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• 21.-22. Juni 2012
Tagung Übergang Schule-
Hochschule
• Kollegleiterin Dr. Jutta
Obbelode erhält Urkunde
09.05.2012
•
Schulentwicklungstag
08.05.2012
• Kollegleiter Hans Kroeger
feiert seinen Abschied
03.02.1012
• Projektunterricht:
Produkttag WS11/12
27.01.2012
• Schulministerin Löhrman
besucht das OS
20.01.2012
• Bewerbungsschluss • Kollegiade - 12. November 2011 • MdB Heiner Kamp am OS • Ausschreibung • Lesung Peggy Mädler • Stellungnahme zur • Produkttag • Abitur 2011 • Geschichte des • kollegnet.de im Netz
Kollegleitung
17. November 2011
15. September 2011
Kollegleitung
6. Oktober 2011
27. September 2011
Missbrauchsdebatte
22. Juli 2011
1. Juli 2011
Oberstufenkollegs
erschienen
Januar 2011
Mai 2011
Das Oberstufen-Kolleg Bielefeld wurde am 4. und 5. Oktober 2010 im Rahmen eines Peer-Review-Verfahrens von einer Kommission „kritischer Freunde” (Peers) besucht. Unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Oelkers (Universität Zürich) begutachteten acht namhafte Expertinnen und Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Schule und Bildungspolitik sowohl die Versuchsschule als auch die Wissenschaftliche Einrichtung Oberstufen-Kolleg. Nach 2005 ließ sich das Oberstufen-Kolleg zum zweiten Mal in dieser Form beraten. Ziel des Verfahrens ist es, die Entwicklung der Versuchsschule und ihre wissenschaftliche Reflexion und Begleitung für die nächsten Jahre voranzubringen. Das Begutachtungsverfahren ist mit dem Schulministerium abgestimmt. Auftraggeberin ist die Dekanin der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld.
Dass sich kurz nach der Verleihung des Deutschen Schulpreises 2010 in der Kategorie „Leistung” das Oberstufen-Kolleg auf eigenen Wunsch einer externen Begutachtung stellt, entspricht seinem Selbstverständnis als „lernende Schule”. Das bedeutet, sich immer wieder neu zu erfinden, eingefahrene Wege zu verlassen und nach neuen Lösungen zu suchen.
Das Peer-Review-Verfahren bietet Gelegenheit, gemeinsam mit acht Gutachterinnen und Gutachtern darüber nachzudenken, welchen Aufgaben sich das Oberstufen-Kolleg in den nächsten zehn Jahren stellen und welche Ziele es dabei verfolgen sollte. Fragen, die dem Expertenteam gestellt werden, lauten: Welche Möglichkeiten gibt es, die Oberstufe im Rahmen der Schulstrukturdebatte voranzubringen? Wie kann der Übergang von der Schule (Abitur) zur Hochschule (Bachelor-Studiengänge) verbessert werden? Stimmen die Institutionsziele des Oberstufen-Kollegs noch? Sind die Vorgaben und Ziele des Schulentwicklungsplanes 2006-2012 erreicht worden?
Die Gutachter für den Bereich Wissenschaft sind: Prof. Dr. Jürgen Oelkers (Zürich), Prof. Dr. Werner Helsper (Halle), Prof. Dr. Doris Lemmermöhle (Göttingen) und Prof. Dr. Ewald Terhart (Münster). Für den Bereich der Versuchsschule wurden beauftragt: Dr. Erika Risse (Oberhausen), Senatsrätin Cornelia von Ilsemann (Bremen), Dieter Spichal (Detmold) und Rita Klötzer (Herford).
Begutachten das OS: (v.l.) Dr. Erika Risse, Professor Josef Keuffer (OS-Leitung), Rita Klötzer, Professor Werner Helsper, Cornelia von Ilsemann, Professor Jürgen Oelkers, Professorin Doris Lemmermöhle, Dieter Spichal, Professor Ewald Terhart
Zur Vorbereitung auf das Peer-Review-Verfahren hatten die Gutachter einen ausführlichen Bericht über die Entwicklung des Oberstufen-Kollegs in den vergangenen fünf Jahren erhalten. Am Sonntag, dem 3. Oktober, traf sich das Gutachterteam zu einem Vorgespräch. Am 4. und 5. Oktober fanden Gespräche mit Lehrenden, Mitarbeitern der Wissenschaftlichen Einrichtung, Eltern, Kollegiatinnen und Kollegiaten, Leitungen und dem Wissenschaftlichen Beirat des Oberstufen-Kollegs statt. Darüber hinaus erhielten die Peers durch Unterrichtshospitationen Einblick in die konkrete Arbeit am Oberstufen-Kolleg.
Zum Abschluss des Besuches informierte Jürgen Oelkers das Kollegium über erste Einschätzungen der Peers und das weitere Verfahren. Er betonte einleitend, dass die 2002 begonnene Umstrukturierung des Oberstufen-Kollegs vom College zu einer Versuchsoberstufe gelungen sei. Zudem seien die Empfehlungen des ersten Peer Reviews zum großen Teil erfolgreich umgesetzt worden. Oelkers empfahl, das Thema 'Umgang mit Heterogenität' als Arbeitsschwerpunkt für die nächsten Jahre beizubehalten und dazu transferierbare Konzepte für die Sekundarstufe II zu entwickeln. Das Oberstufen-Kolleg könne so zu einem „Labor” für die Bearbeitung künftiger Schulprobleme werden.
Als Schwerpunkte der Schulentwicklung schlagen die Peers vor:
In einem abschließenden Rückblick auf die beiden Besuchstage würdigten die Peers vor allem die hohe Identifikation der Kollegiatinnen und Kollegiaten mit ihrer Schule. Das Lernen finde hier - so die Einschätzung einer Gutachterin - in einem Klima statt, das „menschlich hochintegrativ und gleichzeitig anspruchsvoll” sei – „etwas, was wirklich den Versuch wert ist, aber auch weiterentwickelt werden kann.”
Ein ausführliches schriftliches Gutachten wird das Expertenteam voraussichtlich im Frühjahr 2011 vorlegen. Das Gutachten bildet die Grundlage für einen mittelfristigen Schulentwicklungsplan, der die Arbeit der Jahre 2012-2020 strukturieren helfen soll.