

• Projektunterricht:
Produkttag WS13
18.01.2013
• Ministerpräsidentin
Hannelore Kraft 
zeichnet OS aus
14.09.2012
• Theaterprojekt des OS
erhält Auszeichnung
06.09.2012
• Besuch aus Weißrussland
27.08.2012
• Projektunterricht:
Produkttag SoSe12
06.07.2012
• Abitur 2012
29.06.2012
• 21.-22. Juni 2012
Tagung Übergang Schule-
Hochschule
• Kollegleiterin Dr. Jutta
Obbelode erhält Urkunde
09.05.2012
• Schulentwicklungstag
08.05.2012
• Kollegleiter Hans Kroeger
feiert seinen Abschied
03.02.1012
• Projektunterricht:
Produkttag WS11/12
27.01.2012
• Schulministerin Löhrman
besucht das OS
20.01.2012
• Bewerbungsschluss
Kollegleitung
17. November 2011
• Kollegiade - 12. November 2011 • MdB Heiner Kamp am OS • Ausschreibung • Lesung Peggy Mädler • Stellungnahme zur • Produkttag • Abitur 2011 • Geschichte des • kollegnet.de im Netz
15. September 2011
Kollegleitung
6. Oktober 2011
27. September 2011
Missbrauchsdebatte
22. Juli 2011
1. Juli 2011
Oberstufenkollegs
erschienen
Januar 2011
Mai 2011
Stellungnahme der Kollegleitung
1. Die Nachrichten über die Missbrauchsfälle an der Odenwaldschule haben uns schockiert und in den letzten Tagen in vielerlei Hinsicht beschäftigt. Unser Interesse gilt in erster Linie den Opfern dieser skandalösen Zustände und wir unterstützen alle, die sich um Aufklärung bemühen.
2. Weder eine überzogene Kritik noch eine fast reflexartige Verteidigung sowohl Hartmut von Hentigs als auch der Reformpädagogik sind der Sache förderlich und für die Opfer hilfreich. Unseres Erachtens ist eine kritische - vor allem selbstkritische - Auseinandersetzung notwendig. Wir haben deshalb bewusst vermieden, uns mit schnellen Erklärungen, die bei genauerem Hinsehen vielleicht nicht mehr haltbar sind, an die Öffentlichkeit zu wenden.
3. Das Oberstufen-Kolleg ist auf drei Ebenen betroffen: Erstens in seinem Verhältnis zu Hartmut von Hentig; zweitens in seinem Bezug zur Reformpädagogik und schließlich - wohl am wichtigsten - im Blick auf die Frage, ob es in der eigenen Geschichte und Gegenwart Fälle von sexualisierter Gewalt oder anderen unakzeptablen Übergriffen gegeben hat, die mit einem Missbrauch der Rolle als Lehrerin bzw. Lehrer zusammenhängen.
4. Im Blick auf für das Oberstufen-Kolleg wichtige pädagogische Prinzipien müssen wir uns nicht von den Überlegungen Hartmut von Hentigs distanzieren. Zentral sind für uns: Erstens der Gedanke, dass in der heutigen von wissen-schaftlicher Spezialisierung geprägten Welt durch Spezialisierung allgemeine Bildung erworben wird; zweitens, dass allgemeine Bildung auch in fächerübergreifenden Zusammenhängen, an besonderen Lerngegenständen und in besonderen Lerngelegenheiten gewonnen wird, und schließlich drittens, dass in der Schule demokratisches Verhalten zu üben und zu praktizieren ist. Auch der Satz "Die Menschen stärken, die Sachen klären" bleibt in seiner Dialektik richtig - er ist in dieser Situation wohl mit Hentig gegen Hentig zu lesen. Hentig ist und bleibt unser Gründer - Gründerkult zu pflegen war und ist unsere Sache nicht. Nur sind auch und gerade bei einer so starken, charismatisch wirkenden Persönlichkeit wie Hartmut von Hentig Person und Sache nicht zu trennen und deshalb fällt von dieser Angelegenheit auch ein Schatten auf das Gesamtwerk.
5. Im Blick auf die Reformpädagogik sind die Errungenschaften und Wirkungen dieser für uns wichtigen Tradition zu würdigen. Ohne die Reformpädagogik stünden wir und viele andere Schulen nicht, wo wir stehen. Traditionen würdigt man aber am besten durch kritische Auseinandersetzung: Dazu gehört die Beschäftigung mit den Gründungsgestalten ebenso wie die Prüfung der Denkstrukturen. Besonders wichtig scheinen uns dabei zwei Felder: Einerseits das Verhältnis von Nähe und Distanz zwischen LehrerInnen und SchülerInnen und, damit grundsätzlich verbunden, die Frage nach bewusster Wahrnehmung der Lehrendenrolle; andererseits die Frage der Selbstdefinition durch Abgrenzung von anderen - so die kritische Anfrage von Jürgen Oelkers in der FAZ. Besonders im Blick auf die letzte Frage haben wir uns in den vergangenen zehn Jahren unserer Einschätzung nach überzeugend weiterentwickelt. Veranlasst durch die aktuellen Fragen können wir uns darüber hinaus gut vorstellen, in den kommenden Monaten unsere eigene Beschäftigung mit Reformpädagogik durch Vertiefungen - etwa eine entsprechende Vortragsreihe oder Tagung - zu verstärken.
6. Im Blick auf eigene mögliche Vorkommnisse gilt: Wir wollen nichts unter den Teppich kehren. Wir sind unterschiedlich lange am OS und überblicken darum die Vergangenheit nur in Abschnitten. Als einen ersten Schritt zur weiteren Klärung haben wir die ehemaligen Leiter des OS zu einem Gespräch eingeladen. Im Blick auf unsere Amtszeit können wir sagen, dass wir Hinweisen von KollegiatInnen, die auf ein Fehlverhalten von Lehrenden schließen ließen, nachgegangen sind. Es mag aber dennoch Vorfälle geben, die wir nicht mitbekommen haben. Wir ermutigen Euch deshalb ausdrücklich, Euch an uns zu wenden, wenn Ihr den Eindruck habt, dass es zwischen Lehrenden und KollegiatInnen übergriffiges Verhalten gegeben hat oder gibt. Dabei geht es nicht um Denunziation, sondern um erhöhte Aufmerksamkeit und Sensibilität: einerseits, um Gerüchte als Gerüchte entlarven zu können, und andererseits, um Kollegiatinnen und Kollegiaten zu schützen. Hans Kroeger steht als Ansprechperson für die Lehrenden, Gabi Obst für Kollegiatinnen und Kollegiaten zur Verfügung; ebenso ist Marlene Müller als Gleichstellungsbeauftragte für alle ansprechbar.
(vorgelegt zur Lehrenden-Sitzung am Freitag, 19.3.2010)
Als externe Ansprechpartner stehen ab sofort zwei Fachkräfte von Zartbitter e.V., Beratungsstelle für sexualisierte Gewalt für Jugendliche ab 14 und Erwachsene, zur Verfügung.(www.zartbitter-muenster.de). In einer speziellen Sprechzeit beraten
Astrid-Maria Kreyerhoff und Martin Helmer
Telefon: 0251/4140555