Das Aktionsprogramm Lebenslanges Lernen, das zu Beginn des Jahres 2007 in Kraft trat,
stellt erstmalig einen bildungsbereichsübergreifenden Förderrahmen für
die Gemeinschaft dar. Das Programm mit einem Finanzvolumen von 6,970 Milliarden Euro
für die Jahre 2007 − 2013 integriert die Programme SOKRATES und LEONARDO DA VINCI,
die Ende 2006 ausliefen.
Das neue Aktionsprogramm Lebenslanges Lernen ist in vier Teilprogramme unterteilt:
Die Umsetzung des Arbeitsprogramms der EU-Bildungsminister,
das Sprachenlernen, die Anwendung der Informations- und Kommunikationstechnologien sowie die
Verbreitung von Projektergebnissen werden bereichsübergreifend in einem Querschnittsprogramm
gefördert.
Der Programmteil
Jean Monnet umfasst die Förderung von Aktivitäten zur
europäischen Integration und die Unterstützung von Einrichtungen und Vereinigungen im
Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung.
Neben diesem Programm bestehen die auf Drittstaaten bzw. -regionen bezogenen Förder- und
Partnerschaftsprogramme ERASMUS-MUNDUS II (Exzellenzprogramm für die Hochschulzusammenarbeit
innerhalb Europas und mit Drittstaaten) und TEMPUS IV (EU-Nachbarschaftsprogramm). Diese Programme
unterstützen die Internationalisierung der Hochschulen, fördern die Qualität der
Lehre und tragen durch die Vernetzung der Hochschulen untereinander und mit der Gesellschaft und
Wirtschaft zum gegenseitigen kulturellen Verständnis bei.
Tempus ist ein Hochschulkooperationsprogramm der Europäischen Union für die Zusammenarbeit mit den
EU-Nachbarregionen. Seit 1990 unterstützt Tempus die Weiterentwicklung und Reformierung des Hochschulwesens
in Osteuropa und Russland, Zentralasien, den Ländern des westlichen Balkans und im südlichen Mittelmeerraum.
In Gemeinsamen Projekten und Strukturmaßnahmen kooperieren EU-Hochschuleinrichtungen mit Hochschuleinrichtungen aus den 27 Tempus-Partnerländern.
Der DAAD ist Nationale Kontaktstelle für das Tempus-Programm und berät deutsche Hochschulen zu Antragstellung
und Projektmanagement.
Sie finden den Aufruf, den Leitfaden zur Antragstellung und weitere Dokumente auf der Homepage der Exekutivagentur für
Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) unter:
Weitere Informationen zur Antragstellung erhalten Sie bei Frau Kruse im International Office: Tel: 4087
Erasmus Mundus ist ein europäisches Kooperations- und Mobilitätsprogramm.
Es hat eine Laufzeit von fünf Jahren und ist mit einem Gesamtbudget von etwa 936 Mio. € ausgestattet.
Das Programm gliedert sich in drei Aktionen.Der Aufruf erscheint einmal jährlich im vierten Quartal in allen drei Aktionen.
Die Ziele sind
die Förderung des Europäischen Hochschulraums als Extellenzzentrum für das Lernen weltweit
die Förderung des interkulturellen Verständnisses durch die Zusammenarbeit mit Drittstaaten
die Förderung des interkulturellen Verständnisses durch die Zusammenarbeit mit Drittstaaten
Weitere Informationen und Beratung erhalten Sie bei der deutschen Nationalen Struktur für Erasmus Mundus:
DAAD, Referat 604, eu.daad.de
Erasmus Mundus II gliedert sich in drei Fördermaßnahmen:
Aktion 1: Gemeinsame Master- und Promotionsprogramme einschließlich Stipendien
Aktion 2: Erasmus Mundus Partnerschaften
Aktion 3: Projekte zur Verbesserung der Attraktivität des europäischen Hochschulraums
Weitere Informationen zur Antragstellung erhalten Sie bei Frau Kruse im International Office: Tel: 4087
COMENIUS unterstützt die Mobilität von Schülern, Lehramtsstudierenden und Lehrkräften,
fördert das Erlernen moderner Fremdsprachen und ermöglicht innovative Wege der Zusammenarbeit
und Partnerschaft schulischer Einrichtungen in Europa.
COMENIUS richtet sich an vorschulische Einrichtungen und Schulen bis zum Ende des Sekundarbereichs II sowie an Einrichtungen und Organisationen der Schulverwaltung und der Lehreraus- und -fortbildung.
Im Rahmen der dezentral durchgeführten Aktionen unter COMENIUS werden gefördert:
multilaterale und bilaterale Schulpartnerschaften und die Mobilität von Schülern;
Regio-Partnerschaften im schulischen Bereich zwischen Regionen und Gemeinden;
Vorbereitende Besuche und Kontaktseminare
Assistenzzeiten von Studierenden der Lehramtsfächer an Schulen im Ausland;
Fortbildungskurse für Lehrkräfte im Ausland.
Zu den zentral verwalteten Maßnahmen unter COMENIUS zählen:
Projekte für die Zusammenarbeit von Einrichtungen der Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung;
thematische Netzwerke von Bildungseinrichtungen.
Mit der Durchführung des Programms in Deutschland ist der
Pädagogische Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz −
Nationale Agentur für EU−Programme im Schulbereich − beauftragt.
Weitere Informationen zum Programm COMENIUS finden Sie auf
der Internetseite des PAD unter www.kmk-pad.org.
Weitere Informationen zur Antragstellung erhalten Sie
bei Frau Kruse im International Office: Tel: 4087
LEONARDO DA VINCI ist das Programm der Europäischen
Union für die Zusammenarbeit in der beruflichen Aus- und Weiterbildung.
Es ist benannt nach dem italienischen Universalgenie der Renaissance.
Das Programm unterstützt und ergänzt
die Berufsbildungspolitik der teilnehmenden Staaten. Dazu wird die
Europäische Union bis 2013 ein Gesamtbudget von 1.725 Mio. Euro
zur Verfügung stellen. Das LEONARDO DA VINCI-Programm fördert
zum einen europäische Bürgerinnen und Bürger beim Erwerb
internationaler Kompetenzen. So soll die Anzahl an Praxisaufenthalten in
Betrieben und Berufsbildungseinrichtungen in einem anderen europäischen
Land bis 2013 auf mindestens 80.000 pro Jahr erhöht werden.
Zum anderen trägt es durch europäische Modellversuche sowie durch
den Transfer bereits entwickelter Produkte und Verfahren zu Innovation und
Verbesserung der Berufsbildungssysteme und -praxis bei.
LEONARDO DA VINCI unterstützt zentrale europäische Reformvorhaben
wie die Entwicklung eines Kreditpunktesystems in der beruflichen Bildung (ECVET)
und eines Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR).
LEONARDO DA VINCI richtet sich an alle Akteure der beruflichen Bildung:
Einrichtungen der beruflichen Bildung wie berufsbildende Schulen, außer- und überbetriebliche Bildungsstätten,
Unternehmen,
Sozialpartner und ihre Organisationen, Berufsverbände und Kammern
Im Programm LEONARDO DA VINCI werden folgende Aktivitäten gefördert:
Auslandsaufenthalte in der beruflichen Aus- und Weiterbildung,
Projekte zum Transfer von Innovationen,
Partnerschaften,
Projekte zur Entwicklung von Innovationen,
Netzwerke,
Vorbereitende Besuche und Kontaktseminare.
Mit der Durchführung des Programms LEONARDO DA VINCI in Deutschland ist die
Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) beauftragt.
Weitere Informationen zum Programm LEONARDO DA VINCI finden Sie auf der Internetseite der NA beim BIBB unter www.na-bibb.de
Weitere Informationen zur Antragstellung erhalten Sie bei Frau Kruse im International Office: Tel: 4087
GRUNDTVIG ist das Programm für die allgemeine Erwachsenenbildung.
Namensgeber ist der dänische Theologe und Pädagoge Nikolaj Frederik Severin Grundtvig (1783 ? 1872).
Er gilt als Nestor der Heimvolkshochschule und hat dem lebenslangen Lernen wichtige Impulse gegeben.
Zwei spezifische Ziele stehen bei GRUNDTIVG im Vordergrund:
Zum einen sollen die durch die Alterung der Bevölkerung entstehenden Bildungsherausforderungen angegangen werden.
Zum anderen unterstützt das Programm Erwachsene bei der Erweiterung und Vertiefung ihres Wissens und ihrer Kompetenzen.
Im Blickpunkt stehen dabei neben älteren Menschen auch Erwachsene, die ihren Bildungsweg ohne Grundqualifikation abgebrochen haben.
Das Programm GRUNDTVIG umfasst alle Bereiche der Erwachsenenbildung und steht
Einrichtungen der formalen, nicht-formalen und informellen Erwachsenenbildung in den Teilnehmerstaaten offen.
Dies können öffentliche Institutionen sein wie Behörden, Verwaltungen und Regierungsstellen,
oder Einrichtungen in öffentlicher oder privater Trägerschaft wie Initiativen, Vereine, Volkshochschulen oder Nichtregierungsorganisationen.
Antragsberechtigt sind die Beschäftigten dieser Einrichtungen wie Lehrende,
Multiplikator(inn)en, Wissenschaftler/-innen sowie Personen, die mit Erwachsenen
oder benachteiligten Jugendlichen arbeiten.
Im Programm GRUNDTVIG werden folgende Aktivitäten gefördert:
Vorbereitende Maßnahmen,
Besuche und Austausche,
Assistent(inn)en,
Weiterbildung für Bildungspersonal,
Workshops,
Lernpartnerschaften,
Freiwilligenprojekte 50+,
multilaterale Projekte,
multilaterale Netzwerke,
flankierende Maßnahmen.
Mit der Durchführung des Programms GRUNDTVIG in Deutschland ist die Nationale Agentur Bildung
für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) beauftragt.
Weitere Informationen zum Programm GRUNDTVIG finden Sie auf der Internetseite der NA beim BIBB.
Weitere Informationen zur Antragstellung erhalten Sie bei Frau Kruse im International Office: Tel: 4087
Das Programm Jean Monnet fördert Lehrangebote und
Forschungsvorhaben zur europäischen Integration an Hochschulen.
Dabei werden auf diesem Gebiet tätige Einrichtungen und Vereinigungen sowie
Hochschulen weltweit gefördert, um die EU als Modell für friedliche Koexistenz
und Integration darzustellen sowie die Politik der EU und ihr Handeln nach außen zu erläutern.
Studierende und Forscher, die sich im Rahmen der Hochschulbildung jeglicher Art innerhalb und außerhalb der Gemeinschaft mit der europäischen Integration befassen;
in ihren jeweiligen Ländern anerkannte Hochschulen innerhalb und außerhalb der Gemeinschaft;
Lehrkräfte und anderes Personal dieser Hochschulen;
Vereinigungen und Vertreter der an der allgemeinen und beruflichen Bildung innerhalb und außerhalb der Gemeinschaft beteiligten Akteure;
öffentliche und private Stellen, die auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene für die Organisation und das Angebot von allgemeiner bzw. beruflicher Bildung zuständig sind;
Forschungszentren und -einrichtungen, die innerhalb und außerhalb der Gemeinschaft mit Aspekten der europäischen Integration befasst sind.
Im Programm Jean Monnet werden folgende Maßnahmen gefördert:
Vereinigungen von Professoren, anderen Hochschullehrern und Forschern, die sich auf die europäische Integration spezialisiert haben;
Förderung junger Forscher, die sich auf die europäische Integration spezialisieren;
Informations- und Forschungsaktivitäten in Bezug auf die Gemeinschaft zur Förderung von Diskussion, Reflexion und Wissen über den europäischen Integrationsprozess;
multilaterale Projekte und Netze;
Betriebskostenzuschüsse für bestimmte Einrichtungen, die Ziele von europäischem Interesse verfolgen;
Betriebskostenzuschüsse für europäischen Einrichtungen oder Vereinigungen im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung.
Alle weiteren Informationen zum Programm Jean Monnet finden Sie auf der Internetseite der Europäischen Exekutivagentur.
Weitere Informationen zur Antragstellung erhalten Sie bei Frau Kruse im International Office: Tel: 4087