Oberstufen-Kollegan der Universität Bielefeld
 
 
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Termine 2017/18



•  Laufbahnberatung
     Sprechstunden und Zuständigkeiten

•  Infos und Formulare
     für KollegiatInnen



Projektunterricht:
     Produkttag SoSe17

      14.07.2017, 09.00-13.15


Mitgliederversammlung
     Förderverein

      19.06.2017


Projektvorstellung:
     Atlantiküberquerung

      27.04.2017, 18.00, Feld II


Projektunterricht:
     Produkttag WS16

      27.01.2017, 10.00-14.00


•  Einladung zum
     Elternsprechtag

      17.11.2016, 16.00 - 19.00


•  Artur Klinau liest aus:
     "SCHALOM"

      20.09.2016


•  Einladung zum Eltern-
     abend am OS

      13.09.2016, 19.00 auf Feld II


Schön ist Jugend, voll krass, ey

 Was passiert, wenn die Generation "Schön ist die Jugend" auf die Generation "voll krass, ey" trifft? Unterscheidet sich das Erleben der Jugendzeit als prägende Lebensphase in den 1940er, 50er Jahren zur Jugend heute?

Im RaBildhmen einer Kooperation zwischen einem Grundkurs der Politischen Bildung "Jugendkulturen, Stile, Szenen früher und heute" des Oberstufen-Kollegs (Lehrende: Christina Thomas) und den beiden Mitarbeiterinnen der Mobilen Seniorenarbeit Dornberg und der Sozialarbeit im Quartier des Sozialamtes Bielefeld, Karin Weismüller und Sigrid Schnelle, entstand aus der Begegnung von Jung und Alt ein intergeneratives Theaterprojekt.Die Idee zu diesem ungewöhnlichen Projekt speist sich aus zwei Arbeitsbereichen, Schule und Seniorenarbeit.
(Bitte anklicken)

Da sind die Erfahrungen der täglichen Arbeit mit älteren Menschen und der Tatsache, dass es vielen Älteren zunehmend schwerer fällt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Ein Austausch mit mehr jungen Menschen wünschen sich die Älteren sehr, da sie diesen als anregend und stärkend erleben. Auf der anderen Seite kann man als Lehrende nicht nur am Oberstufen-Kolleg die Erfahrung machen, dass historische und politische Themen besser angenommen und nachhaltiger wirken, je mehr sie an konkreten Menschen erfahrbar werden.

Seit Anfang des Schuljahres beschäftigten sich die Kursteilnehmer "Jugendkulturen, Stile, Szenen früher und heute" und 20 Seniorinnen und Senioren aus Dornberg im Alter von 62 bis 92 Jahren jeweils in ihren Gruppen mit dem Jung-Sein in deren Zeit. Über biographisches Arbeiten setzten sich die Senioren mit ihrer eigenen Jugendphase auseinander. Der intergenerative Austausch und Dialog wurde parallel dazu von den Kollegiaten mit Leitfragen zu zentralen Themen der Jugendphase in Anlehnung an K. Hurrelmanns Verständnis der Jugendphase vorbereitet. Anfang November 2011 begegneten sich Senioren und Kollegiaten zum ersten Gespräch und Kennenlernen im Bürgerzentrum Dornberg. Die später durchgeführten Interviews, in denen jeweils eine/n Senior/in von zwei Kollegiaten befragt wurde, führten zu sehr intensiven menschlichen Begegnungen.Ich gebe zu, dass ich in erster Linie ein schlechtes Gewissen gegenüber meiner Oma und Ur-Oma bekommen habe, da ich jetzt mehr von einer fremden Frau weiß, als teilweise über sie. Insgesamt hat es mein Interesse an der damaligen Zeit geweckt. Ich bin erstaunt, dass Menschen in einem so hohen Alter geistig und körperlich noch so fit sind. (Kollegiatin M.) Der Einblick in eine ganz andere Jugendphase aus erster Hand, sehr interessant und beeindruckend. Austausch mit einer Person, die sowohl vom Charakter, Hintergrund und Alter ganz andres ist, als bei allen anderen aus meinem Bekanntenkreis. (Kollegiat K.) In der zweiwöchigen Projektphase im Januar 2012 entwickelten dann 7 Senioren und 18 KollegiatInnen aus einigen Interviewpassagen einzelne Spielszenen. Themen waren u. a. Zwänge und Freiheiten, Rituale, Tanz & Musik, Benehmen, Kleidung, Aufklärung, Generationenlast und erster Kuss.

Das Ergebnis verwandelte sich in eine 60 minütige bunte Theater-Collage mit Musik, Tanz und modischen Beiwerk, die in den Projektwochen gemeinsam von Kollegiaten und Senioren entwickelt, eingeübt und drei Mal aufgeführt wurde. Die Premiere von "Schön ist die Jugend, voll krass, ey" fand im Rahmen des Uni-Theater-Festivals am 27.02.12 statt. Zwei weitere Aufführungen gab es am 28. und 29.01.12 in Dornberg.

Christina Thomas