Oberstufen-Kollegan der Universität Bielefeld
 
 
Blick ins Plenum
OSK
OS von A-Z
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Termine 2011/12


21.-22. Juni 2012
     Tagung Übergang Schule-
     Hochschule


Kollegleiterin Dr. Jutta
     Obbelode erhält Urkunde

     09.05.2012


 Schulentwicklungstag
     08.05.2012


Kollegleiter Hans Kroeger
     feiert seinen Abschied

     03.02.1012


Projektunterricht:
     Produkttag WS11/12

      27.01.2012


Schulministerin Löhrman
     besucht das OS
      20.01.2012


Educamp 2011


Bewerbungsschluss
      Kollegleitung

      17. November 2011


• Kollegiade  - 12. November 2011  


MdB Heiner Kamp am OS
      15. September 2011


Ausschreibung
      Kollegleitung
      6. Oktober 2011


Lesung Peggy Mädler
      27. September 2011


Stellungnahme zur
     Missbrauchsdebatte


Produkttag
      22. Juli 2011


Abitur 2011
      1. Juli 2011


Geschichte des
     Oberstufenkollegs

      erschienen
      Januar 2011


kollegnet.de im Netz
      Mai 2011


Frühere Termine


 

 

 

 

 

Träger des alternativen Nobelpreises besucht das Oberstufen-Kolleg

Der chilenische Wirtschaftswissenschaftler und Träger des alternativen Nobelpreises, Manfred Max-Neef, hielt am Freitag, dem 17.9.2010, einen Vortrag am Oberstufen-Kolleg. Der 77-jährige Wissenschaftler war auf Einladung des Welthauses und der Fachkonferenz Soziologie des Oberstufen-Kollegs nach Bielefeld gekommen.
In den frühen 50er Jahren war Max-Neef Manager bei Shell. In den späten 50er Jahren kehrte er sich jedoch vom Mainstream des wirtschaftlichen Denkens ab und wandte sich vor allem Fragen der Entwicklung zu. Er arbeitete für UN-Organisationen und in verschiedenen Universitäten in den USA und Lateinamerika.
Besonders erwähnenswert sind Max-Neefs Theorieentwicklungen, vor allem seine "Barfußökonomie" sowie seine "Human Scale of Development". Mit Hilfe dieser Theorien können Ziele und Inhalte wirtschaftlicher Entwicklung von unten, auf der Ebene lokaler Gemeinden etwa, erarbeitet werden.
Seine Arbeit mit diesen Ansätzen brachten Max-Neef in den 90er Jahren zur These vom "Kipp-Punkt": Hat das Wirtschaftswachstum einen bestimmten Grad erreicht, beginnt die Lebensqualität der Bürger abzunehmen.
Im Rahmen einer UN-Auftragsarbeit verifizierte er diese These und entwickelte sein Modell des ECOSON - der Ecological Person: Ohne auf die Befriedigung von Bedürfnissen verzichten zu müssen, kann ein Energieverbrauchsschnitt von Bürgern angestrebt werden, der die Grenzen der Ressourcen dieser Welt respektiert.

In seinem Vortrag am Oberstufen-Kolleg blickte Manfred Max-Neef vor allem auf die Wendepunkte seines Lebens zurück. Seine Botschaft an die KollegiatInnen: "Leute, die genau wissen, wo es hingeht, sind die, die nie etwas entdecken!". Ein egoistisches Leben könne sehr langweilig sein - "und es macht dich nicht notwendigerweise glücklich". In einer kurzen Diskussionsrunde im Anschluss an den Vortrag ermutigte Max-Neef seine ZuhörerInnen, sich im Rahmen der eigenen Möglichkeiten sozial zu engagieren: "Es spielt keine Rolle, wie klein das ist, was du machst. Das Kleinste, was du machst, ist groß genug - weil Tausende dasselbe machen!"
Zum Abschluss seines Besuchs am Oberstufen-Kolleg trug Max-Neef ein selbst komponiertes Klavierstück vor. Das Publikum auf dem voll besetzten Feld II dankte mit Standing Ovations und lang anhaltendem Beifall.