Oberstufen-Kollegan der Universität Bielefeld
 
 
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Termine 2017/18



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     Sprechstunden und Zuständigkeiten

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     für KollegiatInnen



Projektunterricht:
     Produkttag SoSe17

      14.07.2017, 09.00-13.15


Mitgliederversammlung
     Förderverein

      19.06.2017


Projektvorstellung:
     Atlantiküberquerung

      27.04.2017, 18.00, Feld II


Projektunterricht:
     Produkttag WS16

      27.01.2017, 10.00-14.00


•  Einladung zum
     Elternsprechtag

      17.11.2016, 16.00 - 19.00


•  Artur Klinau liest aus:
     "SCHALOM"

      20.09.2016


•  Einladung zum Eltern-
     abend am OS

      13.09.2016, 19.00 auf Feld II


Landwirtschaft und nachhaltige Entwicklung


------------ Regenwürmer und Bodenfruchtbarkeit ------------


Projekt mit

Gruppe
Von links: Amanda Nentwig, Johanna Schumacher,
Sanja Cusic, Sabrina Lange, Hendrik Preising,
Pia Fröse, Erwin Eckert, Dr. Andreas Stockey


Im Rahmen des fächerübergreifenden Grundkurses "Umweltsysteme — Struktur, Funktion und evolutive Entwicklung“ des Oberstufen-Kollegs Bielefeld (Leitung: Dr. Andreas Stockey) wurden im April 2006 Bodenuntersuchungen auf verschiedenen Ackerflächen durchgeführt.

Hintergrund für die Untersuchungen war die Absicht , Indizien für eine nachhaltige Nutzung des Ackerbodens (z.B. ökologischer Landbau, Fruchtfolge, Brachejahre), die seine Fruchtbarkeit langfristig auch für nachfolgende Generationen erhält, zu finden. (vgl. AID 1996, Walensky 2002).

Denn in einer 21-jährigen Studie zu Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität in organischer Landwirtschaft, der sogen. „DOK”-Studie zeigen ökologisch bewirtschaftete Äcker bei weitem mehr (mikro-)biologische Aktivität, wodurch totes Pflanzenmaterial vollständig mit geringem Energieaufwand kompostiert wird (vgl. Mäder et al. 2002).

Diese Bodenaktivität kann unter anderem durch die Anzahl der Regenwürmer im Ackerboden gezeigt werden: Sie sind wichtige Helfer bei der Bodenlockerung, Zerkleinerung des Pflanzenmaterials und damit der Nährstoffumsetzung (vgl. Edwards 2004, Scheu 2003).

Die Gruppe untersuchte jeweils 5 Bodenproben von ¼ m² Fläche bis 15 cm Tiefe an drei verschiedenen Standorten und zwar „Winterweizen bei konventionellem Anbau“ (KW), „Winterweizen bei biologischem Anbau (BW) und einer Brache im biologischen Anbau (BB). Die deutlichen Unterschiede sind der Abbildung 1 zu entnehmen. Abb.1:


Anzahl Regenwürmer


Aufgrund des Fruchtfolgeprinzips liegen die Felder alle paar Jahre brach und werden z.B. mit einer Klee-Gras-Mischung eingesät, die später wieder eingepflügt wird. Dadurch kann sich der Boden regenerieren, wird mit Nährelementen angereichert und aufgelockert. Durch die Gänge der Regenwürmer werden auch die tiefer liegenden Erdschichten mit Luft und Wasser und somit auch mit Nährelementen versorgt. Die Bedeutung der Regenwürmer für die Porosität und Durchlüftung des Bodens wird in der Abbildung 2 sehr deutlich.

Abb. 2: Zusammenhang zwischen Sickergeschwindigkeit und Anzahl der Regenwürmer

Anzahl der Würmer/Sickergeschwindigkeit


Literatur


  • Mäder, P. et al. (2002): Soil fertility and Biodiversity in Organic Farming. Science: Vol. 296 (Mai 2002). S. 1694-1696
  • AID (1996): Ökologischer Landbau – Grundlagen und Praxis. AID-Heft Nr. 1070. Bonn. S. 4-7
  • Edwards, C. A. (2004): Earthworm Ecology. CRC – Press, Boca Raton, Florida, USA.
  • Scheu, S. (2003): Effect of Earthworms on plant growth: patterns and perspectives. Pedobiologie, 47. S. 846 – 856.
  • Walensky, M. (2001): Das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung – In: Walensky: Umweltbildung und nachhaltige Entwicklung Bd. 1, S. 9 – 14. / Bd. 2, S.173, S.144


Bilder




Die Probefläche wird ausgegraben




Alle Regenwürmer werden herausgesucht und ...




... gewogen