Oberstufen-Kollegan der Universität Bielefeld
 
 
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Termine 2017/18



•  Laufbahnberatung
     Sprechstunden und Zuständigkeiten

•  Infos und Formulare
     für KollegiatInnen



Projektunterricht:
     Produkttag SoSe17

      14.07.2017, 09.00-13.15


Mitgliederversammlung
     Förderverein

      19.06.2017


Projektvorstellung:
     Atlantiküberquerung

      27.04.2017, 18.00, Feld II


Projektunterricht:
     Produkttag WS16

      27.01.2017, 10.00-14.00


•  Einladung zum
     Elternsprechtag

      17.11.2016, 16.00 - 19.00


•  Artur Klinau liest aus:
     "SCHALOM"

      20.09.2016


•  Einladung zum Eltern-
     abend am OS

      13.09.2016, 19.00 auf Feld II


Philosophie

Was erwartet dich im Studienfach Philosophie?

Was ist Philosophie? Eine weltfremde Wissenschaft? Wird sie nicht oft nur mit „Geschwafel“ und „Schaumschlägerei um nichts“ in Verbindung gebracht?
Durch die großen Fortschritte, welche die moderne Naturwissenschaft des letzten Jahrhunderts hervorgebracht hat, und durch die unsere heutige Lebensweise entscheidend geprägt ist, hat die Philosophie einiges an Stellenwert verloren. Im Alltag hat die Philosophie ihren Platz an die Lebensbewältigung mit Hilfe von Technik, Natur- und Sozialwissenschaften abtreten müssen. So wird häufig übersehen, wo überall man eigentlich auf die Philosophie stößt.
Wo ist sie also, wo begegnet man heutzutage der Philosophie? Sie arbeitet mit Methoden, die auch in Geschichte, Kunst, Sprache, Literatur, Psychologie, Mathematik und Logik zu finden sind. Während aber die Einzelwissenschaften durch Spezialisierung sich um einen fest abgegrenzten Bereich der Realität kümmern sowie eine klar definierte Begriffsprache nutzen, bewegt sich die Philosophie zwischen den Grenzen der Einzelwissenschaften und greift über diese hinweg.

Im Unterricht des Faches geht es etwa um Erkenntniskritik, um Einblicke, die den Wissenschaftlern der einzelnen Disziplinen selbst fehlen, so dass mit der Philosophie auch die Grenzen dieser Wissenschaften deutlich werden. Anders als an den meisten Schulen des Landes soll – über die Auseinandersetzung mit aktuellen Problemen der Ethik, Anthropologie und Gesellschaftstheorie hinaus – mit dem Philosophieunterricht am Oberstufen-Kolleg ein Überblick über die westliche (Geistes)-Geschichte erworben werden und damit ein tieferes Verständnis für geschichtliche Entwicklungen bis hin zur heutigen Zeit.

Welche Anforderungen stellt das Studienfach Philosophie an seine Teilnehmer?

Mitzubringen ist die Freude an Einsicht und die Bereitschaft, sich mit seinen und fremden Gedanken auseinander zu setzen. Dies erfordert ein gewisses Abstraktionsvermögen und die Fähigkeit zum Umgang mit anspruchsvolleren Texten, wofür ein sicherer Umgang mit der deutschen Sprache ebenso wichtig ist wie die Bereitschaft, nicht beim ersten Widerstand, der in der Begriffssprache und mit den komplexen Sachverhalten der Philosophie auftaucht, aufzugeben. Wer im Fach Philosophie gelernt hat, sich komplizierte Gedanken zu erarbeiten, profitiert an jeder Stelle, an der es um Verständnis geht.
Wenn die KollegiatInnen des Studienfaches auch nicht plan– und strukturlos „drauflos philosophieren“, sind sie aber ebenso wenig ein elitärer Kreis eingeschworener Intellektueller. Der Unterricht im Studienfach Philosophie stellt hohe, jedoch keineswegs unerreichbare Ansprüche. Denn das „Wissen“ der Philosophie erwirbt man weder im Messen, Berechnen und Voraussagen, noch in der Reproduktion von in sich geschlossenen Satzsystemen, sondern in der Begegnung. Sie steht im Mittelpunkt der Philosophie. Nicht das bloße Nachbauen der großen Theoriegebäude von Denkern wie Platon, Kant oder Adorno ist das Ziel – es ist vielmehr die individuelle Begegnung mit verschiedenen Gedanken: eine Begegnung, in der man letztlich persönlich entscheidet, was man vom Besprochenen oder Gelesenen behalten, integrieren oder nur vorübergehend „speichern“ will.

Wird die Beschäftigung mit der Philosophie die eigene Realität erschüttern? Nicht unbedingt. Aber wahrscheinlich eine reflektierte, kritische Sicht auf vermeintliche Wahrheiten im privaten und schulischen Alltag fördern.



Wir vertreten das Fach Philosophie:

Christoph Borowetz, Dr. Hans von Fabeck, Gereon Inger,
Hans Jaekel, Stefan Keymer, Dr. Maria Mateo Ferrer