Bescheinigung der deutschen Gasthochschule oder der einladenden Institution. Außerdem muss Ihr Ehepartner über grundlegende Deutschkenntnisse verfügen. Das gilt allerdings nicht, wenn Sie mit einem Forschervisum einreisen.

Für Ihre mitreisenden Familienangehörigen oder im Fall des Familiennachzugs benötigen Sie

// Unterlagen

  • für den Ehepartner bzw. die Ehepartnerin: das Original der Heiratsurkunde sowie deren beglaubigte deutsche Übersetzung, sofern es sich nicht um eine internationale Urkunde handelt
  • für die Kinder: das Original der Geburtsurkunde und deren beglaubigte deutsche Übersetzung, sofern es sich nicht um eine internationale Urkunde handelt
  • eine Kopie Ihrer Stipendienzusage oder Ihres Arbeitsvertrags

Falls der Antrag nicht gemeinsam gestellt wird, müssen Sie darüber hinaus eine Kopie Ihres eigenen Reisepasses mit der darin verzeichneten gültigen Aufenthaltsgenehmigung vorlegen.

Wichtig:

Wenn Ihre Familienangehörigen mit- oder nachreisen, sollten Sie in jedem Fall amtlich beglaubigte deutsche Übersetzungen der Heirats- und Abstammungsurkunden mitnehmen, aus denen die Echtheit der Dokumente hervorgeht. Diese werden in Deutschland bei der Umschreibung der Visa in einen längerfristigen Aufenthaltstitel benötigt. Ansonsten gelten auch für Familienangehörige die unter Einreise und Visum aufgeführten Visabestimmungen.

Ob Ihr Ehepartner oder Ihre Ehepartnerin in Deutschland arbeiten kann, hängt vor allem von Ihrem eigenen Status in Deutschland ab:

Wenn Sie selbst ein Visum bzw. eine Aufenthaltserlaubnis haben, die Sie dazu berechtigen, an der Universität Bielefeld als Wissenschaftler zu arbeiten (§18), wird es für Ihren Partner oder Partnerin sehr schwer, wenn nicht sogar unmöglich, in Deutschland zu arbeiten. Denn Ihr Ehepartner erhält keine allgemeine Arbeitserlaubnis, sondern kann lediglich für konkrete Arbeitsangebote eine Erlaubnis zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit bei der Ausländerbehörde beantragen. Allerdings wird die Erlaubnis zur Erwerbstätigkeit nur erteilt, wenn sich kein deutscher Arbeitnehmer findet, der ebenfalls für diese Arbeit geeignet wäre. Bei der derzeitigen Situation auf dem Arbeitsmarkt ist aber davon auszugehen, dass es immer andere deutsche Bewerber geben wird. Für eine Tätigkeit als Wissenschaftler an einer Universität oder Forschungssinstitution kann Ihr Partner problemlos eine Erlaubnis zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit beantragen. Hier fällt die Zustimmung der Ausländerbehörde und die Prüfung durch die Agentur für Arbeit weg. Nach drei Jahren Aufenthalt in Deutschland kann Ihr Partner eine allgemeine Arbeitserlaubnis beantragen.

Wenn Sie eine Aufnahmevereinbarung mit der Universität Bielefeld geschlossen haben und damit im Besitz eines sogenannten Forschervisums oder einer Aufenthaltsgenehmigung für Forscher sind (§20), ist die Situation für Ihren Partner erheblich besser. Zwar erhält der Partner auch in diesem Fall keine allgemeine Arbeitserlaubnis, aber die Prüfung, ob es einen deutschen Arbeitnehmer gibt, der ebenfalls für diese Arbeit geeignet wäre, fällt weg. D.h. dass Ihrem Partner mit großer Wahrscheinlichkeit bei einem konkreten Arbeitsangebot in der freien Wirtschaft relativ problemlos eine Beschäftigungserlaubnis erteilt werden kann. Wenn Sie mehr über das Forschervisum und die Aufnahmevereinbarung wissen wollen, setzen Sie sich mit dem Welcome Service in Verbindung.

Für den Fall, dass Sie als Hochqualifizierter (§21) anerkannt sind (die Kriterien dafür sind sehr eng, so dass die meisten Wissenschaftler nicht als hochqualifiziert gelten) und damit eine Niederlassungserlaubnis (§19) erhalten, hat Ihr Ehepartner, wie Sie selbst, einen uneingeschränkten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. .

Es ist in allen drei Fällen absolut notwendig, dass Ihr Partner bereits bei der Beantragung des Visums darauf hinweist, dass er in Deutschland eine Beschäftigung aufnehmen will.

Aktuelle und ausführliche Informationen dazu erhalten Sie bei der Agentur für Arbeit und der Ausländerbehörde am deutschen Wohnort oder unter:

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Montag bis Freitag:
10:30 - 11:30
Ort: C5-133

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