Oberstufen-Kollegan der Universität Bielefeld
 
 
Blick ins Plenum
OSK
OS von A-Z
Universität Bielefeld > Oberstufen-Kolleg - Startseite > Versuchsschule > Ausbildung > Unterrichtsarten > Projekte
  

Termine 2017/18



•  Laufbahnberatung
     Sprechstunden und Zuständigkeiten

•  Infos und Formulare
     für KollegiatInnen



Projektunterricht:
     Produkttag SoSe17

      14.07.2017, 09.00-13.15


Mitgliederversammlung
     Förderverein

      19.06.2017


Projektvorstellung:
     Atlantiküberquerung

      27.04.2017, 18.00, Feld II


Projektunterricht:
     Produkttag WS16

      27.01.2017, 10.00-14.00


•  Einladung zum
     Elternsprechtag

      17.11.2016, 16.00 - 19.00


•  Artur Klinau liest aus:
     "SCHALOM"

      20.09.2016


•  Einladung zum Eltern-
     abend am OS

      13.09.2016, 19.00 auf Feld II


                   "Abenteuer unter grünen Segeln - auf der Alexander von Humboldt II“

                                     oder die unbequemste Art zu Reisen: Segeln

Zwanzig Kollegiaten  und zwei Lehrende des Oberstufen-Kolleg Bielefeld wollen Segeln und erlebten ein Abenteuer unter grünen Segeln.

In ihrer zweiwöchigen Projektphase erfahren wir Kollegiaten des Oberstufen Kollegs häufiger Abenteurer außerhalb des gewohnten Schulalltages. Doch dieses Jahr gab es eine neue Art von Abenteuer. Zwanzig junge Menschen unterschiedlicher Jahrgangsstufen reisten zusammen von Travemünde nach Bremerhaven. Das alleine wäre noch nicht all zu berichtenswert, wäre unser Reisemittel nicht das Segelschiff „Alexander von Humboldt II“ gewesen. Damit auch wirklich alle Seeluft schnuppern konnten die wollten,  erhielten drei der angehenden Segler eine Förderung  der Sail Training Association Germany. Fünf Tage lang waren wir Tag und Nacht an den Segelmanövern, Navigation und Steuerung des größten deutschen zivilen Traditionsseglers, ein Dreimaster mit 24 Einzelsegeln, aktiv beteiligt.

Zusammen mit insgesamt fünfzig weiteren Segelbegeisterten und Noch -Nicht- Seglern aller Altersgruppen, sowie der Stammmannschaft der Alex II bestritten wir den Bordalltag.

Begeistert von einem sehr eindrucksvollen Törn und gespickt mit vielen neuen Erfahrungen kehrten wir zurück nach Bielefeld, wo es leider nicht so schnell wieder eine Gelegenheit zum Segeln gibt. Außer das Oberstufen Kolleg schafft es einen zweiten Törn dieser Art auf die Beine zu stellen, vom Segelfieber gepackt sind die meisten von uns jedenfalls?!

Immer eine Hand breit Wasser unter‘m Kiel hatten wir während unserer Fahrt mit der Alexander von Humboldt II. Für die Meisten von uns war es das erste Mal auf einem Segelschiff und dazu Tag und Nacht, je nach Schicht. Es gab die Wachen und wir wurden in drei Gruppen eingeteilt die jeweils eine vierstündige Wache übernahmen. Zwischen den Schichten hatte man acht Stunden „Freiwache“, in denen man das Segeln von seiner schönsten Seite genießen konnte z.B. beim Sonnen auf dem Vorschiff. Natürlich gab es auch Arbeit für uns und das in den unterschiedlichsten Bereichen, sehr beliebt war z.B. das Steuern oder das Arbeiten oben im Rigg. Die klaren Strukturen und Traditionen, die stets beachtet wurden, sorgten für einen angenehmen Aufenthalt an Bord für den insbesondere die gute Stimmung der Mannschaft verantwortlich war. Wer doch spontan mal Langeweile bekam, schickte man zur „Tampenjagd“ los. Dabei hat man einen Rundgang durch den vermeintlichen Dschungel aus Leinen, die die 24 Segel dem Deck bescherten, gemacht und so Stück für Stück die Bedienung und die Namen der Tampen gelernt. Dadurch hat uns die Crew gut mit der Alex vertraut gemacht und uns das Schiff auch oben von den Rahen aus entdecken lassen.

In den gesamten Tagen nahmen die Entdeckungen nicht ab, egal ob man bei den Segelmanövern neue Kommandos lernte, im Kartenhaus bei der Navigation Konzentration übte, oder im Klüver sitzend den Sonnenuntergang beobachtete. Die Vielfältigkeit des Törns war nicht nur in unseren Aufgaben an und über Deck gegeben auch der Gott der Meere Neptun bescherte uns abwechslungsreiches Wetter. Neben Sonne und Flaute wurden wir auch mit Wind und Seegang beglückt. Letzteres konnte leider nur ein kleiner Teil der Besatzung genießen da der Rest,  naja, über der Reling hing, der Seekrankheit zum Opfer gefallen war.

Das Captainsdinner am Ende unseres Törns stimmte uns alle jedoch wieder versöhnlich nach einer Woche vielfältigster Eindrücke und einer von Seekrankheit gebeutelten Mannschaft. Die Nordsee zeigte sich meistens nur Vormittags von ihrer rauen Seite, womit wir in alle Anforderungen des Segelns Einblick erhielten, Nachmittags war wieder alles gut. Beim Essen saßen wir am letzten Abend und sangen Seemannslieder in Begleitung des Schiffferklaviers. Später wurde auf Deck unterm Sternenhimmel getanzt, während wir in Bremerhaven vor Anker lagen. Der Törn mit der Alexander von Humboldt II bereichtere uns alle sehr und wir können Jedem der Lust hat eine nette Mannschaft kennenzulernen nur empfehlen sich auch auf ein Abenteuer mit ihr zu begeben.

Lara Unland