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Steuern

Ob Sie in Deutschland Steuern zahlen müssen hängt von der Finanzierung Ihres Arbeitsvertrages ab und von der Dauer des Vertrages.

Forschungsstipendien sind steuerfrei, wenn Sie folgende Kriterien erfüllen:

  • Sie müssen unmittelbar aus öffentlichen Mitteln zur Förderung der Forschung oder zur Förderung der wissenschaftlichen oder künstlerischen Ausbildung oder Fortbildung gezahlt werden
  • Sie dürfen den für die Deckung des Lebensunterhalts und den für die Erfüllung der Forschungsaufgaben (Sachbeihilfen) erforderlichen Betrag nicht überschreiten

Ihr Stipendiengeber kann Ihnen Auskunft geben, ob das von ihm gewährte Stipendium versteuert werden muss oder nicht. Der Status der 'Steuerfreiheit' bedeutet gleichzeitig, dass Sie keine Sozialabgaben zahlen müssen. Allerdings müssen Sie trotzdem den Nachweis über eine Krankenversicherung erbringen.

Wenn Sie länger als 6 Monate (mindestens 183 Tage) bei der Universität Bielefeld Beschäftigter sind, müssen Sie Steuern und Sozialabgaben zahlen. Beides wird von Ihrem Gehalt abgezogen und von Ihrem Arbeitgeber direkt an den Staat abgeführt. Die Höhe der Steuern hängt vom Einkommen, Familienstand und von der Steuerklasse ab. Wenn Sie weniger als ein halbes Jahr in Deutschland bleiben, wird das Gehalt in Ihrem Heimatland besteuert.


Was beinhaltet das Doppelsteuerungsabkommen (DBA)?

Damit AusländerInnen nicht gleichzeitig in ihrem Heimatland und in Deutschland Steuern abführen müssen, gibt es mit 75 Ländern sogenannte Doppelsteuerungsabkommen. Abweichend von der o.g. Halbjahresregelung existiert über das Doppelsteuerungsabkommen mit einigen Ländern z.B. die Abmachung, dass internationale GastwissenschaftlerInnen, die für maximal zwei Jahre nach Deutschland kommen, um hier in einer öffentlichen Forschunseinrichtung zu forschen, ihre Steuern im Heimatland zahlen können. Auf welche Länder (EU-Mitgliedstaaten und einige andere Staaten) dies im Einzelnen zutrifft und welche sonstigen steuerlichen Regelungen berücksichtigt werden müssen, können Sie im Internet nachlesen.

Lohnsteuerkarte − Steuerklassen − Kirchensteuer

Die Lohnsteuerkarte beantragen Sie bei Ihrer Anmeldung beim Einwohnermeldeamt. Sie müssen sie anschließend bei der Personalabteilung der Universität Bielefeld abgeben. Am Ende des Kaldenderjahres erhalten Sie die Lohnsteuerkarte bzw. einen Computerausdruck mit den Abrechnungsdaten zurück, den Sie zusammen mit der Steuererklärung beim zuständigen Finanzamt einreichen müssen.

Auf der Lohnsteuerkarte wird Ihre Steuerklasse vermerkt. Diese richtet sich nach dem Familienstand, der Anzahl der Kinder und danach, ob der Ehepartner bzw. die Ehepartnerin ebenfalls erwerbstätig ist oder nicht. Die Höhe der Steuern wiederum ist abhängig von der Höhe Ihres Einkommens und Ihrer Steuerklasse.

In Deutschland zieht der Staat zusammen mit der Lohnsteuer auch die Kirchensteuer für die großen Kirchen in Deutschland ein (9% der Einkommenssteuer). Die Zugehörigkeit zu einer Kirche geben Sie bei der Ausstellung der Lohnsteuerkarte beim Einwohnermeldeamt an.

Veranstaltungen für internationale WissenschaftlerInnen